In verbleibenden elf Oberliga-Spielen helfen HSC nur noch Siege: 2018er Vermächtnis soll nicht verspielt werden

587

Fußball: „Wir müssen den Kopf jetzt hochhalten. Die Mannschaft lebt. Gegenüber dem Aplerbeck-Spiel war das schon eine Steigerung.“ Sagte der neue HSC-Chefcoach Benjamin Hartlieb nach der 0:2-Niederlage seines neuen Teams beim direkten Konkurrenten um den Abstieg in die Westfalenliga 2, die SG Finnentrop/Bamenohl. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Den belegt aktuell die Hammer Spielvereinigung. Elf Spiele stehen noch aus, in denen der aktuelle Oberliga-Kader den Abstieg in die sechste Liga, die Westfalenliga, verhindern kann. Darunter ist auch das letzte Spiel der Hinrunde am kommenden Sonntag, 27. März, 15 Uhr im Montanhydraulik-Stadion gegen Spitzenreiter und Top-Aufstiegskandidat FC Kaan-Marienborn. Und dann folgen zehn hammerharte Begegnungen in der Abstiegsrunde.

Mindestens fünf Siege in der Abstiegsrunde müssen her – aber in der Gesamtbilanz stehen aktuell erst vier Dreier

Der HSC muss in der Abstiegsrunde folglich bei fünf Absteigern (bei ungünstiger Konstellation und zwei West-Absteigern aus der Regionalliga können es auch sechs Teams sein) mindestens fünf Spiele, besser sechs oder sieben gewinnen. Zur Einordnung: Insgesamt hat der HSC gerade viermal in dieser Spielzeit einen Dreier geholt.

Krasser Außenseiter angesichts des Tabellenstands und einer verheerenden Heimbilanz mit einem einzigen Pünktchen: Das sind die Vorzeichen des letzten Hinrundenspiels am kommenden Sonntag gegen Kaan-Marienborn. Auch wenn de Käner am Sonntag „nur“ 0 : 0 zuhause gegen Rhynern spielten, macht die Sache nicht leichter, eher sogar noch schwerer. Das Team von Ex-Profi und erfahrenem Coach, Thorsten Nehrbauer, braucht die komplette Zählerausbeute in Holzwickede, denn die Punkte werden in die Aufstiegsrunde, wie auch in die Abstiegsrunde (HSC) mitgenommen.

„Hoffen auf ein wenig Entspannung in Sachen Personal in der Abstiegsrunde“

Ob sich die Personalsituation des HSC bereits gegen Kaan verbessert, ist sehr fraglich. Der erkrankte Robin Schultze wird wohl noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte sein, dürfte aber wieder mitwirken. Schultze gibt Impulse für das Spiel der Mannschaft. Sein Engagement ist für das Team von großer Wichtigkeit. Stürmer Andreas Spais saß im Finnentrop-Spiel bereits auf der Bank. Nils Hoppe stand in Finnentrop am Spielfeldrand – aber auch er leidet noch an seiner Oberschenkelverletzung. Vertreter Damjan Illic macht seine Sache aber als Abwehrchef ordentlich. Der Ex-Käner Adrian Cieslak fällt mit einer Hüftverletzung noch länger aus. Es war übrigens sehr bezeichnend, dass mit Michele Teofilo ein A-Juniorenspieler des HSC auf der Bank saß.

Hoffen auf „goldenen Mai“ – Vermächtnis von 2018 will niemand einfach aufgeben

Am 7. Mai 2018 war der HSC durch ein 1 : 0 in Olpe durch einen Treffer von Sebastian Hahne in die Oberliga aufgestiegen. Vier Spielzeiten waren es bislang – und der jetzige HSC-Kader möchte dieses „Vermächtnis“ nicht ohne Weiteres aufgeben. „Wir werden alles versuchen“, verspricht Chefcoach Benjamin Hartlieb.

Bildzeile: Nils Hoppe (l.), Henri Böcker (Mitte) und Enis Delija (r.) konnten verletzungsbedingt das Spiel gegen die SG Finnentrop/Bamenohl nur von der Seitenlinie aus verfolgen.

Vorheriger ArtikelMara Grohmann entscheidet Spiel für RWU-Damen
Nächster ArtikelKSV-Frauen spielen wie verwandelt auf und sind gegen den BVB dem Sieg sehr nahe

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.