SuS Kaiserau muss sich gegen Oberligisten Rhynern spät geschlagen geben – 2:3 fällt in der 90, Minute – Pokal-Aus




Fußball, Krombacher-Kreispokal, Viertelfinale: SuS Kaiserau – Westfalia Rhynern 2:3 (1:2). Ja, der Favorit hat gewonnen. Oberligist Westfalia Rhynern steht im Halbfinale und muss sich dort am 11. April nächsten Jahres mit dem A-Kreisligisten SVF Herringen messen. Doch Verlierer SuS Kaiserau kann vor den annähernd 250 Zuschauern erhobenen Hauptes das Kapitel Pokal schließen. Die Schwarz-Gelben haben über weite Strecken Rhynern Paroli geboten. Am Ende fehlte zum Weiterkommen nur wenig. In der 90. Minute führte Tobias Heering mit dem 3:2 die Entscheidung herbei.

Oberligist Rhynern begann mit viel Tempo, wollte offensichtlich schnell eine Entscheidung herbei führen. Doch Kaiserau stand stabil in der Defensive, vereitelte Chancen und ließ nur zwei Distanzschüsse durch. Beide schlugen jedoch unhaltbar ein und Rhynern führte 2:0. Noel Lahr verkürzte noch vor der Pause. 1:2.

Das machte Mut für die zweiten 45 Minuten und Nico Stender stellte nicht unverdient das 2:2 her. Er nahm einen langen Pass von Michael Seifert auf, rannte auf das Rhynerner Tor und überwand cool Schlussmann Sander. Doch Rhynern antwortete postwendend – eine Hereingabe in den Kaiserauer 16Meter beförderte Tobias Heering volley in die Kaiserauer Maschen. 2:3 – dann pfiff die souverän leitende Schiedsrichterin Anna-Lena Weiss die Partie ab. Das späte Pokal-Aus für den gastgebenden Landesligisten war besiegelt.

Trainerstimmen
Patrick Kulinski (SuS): Wir lagen nach einem Traumtor von Rhynern 0:1 zurück. Von 1000 Mal trifft er nur einmal so. Wir wollten mental stark bleiben und haben einen unglaublichen Fight abgeliefert. Ich kann unheimlich stolz sein auf meine Jungs. Die erste Halbzeit war gut, so wollten wir auch weiter spielen. Noch vor Pause machte Noel Lahr das 1:2. Bis zur 75. Minute habe ich von Rhynern keine einzige Chance mehr gesehen. Wir konnten früher das 2:2 machen. Man hat sich gewundert, wer hier Oberligist ist und wer nur Landesligist. Völlig verdient machten wir dann das 2:2. Beim 2:3 kamen wir um Millimeter zu spät in den Zweikampf, dann ein Halbseitfallzieher und der war drin. Das Ergebnis spielt heute keine so große Rolle, weil wir uns nach dem Rückschlag in Hassel richtig gut verkauft haben. Aufgrund der 2. Halbzeit wäre ein Unentschieden gerechter gewesen.
Michael Kaminski (Westfalia): Wir hatten bis zur 40. Minute das Spiel im Griff. Bei der Chancenverwertung hätte ich mir aus sieben, acht Metern Distanz mehr Überzeugung im Abschluss gewünscht. Solche Tore muss man gegen einen engagierten Gegner wie Kaiserau nutzen. Beim 1:0 und 2:0 haben wir richtig auf das Tor geschossen. Beide waren drin. Es hätte auch noch 3:0 stehen können. So wurden wir unachtsam, die Zuordnung stimmte nicht. Kaiserau kam zum 2:1. Ein tolles Tor, das muss man anerkennen. So haben wir das Spiel wieder spannend gemacht. Nach der Pause waren unsere Aktionen einschläfernd. Dass Kaiserau am Ende aufmachen würde, das war klar bei so einem Spielstand. Das 2:2 war war gar nicht mal unverdient. Unter dem Strich, wir haben unser Ziel erreicht, wir sind im Halbfinale. Ich hätte es mir aber souveräner gewünscht.

SuS: Klawunde, Weßelmann (90. Waschescio), Steffen, Lleshaj (67. Seifert), Lahr, Stöwe, Schulz, Tönnes, Friede (80. Schubert), Böcker (67. Cakala), Rebbert (79. N. Stender).
Westfalia: Sander, Joswig, Seber (67. Shabani), Bulut, Neumann, Franke, Skrijelj, Heering (83. Woitaschek), Pietryga (67. J. Kleine), Wiese, Arenz.
Tore: 0:1 (29.) Franke, 0:2 (38.) Bulut, 1:2 (44.) Lahr, 2:2 (89.) N. Stender, 2:3 (90.) Heering.

Bildzeile: Beide Teams, SuS Kaiserau und Westfalia Rhynern, werden vor dem Anpfiff, begleitet von Einlaufkindern, zum Mittelkreis geführt.