Schwache Abwehrleistung das große Manko der TuRa-Frauen im so wichtigen Kellerduell

Handball, Oberliga Frauen: SG Halden-Herbeck – HC TuRa Bergkamen 37:31 (18:15). Alles durfte in der Hagener Sporthalle Helfen am Samstagabend passieren, nur verlieren durften die TuRa-Damen nicht. Ein Sieg sollte es in der prekären Tabellensituation sein. Wunschdenken! Es kam anders. In dem so wichtigen Kellerduell zog die Brandt-Truppe am Ende deutlich den Kürzeren und verlor punktemäßig wertvollen Boden. Die Mitkonkurrenten “unten” setzten sich nunmehr mit drei, vier Zählern vom Schlusslicht Bergkamen ab. Knackpunkt des Spiels war die schwache Abwehrleistung.

Von Beginn an war Bergkamen im Hintertreffen. Nach zehn Minuten hieß es 7:2. Lena Webers verkürzte auf 8:7 (14.), Romina Jackenkroll auf 11:10 (19.) und Vanessa Rohlf auf 17:15 (29.). Das zeigte eigentlich, dass Moral, Einstellung und Kampfbereitschaft stimmig waren. Nach der Pause konnte Rohlf sogar zum 20:20 ausgleichen (37.). Sophia Jaworski tat Gleiches zum 22:22 (43.) und 23:23 (44..) Dann jedoch zog Halden wieder davon auf 32:26 (54.), nutzte die Bergkamener Abwehrschwächen einmal mehr aus. Am Ende wurde es ergebnismäßig sogar deutlich. Von der Moral, Einstellung und der Kampfbereitschaft war das eigentlich ordentlich. Letztlich aber nicht genug.

TuRa-Trainer Andre Brandt: Die Enttäuschung ist groß. Mit 31 Toren auswärts muss man eigentlich so ein Spiel gewinnen. Aber auch 37 Gegentore zu kriegen, ist schon happig. In den letzten Spielen hat es gefühltermaßén in der Abwehr immer einigermaßen funktioniert. Davon war heute gar nichts zu sehen. Wir waren viel zu defensiv, egal, wer wo gestanden hat. Wir konnten den Angriff von Halden zu keinem Zeitpunkt richtig unter Druck setzen. Über gesamte Spielzeit war das viel zu passiv und ohne die richtige Bereitschaft, den Meter mehr zu machen. 37 Gegentore sprechen da eine eindeutige Sprache. Und vorne haben wir 15 bis 20 hundertprozentige Freie nicht genutzt. 31 Tore sind okay und ohne Harz. Knackpunkt war heute der fehlende Zugriff in der Abwehr.  Das hat uns am Ende das Genick gebrochen. Wenn man dann drei Minuten vor Schluss mit drei zurückliegt, dann gehen die Köpfe runter. Am Ende lagen wir mit sechs hinten. Diese Niederlage war nicht einkalkuliert. Wir müssen gucken, wie wir das wieder gerade biegen.

TuRa: Schöße, Misiok; Schulze-Frieling, Weinert 2,Jawoeski 10, Jackenkroll 2, Seuthe, Pronobis, Hitz, Rohlf 10, Ritter, Brühl, Webers 1, Rui, Kneller 6, Neumann.

Bildzeile: Sophia Jaworski (li.) erzielte wie Vanessa Rohlf zehn Tore. Dennoch reichte es am Ende nicht zu dem gewünschten Erfolgserlebnis. Im Gegenteil, die Enttäuschung war nach Spielschluss riesengroß.

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