HSC-Lazarett füllt sich – trotzdem soll gegen BSV Schüren erstes Liga-Erfolgserlebnis eingefahren werden

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Fußball, Westfalenliga 2: BSV Schüren – Holzwickeder SC (Sonntag, 28. August, 15.30 Uhr, Kunstrasenplatz an der Schürener Straße 47a, Dortmund-Schüren). „Ich glaub‘, es geht schon wieder los. Das darf doch wohl nicht wahr sein“, schmetterte der Schlagerbarde Roland Kaiser einst in sein Mikro. Diesen Ohrwurm bekommt HSC Co-Trainer Hamza El Hamdi in diesen Tagen nicht aus seinem Gehörgang. Mindestens acht Spieler stehen am Sonntag beim Derby gegen den BSV Schüren nicht zur Verfügung. Björn Gödde (Aufbautraining), Pjer Radojcic (Adduktorenzerrung), Nick Adamski (Kreuzbandriss), Moritz Müller (Schulterverletzung), Damjan Ilic (Knieverletzung), Eduardo Hiller (Knöchelverletzung), Dean Müsse (Urlaub) und der Ex-Schürener Branco Vasic (Kreuzbandriss) bilden ein Lazarett, das sich aktuell von Spiel zu Spiel füllt. Gemeinsam mit den beiden Niederlagen in Brünninghausen (3:4) und zuhause gegen den SV Sodingen (0:1) bildet die Verletztenserie eine ähnlich gefährliche Parallele zur letzten Oberliga-Spielzeit, die bekanntlich trotz tollen Endspurts zum Abstieg führte.

So hätte sich Oberliga-Absteiger Holzwickeder SC den Saisonauftakt nach einer eigentlich sehr ordentlichen Vorbereitung nicht vorgestellt. Überhaupt sind aktuell nur fünf Teams der Westfalenligen noch punktlos. Immerhin gab es eine gute Leistung in der 2. Runde des Westfalenpokals am Mittwoch beim 1:2 gegen den ambitionierten Oberligisten FC Gütersloh. Der Lernprozess, den Co-Trainer Hamza El Hamdi auch gerne „Pfad des Leidens“ nennt, ist in vollem Gange. Damit daraus keine Abwärtsspirale entsteht und ein schwacher Start wie in der letztjährigen Oberliga-Spielzeit, muss im Derby beim BSV Schüren unbedingt ein Erfolgserlebnis her.

Emotionales Derby erwartet

Gegenüber unserer Redaktion meinte Hamza El Hamdi: „Viele Spieler beider Teams kennen sich. Hier spielen auch viele Freunde gegeneinander. Es wird also ein sehr intensives, hart umkämpftes Spiel werden.“ Unter anderem spielen auch zwei Ex HSCer-beim BSV: Lavdrim Jusufi und René Richter. Aufpassen müssen die HSCer auf den Ex-U23-Borussen, Arif Et, der von der IG Bönen nach Schüren gewechselt ist. Gerade dessen Standards sind brandgefährlich.

Spiel der Tabellennachbarn

Beim Hecker-Cup im Sommer trafen der BSC und der HSC bereits aufeinander. Mit 5:6 nach Elfmeterschießen (der Holzwickeder Andreas Spais hatte verschossen) hatten die gerne in grünen Trikots auflaufenden Dortmunder damals im Viertelfinale das bessere Ende für sich. Doch auch wie der HSC versemmelte das Team von Trainer Dimitrios Kalpakidis den Saisonstart. Als 13. hat Schüren ein Pünktchen mehr als der punktlose Holzwickeder SC (14.) – hat es aber „geschafft“, noch kein Tor zu erzielen. Der HSC kommt auf eine Tordifferenz von 3:5-Treffern – Schüren auf 0:3. Zuletzt unterlag der BSV am vergangenen Sonntag bei Westfalia Herne mit 0:3.

Statistik spricht für den HSC

Das 5:6 im Hecker-Cup nach Elfmeterschießen gegen Schüren war die einzige Niederlage der letzten Jahre aus Sicht des HSC. Zuhause siegte der HSC mit 3:2 (27. Juli 2021), 5:0 (4. April 2019), 3:0 (18. Juli 2018) und erneut 3:0 (10. Juli 2016).

Benjamin Hartlieb wieder „Chef an der Linie“

Für den HSC wieder an der Linie verantwortlich stehen wird nach seinem wohlverdienten Italienurlaub Cheftrainer und Sportdirektor Benjamin Hartlieb. Die Vorbereitung unter der Woche hatten allerdings noch Hamza El Hamid und Damian Grauer übernommen.

Schiedsrichter drückt Spiel „Stempel“ auf

Damit das erwartete, emotionale Derby ordnungsgemäß über die Bühne geht, hat der Verband Björn Stempel eingesetzt. Der pfeift für den SV Eintracht Grumme.

Bildzeile: Bei Hecker-Cup vor wenigen Wochen hatte der BSV Schüren durch ein 6:5 im Elfmeterschießen gegen den Holzwickeder SC die Nase vorn (unser Foto) und war ins Halbfinale eingezogen. Am Ende wurden die Dortmunder dort Vierter.

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