Nur eine Halbzeit am Ende nicht ausreichend für den KSC – das 2:3 schmälert die Aufstiegshoffnungen




Fußball, 1. Aufstiegsspiel Kreisliga A zur Bezirksliga: Kamener SC – SC Halle 2:3 (2:0). Bis zur Halbzeit hatte sich der KSC eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am Sonntag in Halle geschaffen, führte 2:0. Jon Jacob und Jonas Hahn machten jeweils im Nachschuss zwei Tore. Doch zu einem Fußballspiel gehört natürlich mehr als nur eine Halbzeit. Diese Erfahrung machten einmal mehr die Kamener. In Durchgang zwei mussten sie nämlich drei Gegentore hinnehmen. Das dritte in der Nachspielzeit. 2:3. Bitter! Und noch Aufstiegshoffnungen?

Die sieht KSC-Coach Ahmet Kahya noch bei 50:50. Der Erwartungshorizont hätte nach dem Spielverlauf sicherlich besser aussehen können. Wie gesagt, 2:0 zur Halbzeit. Es kam (leider) anders. Die Kamener sind nach der Pause nicht auf das notwendige 3:0 gegangen. Einzig Kim Denninghoff hatte in der 50. Minute das 3:0 auf dem Fuß, traf aber nicht. Zu wenige dieser Aktionen. Und: Der KSC massierte aber auch nicht seine Abwehr, um den Zwei-Tore-Vorsprung zu sichern. Die Mannschaft spielte zu lethargisch. Warum? Nach Spielschluss fiel es den KSC-Verantwortlichen schwer, darauf eine Antwort zu geben.

Treffer für Halle hätten auch schon eher fallen können. KSC-Keeper Carsten Schrader stand da aber im Wege, parierte mehrfach toll und verhinderte frühere Tore des Gegners. An den drei Gegentreffern war er machtlos. Zwei davon fielen quasi im Doppelschlag, denn Halle markierte in Minute 56 das 1:2 und nur eine Minute später das 2:2. Dann noch das 2:3 in der Nachspielzeit. Halles Zweifach-Torschütze Vonk sah noch Gelb-Rot, schubste auch noch den Schiedsrichter. Er war der stärkste Akteur auf Haller Seite, wird im Rückspiel fehlen. Vielleicht ein kleiner Vorteil für Kamen.

Bildzeile: Gefahr bei Standards drohte wiederholt dem KSC im eigenen 16m-Raum.

KSC-Trainer Ahmet Kahya: Wir haben 2:0 zur Halbzeit geführt. Eine verdiente Führung. Es gab auch noch die eine oder andere Chance mehr, aber auch auf der anderen Seite. 2. Halbzeit haben wir zu wenig gemacht, haben uns hinten reindrängen lassen. Genau davor hatte ich gewarnt. Halle war vor allem bei Standards gefährlich, davor hatte ich aber schon im Vorfeld gewarnt. Die Gegentore sind sehr schnell gefallen. Der Druck war auch sehr hoch.   Beide Mannschaften hatten sich augenscheinlich mit dem 2:2 zufrieden gegeben. Dann das unglückliche 2:3. Da war unsere Kette nicht im Bilde, Stellungsfehler. Ich sehe unsere Chancen trotz der Niederlage noch bei 50:50. Wir werden die Mannschaft aufbauen, können in Halle durchaus gewinnen. Da müssen wir aber auch 90 Minuten da sein und nicht nur 45 Minuten.

KSC: Schrader, Bastürk (85. Hümmer), Milder, F. Kücükyagci, Hahn, Lenz, Jacob, Krause, (69. Brinkmann) Aktas, K. Denninghoff, Lehmann.
Halle: Kaya, Kres. Bostanci (67. Pross), Schael, AH. Gecim, A. Gecim, Vonk, Suchomel (81. Schmidt), Herkstäter, M. Sahin (73. S. Sahin), von Domaos.
Tore: 1:0 (14.) Jacob, 2:0 (16.) Hahn, 2:1 (56.) Schael, 2:2 (57.) Vonk, 2:3 (93.) Vonk.
Bes. Vork: Gelb/Rot für Vonk (95.).

Bildzeile: Viel öfters hätte man sich in Halbzeit zwei einen solchen Einsatz, wie ihn hier Nico Lenz (Mitte) zeigt, vom Kamener SC gewünscht. Das war nicht der Fall und am Ende hieß es dann 2:3.