TSC Kamen heißt der neue Kamener Stadtmeister




Fußball: Schon im Vorfeld der Kamener Stadtmeisterschaft hatte der TSC Kamen kund getan, dass man ernste Absichten auf den Titelgewinn habe. So stellte man sich auch in der Koppelteich-Sporthalle vor, gewann alle Spiele vor allem dank einer defensv starken Leistung und war am Ende, wenn auch für viele überraschend, nicht unverdient Turniersieger und Stadtmeister. Im Finale setzte sich der TSC durch Tore von Güney und Okumak 2:0 gegen den SuS Kaiserau durch. Im Spiel um Platz drei war der BSV Heeren mit 5:1 gegen den FC Bönen – er nahm mit einer wildcard teil – der Sieger.

Titelverteidiger VfL Kamen spielte keine Rolle, hatte aber auch wie angekündigt nur seine dritte Mannschaft ins Rennen geschickt. Die musste sich in der Vorrunde dem FC Bönen (1:2) und SuS Kaiserau (0:2) beugen und war damit draußen. Für das Spiel um Platz drei konnten sich FC Bönen und BSV Heeren qualifizieren und sah den BSV mit 5:1 als deutlichen Sieger vorne. Deren möglichen Einzug ins Finale verwehrte der SuS Kaiserau, der nach dem 2:2-Endstand das Neunmeterschießen mit 5:3 für sich entscheiden konnte und damit das Finale erreichte.

Bildzeile: Christian Ring vom Sportverband Kamen überreichte bei der Siegerehrung den Stadtpokal an den neuen Stadtmeister TSC Kamen

Aufgebote
Kamener SC
Aydeniz, Dudek, Genc, Kahlert, Yavuz, Kadrija, Kahlert, Wiese, Kahya.
TSC Kamen
Ovalioglu, Dede, Okumak, Güney, Kanar, Aydin, Akar, T. Basyigit.
BSV Heeren
Rehle, Plachetka, F. Ernst, Brech, Ladewig, Herbort, Heberlein, Volkmer, Moussa, Rautenberg.
SuS Kaiserau
Klawunde, Abdou, Agbere, Schuster, Weshaj, Lahr, Demircan, Djalo, Schulz, Kulinski, Böcker.
FC Bönen
Karahan, Öztürk, Adem, Thiemann, Yilmaz, Karka, Öncül, Bahcekapili, Akcakoca, Alkan.
VfL Kamen
Ja. Bojda, Meisler, Kelch, Conde, J. Conradi, Wolff, Keil, Aksoy (Anm: die Namen der Spieler wurden sehr undeutlich in den Spielberichtsbogen eingetragen, sodass der eine oder andere Name vielleicht nicht stimmig ist).

Vorrunde
Gruppe A

Vfl Kamen III, FC Bönen, SuS Kaiserau
Gruppe B
TSC Kamen, BSV Heeren, Kamener SC
Vorrunde
VfL Kamen – FC Bönen 1:2
TSC Kamen – BSV Heeren 2:1
FC Bönen – SuS Kaiserau 0:4
BSV Heeren – Kamener SC 3:0
SuS Kaiserau – VfL Kamen  2:0
Kamener SC – TSC Kamen 0:4
1. Halbfinale
TSC Kamen – FC Bönen 4:2
2. Halbfinale
SuS Kaiserau – BSV Heeren 5:3 n.9m.
Spiel um Platz drei
FC Bönen – BSV Heeren 1:5
Endspiel
TSC Kamen – SuS Kaiserau 2:0.

Schiedsrichter: Hendrik Maaz, ASyoub Kaichou.

Bildzeile: Das Spiel um Platz drei entschied dr BSV Heeren mit 5:1 gegen den FC Bönen. Links im Bild der Heerener Sammy Moussa.

Stimmen
Christian Ring (Sportverband Kamen): Vom Sportverbandt sind wir sehr zufrieden, dass wir mit Olli Bartosch einen super Fachschaftsberater haben, der eine Stadtmeisterschaft so gut und zur Zufriedenheit aller organisieren kann. Das haben wir selten so gut erlebt wie heute. Harmonie, faire Spiele, ein verdienten Sieger TSC Kamen. Ich bin sehr zufrieden.

Oliver Bartosch (Vorsitzender Kamener SC): Nach zwei Tagen Stadtmeisterschaft sind wir sehr zufrieden. Die Halle war voll. Die Leute  haben sehr faire Spiele gesehen. Keine Roten Karten auch bei den Senioren. Schöne, spannende Spiele. Der TSC Kamen ist ein überraschender Sieger. Kaiserau hat einen guten Ball gespielt. Man hat gesehen, die wollten bei den Zweikämpfen nicht voll durchziehen, wollten Verletzungen vermeiden und hatten mehr die Liga im Blick. Der TSC ist jedoch ein verdienter Stadtmeister. Wir vom KSC sind ein bisschen enttäuscht, wir hatten uns mehr erhofft. Man hatte halt draußen die Liga mehr im Blick. Genau so wie der VfL. Wenn man die Ziele hat, draußen aufzusteigen, dann muss man halt Prioritäten setzen. Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden mit dem Verlauf der Stadtmeisterschaft.

Cavid Döring (Trainer TSC Kamen): Gerechnet habe ich mit dem Turniersieg nicht. Wir haben es als Spaßturnier angesehen, aber dennoch ernst genommen. Durch die Neuzugänge haben wir hinten stabil gestanden. Es war eine Abwehrleistung von uns, weshalb wir hauptsächlich gewonnen haben. Die Chancen vorne haben wir reingemacht und gut gekämpft. Deswegen sehe ich uns auch als verdienten Gewinner. Große Zufriedenheit also und wir feiern den Sieg jetzt ein bisschen.

Tom Kreffter (Trainer BSV Heeren): Das erste Spiel war noch nicht gut. Verglichen mit dem Turnier, das wir vorher gespielt haben, war das eher eine schlechte Leistung. Wir haben uns dann von Spiel zu Spiel gesteigert. Gegen Kaiserau sind wir unglücklich ausgeschieden und im letzten Spiel gegen Bönen haben wir dann unsere Leistung gezeigt. Ich hatte Kaiserau als Stadtmeister auf dem Schirm, sie haben in meinen Augen auch den besten Fußball gespielt. Im Finale geht es dann darum, wer mehr will und das war dann der TSC Kamen.

Patrick Kulinski (Trainer SuS Kaiserau): Erst einmal Glückwunsch an den TSC. Die haben schon vorher verlauten lassen, dass sie es sehr ernst nehmen. Von der Ausgangslage wollten wir als Landesligist das Turnier vernünftig bestreiten. Bis zum 2:0 im Halbfinale gegen Heeren war das auch richtig top und ab dem 2:1 wurde es dann wild und wir kassierten das 2:2 Im Neunmeterschießen sagen viele, dass es mit Glück zu tun hat, ich sage eher, dass es mit Qualität zu tun hat. Jan Klawunde im Tor hat einen Neuner gehalten und wir zogen in das Finale ein. Das war auch unser Ziel. TSC hat alle Spiele gewonnen, gute Individualisten dabei gehabt und wir wussten, was auf uns zu kommmt. Im Finale sind wir 0:1 in Rückstand geraten, weil Noel Lahr vorher ausgerutscht ist und der TSC-Spieler freie Bahn hatte. Beim 0:2 lief es ähnlich. Wir hätten schon gerne gewonnen. Wichtig, kein Spieler hat sich verletzt.

Bildzeile: Den Stadmeistertitel errang der TSC Kamen, siegte im Finale 2:0 gegen den SuS Kaiserau / alle Fotos Thorsten Niemann.