Starke Berliner beweisen Qualitäten – ASV muss Überlegenheit anerkennen

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Handball: Ihre Favoritenrolle eindrucksvoll bestätigt haben die Füchse Berlin am Donnerstagabend im Heimspiel gegen den Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen. Zwar steckten die Gäste erneut bis zum Ende nicht auf und zeigten durchaus ansprechende Phasen, am Ende mussten die Westfalen aber nach einem verdienten 26:37 (13:19) die Überlegenheit der starken Berliner anerkennen.

Trotz der Niederlage gab es wiederum Positives aus dem Lager der Westfalen zu vermelden: In seinen knapp 43 Minuten brachte es Torwart Vladimir Bozic auf knapp 34 Prozent gehaltene Bälle. Kapitän Fabian Huesmann erwies sich erneut als sehr konstanter Torschütze, er blieb bei seinen fünf Versuchen ohne Fehlwurf und war mit fünf Toren erfolgreichster Westfale. Darüber hinaus startete der ASV wieder richtig gut in die Partie.

Nach knapp fünf Minuten lagen die Gäste mit 4:2 in Führung, bekamen dann aber in der Deckung kaum Zugriff auf die Offensive der Berliner. Im Angriff bekamen die Gäste beim Stand von 4:5 einen klaren Siebenmeter nach Abwehr durch den Raum nicht, im nächsten Angriff bekamen die Gastgeber den Ball nach einer regelwidrigen Sperre von Benjamin Meschke am Kreis. Beide Szenen nutzten die Hausherren, um den ASV sofort mit Gegentoren zu bestrafen.

In der Folge stellten die Füchse den ASV in dessen Angriff vor immer größere Probleme. Von der fünften bis zur 17. Minute verriegelten die Berliner ihr Gehäuse so komplett, durch sechs Treffer in Serie übernahmen sie nun die Kontrolle über die Partie. Savvas Savvas beendete die Torflaute aus Sicht des ASV und traf zum 5:10 aus Sicht des Aufsteigers, doch der Favorit hatten für klare Verhältnisse gesorgt.

Aber die Gäste blieben dran. Bozic wurde immer stärker im Tor. Als Savvas in der 20. Minute zum 8:12 verkürzte, hatte nun Füchse-Coach Jaron Siewert genug gesehen. „Fehler abstellen und Hamm nicht ins Spiel kommen lassen“, so lautete seine energische Vorgabe. Aber zunächst sahen die 6.421 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle die sechste Parade von Bozic. Aber statt auf drei zu verkürzen, musste der gerade eingewechselte Yonatan Dayan den Ball nach technischem Fehler wieder hergeben. Die Füchse nutzen das zum 13:8, wenig später beträgt der Abstand wieder sechs Treffer (15:9). Mit diesem Abstand geht es dann auch in die Pause.

Hammer Spiel zu fehlerbehaftet

Auch im zweiten Abschnitt blieb das Spiel der Gäste, denen am Ende 18 Technische Fehler zugeschrieben wurden, zu fehlerbehaftet. So änderte sich wenig am Spielverlauf, der ASV mühte sich, dem haushohen Favoriten Aufgaben zu stellen. Dies gelang allerdings immer nur phasenweise. Die Füchse dagegen bestraften jeden Fehler in höchster Konsequenz. Einzig im Torhüterduell behielt der ASV am Ende mit 15 Paraden gegenüber 14 von Dejan Milosavljev knapp die Nase vorn.

„Genau das ist die Erkenntnis aus diesem Spiel. Wir machen vor allem in der ersten Halbzeit zu viele Fehler. Die müssen wir abstellen. Wir laden Berlin so zu zehn Tempogegenstößen ein“, analysierte ASV-Trainer Michael Lerscht nach der Partie, fand aber auch positive Aspekte im Spiel: „Berlin ist nicht unsere Kragenweite heute gewesen. Aber trotz der hohen Fehlerzahl machen wir 26 Tore, weil wir ein Stück weit das Tempo mitgegangen sind. Wir haben gute Momente in dem Spiel. Ist ja nicht so, dass wir gar kein Handball mitspielen.“

Zufrieden Fazit zog Berlins Kreisläufer Max Darj: „Ich finde wir haben ein solides Spiel gemacht, von Anfang an.“ In der ersten Halbzeit habe man sich „zu viele technische Fehler geleistet und freie Würfe ausgelassen“ und deswegen zur Pause nicht so klar geführt, so der zweifache Torschütze weiter.

Füchse Berlin – ASV Hamm-Westfalen 37:26 (19:13).
Füchse: Milosavljev (14 Paraden), Kireev – Wiede (4), Darj (2), Holm (4), Andersson (6), Lichtlein (2), Lindberg (6/6 7m), Gidsel (2), Freihöfer (1), Langhoff, Chrintz (1), Kopljar, Vujovic (5), Marsenic (1), Drux (3).
ASV: Hertlein (2 P.), Bozic (13 P.) – Huesmann (5, 2/2 7m), Fuchs, Patrail, Schulze (3), Pretzewofsky, Bornemann (2), Orlowski (1), Meschke (1), Dayan (3), Savvas (3), von Boenigk (2), Wieling (3), Bauer (3).
Schiedsrichter: Julian Koppl, Dennis Regner.
Zuschauer: 6.421.

Bildzeile: ASV-Trainer Michael Lerscht im Gespräch mit seinen beiden Torhütern Felix Hertlein und Vladimir Bozic / Foto Marco Kaufmann.

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