KSV-Frauen spielen wie verwandelt auf und sind gegen den BVB dem Sieg sehr nahe

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Handball, 3. Bundesliga Frauen: Königsborner SV – Borussia Dortmund II 29:31 (14:17). Nach der schwachen Vorstellung vom Samstag gegen den Hannoverschen SC warteten die Königsborner Frauen mit einer ganz anderen Leistung auf. Ja, spielten wie verwandelt auf, toll und hatten den Favoriten sogar am Rande einer Niederlage. In der 50. Minute lag der KSV sogar 27:25 in Führung und gab sich erst in den letzten drei Minuten geschlagen.

Königsborn mit einer jungen Formation und ohne Melanie Weber sowie Rabea Pein gehörten die ersten Minuten des Spiels. Vor allem die stark aufspielende Eileen Axtmann drückte das mit Toren zum 6:4 (8.) und 7:6 (12.) aus. Der Vorsprung hatte allerdings keinen Bestand. Der BVB führte nach 14 Minuten erstmals 8:7 und hatte zur Pause „mit drei“ die Nase vorne. Die Harbach-Truppe ließ sich aber nicht abschütteln, die jungen Spielerinnen agierten weiter herzerfrischend. Rina Nordberg stellte nach 42 Minuten das 22:22 her.

Ein ganz kurioses Tor gelang Torfrau Teresa Jünner: Sie sieht in der 45. Minute, dass die BVB-Torhütern zu weit vor ihrem Tor steht. Ein langer Ball von ihr prallt an den Innenpfosten, trifft den Körper der Torhüterin und von dort geht der Ball ins Tor. Das war das 24:23. Jana Krollmann erhöhte auf 16:24 und Rabea Pein – sie kam nur für Siebenmeter auf das Parkett – markierte auch noch einmal das 27:25. Diesen Vorsprung konnte man allerdings nicht halten. Der BVB antwortete zum 28:27 und gewann am Ende etwas glücklich 31:29.

Ein ganz starkes Spiel also von Königsborn und so konnte man sich nach Spielende den verdienten Beifall der rund 150 Zuschauer abholen.
Am kommenden Donnerstag (24. März) wartet schon die nächste Aufgabe. Dann kommt der ASC Dortmund in die Kreissporthalle.

KSV-Trainer Kai Harbach: So gruselig wie es Samstag war, so toll war es heute. Wir haben ein tolles Handballspiel gesehen, von beiden. Das konnte man sich gut angucken. Wir hatten in der Schlussphase sogar die Siegchance, konnten auf drei weggehen, das ist uns leider nicht gelungen. Da hat der BVB dann gut gekontert. Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf.  Für die Moral und das Selbstvertrauen war eine solche Leistung Gold wert. Aileen Axtmann hat ein überragendes Spiel gemacht. Alle anderen haben sich auch reingeschmissen. Ich habe immer gesagt, wenn wir so Zuhause spielen, dann kannst du jedes Spiel verlieren. Dann ist das auch kein Problem. Da war Kampf, da war Einsatz. So muss das auch sein. Wir haben heute ohne Hackertz, Esterhaus, Köppel und Webers – saß nur auf der Bank – gespielt. Ich bin sehr zufrieden.

KSV: Röttger, Jünner 1; Krogull 2, Grünzig 3, Wrede 2, Axtmann 8, Krollmann 3, N. Hering 4, Nordberg 3, Pein 3, Webers (ne.), Fahn (n.e.).

Bildzeile: Königsborns Hannah Wrede kann sich hier per Sprungwurf gegen die BVB-Deckung in Szene setzen.

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