HSC mit Korea-Power zum 5:0-Sieg bei der SpVg Hagen

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Fußball-Testspiel: SpVg Hagen – Holzwickeder SC 0:5 (0:3). Kurzfristig hat Oberligist Holzwickeder SC noch mal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Seongsun You heißt der 21-jährige Rechtsfuß, der vom Schlusslicht der Landesliga 3, Blau-Gelb Überruhr aus Essen, zum HSC wechselt. Beim hochverdienten 5:0 sonntäglichen Testspiel bei der SpVg Hagen stand der Südkoreaner bereits in der Startformation. Hier präsentierte sich der 1,83 große Neuzugang sehr agil, lief viel, hatte aber naturgemäß noch Abstimmungsprobleme mit seinen neuen Kollegen.

Seongsun You hatte vor seinem nur halbjährigen Gastspiel bei BG Überruhr bereits das Trikot der Hammer Spielvereinigung sowie für die U 19 von RW Essen getragen. Eingesetzt werden kann er als rechter Verteidiger und im rechten Mittelfeld als Rechtsaußen. Beruflich absolviert der Neuzugang eine Ausbildung zum Physiotherapeuten.
Vorweg: Der südkoreanische Neuzugang zeigte beim 5:0-Kantersieg gegen Hagen einige sehr vielversprechende Ansätze und kann für den Holzwickeder SC zu einer echten Verstärkung im Kampf um den Klassenerhalt werden. Und beinahe hätte es für den Südkoreaner sogar zu einem Tor gereicht. In der 42. Minute wurde er im Strafraum von den Beinen geholt – doch sehr zur Verwunderung aller entschied Schiedsrichter Björn Martin vom SC Berchum/Garenfeld nicht auf den fälligen Strafstoß für den HSC und ließ weiterspielen. Es war allerdings in den gesamten 90 Minuten auch die einzige Fehlentscheidung des Referees, der ansonsten mit dem sehr fairen Spiel und den Aktiven keine Probleme hatte.

HSC mit sehr gutem Start ins neue Jahr und in die „Mission Klassenerhalt“

Noch am Vortag hatte die SpVg Hagen, abgeschlagenes Schlusslicht der Westfalenliga 2 mit 13 Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz (Concordia Wiemelhausen), ebenfalls mit 0:5 deutlich den Kürzeren gegen den HSC-Ligarivalen TSG Sprockhövel kassiert. 24 Stunden nach diesem Match merkte man den Hagener den Verschleiß mit fortdauernder Spielzeit an. Doch auch der HSC hatte auch noch am Samstag und in der Woche fleißig und hart trainiert, so dass beide Teams nicht ganz im Vollbesitz ihrer Kräfte waren.

Bildzeile: Lucas Arenz wurde kurz vor Schluss an der Strafraumgrenze von den Beinen geholt. Auch wenn es weh tat: Arenz wird nicht ausfallen. Der anschließende Freistoß brachte nichts ein.

Weitaus wohler auf dem Kunstrasenplatz „Emst“ vor gut 80 Zuschauern fühlte sich allerdings von Beginn an der Gast aus Holzwickede. Tomislav Ivancic, der endlich an seine gute Form in der ganz frühen Phase der Saison anknüpfte, scheiterte in der 12. Minute an Julian Bungart im Hagener Kasten. Ein weiterer HSCer hatte von Beginn an richtig Spaß und Bock auf das Spiel: Henri Böcker, der immer in Bewegung war und ständig den Ball forderte. In der 14. Minute zielte er noch am langen Pfosten vorbei – doch er sollte im Verlauf seine „Buden“ machen.

1:0-Führung des HSC mit „Assist“ vom Ex-Holzwickeder Fabian Jenusch

Fabian Jenusch hatte ein halbes Jahr lang das Holzwickeder Trikot getragen, bevor er in der Winterpause nach Hagen wechselte. Dort wird er übrigens nur versuchen, mit seinem neuen Club den Klassenerhalt irgendwie zu schaffen. Im Sommer zieht es den Spieler mit der Nummer 29 bei Hagen zu einem Studienaufenthalt in Australien – er wird sich nach eigenen Angaben dort aber keinem Verein anschließen, sondern in seiner freien Zeit versuchen, in jeder Minute Land und Leute kennenzulernen. Fabian Jenusch also fühlte sich wohl noch im HSC-Dress, leistete sich einen katastrophalen Fehlpass direkt in den Lauf von Marcel Duwe, der spielte Tomislav Ivancic an und der wiederum hatte keine Mühe, die Führung zu erzielen (20.). Es war der Dosenöffner zum Spiel, denn die Hagener Spieler agiertern fortan wie die Farbe ihrer Trikots: tiefschwarz und wenig hoffnungsvoll. Da passte es, dass ein Treffer von Robin Schultze (38.) und ein Tor des immer anspielbaren Henri Böcker (40.) das Ergebnis zur Halbzeitpause auf 3:0 hochschraubten.

Letzte halbe Stunde Verwaltungsarbeit des HSC gegen einen schwachen Gegner

Auch in den zweiten 45 Minuten zeigten die erstaunlich schwachen Hagener, die noch vor einer Woche den Lüner SV auf dessen Geläuf mit 2:1 besiegt hatten, keine Gegenwehr. Im Gegenteil: Nach den Treffern von wiederum Henri Böcker (53.) und Lucas Arenz (57.) und dem 5:0 drohte ein Debakel. Die Sportliche Leitung des HSC mit Sportdirektor Benjamin Hartlieb und Berater Karl-Friedrich Lösbrock konnten in Höhe der Eckfahne schon die weitere Strategie für den Rest der Saison noch mal besprechen und waren sichtlich zufrieden und guter Laune.

In der letzten halben Stunde ließen es beide Teams langsamer angehen. Hagen konnte nicht, der HSC wollte die „0“ stehen haben – was bei der bislang schwächsten Defensivausbeute der Oberliga Westfalen auch mehr als verständlich ist. So bleib es beim 5:0 – und einem guten Start in 2022.

Zwei weitere Debütanten mit ordentlichem Spiel

Zwei Spieler liefen das erste Mal am Sonntag im blauen Dress der Holzwickeder auf. Pjetr Radojcic (TuS Bövinghausen) und Patrick Fischer (BV Lünen) machten ihre Sache sehr ordentlich. Aufgrund von Verletzungen konnte Matthias Göke, Neuzugang vom Lüner SV, noch nicht auflaufen. Auch Matthieu Bengsch ist weiterhin angeschlagen. Und auch Leon Gensicke braucht noch einige Zeit. In jedem Fall zeigt sich eines: Der HSC hat personelle Alternativen, die einiges an Qualität mitbringen. Wertvolle Einsatzzeit bekam auch Philipp Schmidt. Aufgrund einiger Verletzungen hatte er häufiger in der U23 des HSC in der Bezirksliga gespielt. Er gehört allerdings zum Kader der Ersten.

Nächsten Sonntag Pause für den HSC – die weiteren Testspiele im Überblick

Am kommenden Wochenende bestreitet der HSC kein Testspiel. Weiter geht es am Dienstag, 25. Januar, um 20 Uhr im Montanhydraulik-Stadion gegen den aktuellen Tabellenzweiten der Landesliga 1, der Reserve von Drittligist SC Verl. Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz der Haarstrang-Sportanlage Opherdicke. Am Sonntag, 30. Januar, um 14.30 Uhr im Montanhydraulik-Stadion testet der HSC gegen den Westfalenligisten SC Neheim. Am Sonntag, 6. Februar, muss der HSC im Halbfinale des Krombacher Kreispokals beim Zweiten der Bezirksliga 8, den SSV Mühlhausen-Uelzen, antreten. Das erste Meisterschaftsspiel in der Oberliga geht am Sonntag, 20. Februar, um 15 Uhr bei Westfalia Rhynern über die Bühne.

 HSC: Simon, Fischer, Delija, Duwe, Schultze, Seongsun You, Radojcic, Böcker, Majewski, Ivancic, Arenz. Eingewechselt: Torhüter Dißelhoff (ab der 65. Minute für Simon), Gödde, Illic,  Busemann, Jusufi, Schmidt.
Tore: 0:1 Ivancic (20.), 0:2 Schultze (38.), 0:3 Böcker (40.), 0:4 Böcker (53.), 0:5 Arenz (57.)
Schiedsrichter: Björn Martin (SC Berchum/Garenfeld)
Zuschauer: 80.

Bildzeile: HSC-Neuzugang Seongsun You (Mitte) kann sich iin dieser Szene in einem Zweikampf durchsetzen.

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