HSC gegen Herbstmeister FC Brünninghausen nur krasser Außenseiter

Fußball, Westfalenliga 2: Holzwickeder SC – FC Brüninghausen (So. 4.30 Uhr, Montanhydraulik-Stadion, Jahnstraße 7, Holzwickede). Mit 2:0 und zwei Treffern von Andreas Spais führte der HSC beim ersten Saisonspiel beim sonntäglichen Gegner aus Brünninghausen bereits – um dann am Ende doch noch mit 3:4 den Kürzeren zu ziehen. Inzwischen gehen die Leistungs- und Ergebniskurve komplett auseinander. Der FCB steht mit 39 Punkten satte 21 Zähler auf dem Platz an der Sonne in der Westfalenliga 2 und wurde am letzten Sonntag durch ein 3:0 gegen Westfalia Herne verdienter Herbstmeister. Der Oberliga-Absteiger aus Holzwickede rangiert dagegen auf dem achten Rang (18 Punkte) und nur noch vier Pünktchen vor dem ersten Abstiegsplatz entfernt. Damit ist die Favoritenrolle im „kleinen Derby“ klar an die Sportkameraden Broda (Torhüter), Brümmer, Wieczorek, Lennertz und Co. verteilt    

Kleiner FCB aus Dortmund macht es dem großen FCB aus der Bundesliga nach

Der FC Brünninghausen reitet auf einer Erfolgswelle und verließ den Platz in den letzten vier Spielen als Sieger. Die Angriffsreihe der Dortmunder Gäste lehrte ihre Gegner in aller Regelmäßigkeit das Fürchten, was die 33 geschossenen Tore eindrucksvoll unter Beweis stellen. Damit erzielt der FCB im Schnitt mehr als zwei Treffer pro Match. Nur zweimal gab sich der FC Brünninghausen bisher geschlagen. Mit vier Siegen in Folge ist der FC Brünninghausen zudem so etwas wie die „Mannschaft der Stunde“. Nach dem jüngsten 3:0-Erfolg gegen Herne lobte Brünninghausens Coach Rafik Halim seine Mannen: „Kompliment an die Mannschaft für diese wahnsinnige Hinrunde. Da kann man stolz drauf sein. Hut ab vor dieser Leistung. Das alles sollte Lust und Gier auf mehr machen!“ Konkret bedeutet das: Brünninghausen möchte seine Tabellenführung vor Türkspor Dortmund ins neue Jahr mitnehmen, was psychologisch ein ganz wichtiger Punkt für den weiteren Saisonverlauf sein kann.

Statistik spricht klare Sprache – und da liegt der HSC vorne

Geht es nach der Bilanz der letzten zehn Spiele, müsste der HSC eigentlich in der Favoritenrolle sein. Die Statistik weist in den letzten zehn Begegnungen sieben Siege für den HSC, zwei Remis und eben eine Niederlage, das 3:4 aus der Hinrunde, aus. Auch beim traditionellen Hecker-Cup in Aplerbeck lag der HSC in den letzten Jahren zumeist vorn.

Doch da gibt es leider auch die andere Statistik, die Saisonbilanz. Die bisherige Ausbeute des HSC nach der Hinrunde: fünf Siege, drei Unentschieden und sieben Niederlagen. Seit sieben Spielen ist der HSC ohne Sieg. Den letzten Dreier gab es am 2. Oktober beim 2:1 im Heimspiel gegen den SC Neheim. Höchste Eisenbahn also, wieder mal die volle Punktezahl zu erkämpfen.

Personell ein wenig Entspannung – Brünninghausen-Schreck Andreas Spais will wieder für Tore sorgen

Nach seinem grippalen Effekt wird Chefcoach Benjamin Hartlieb wieder an der Linie stehen. Rückenwind für das Top-Spiel gegen den FCB und den weiteren Saisonverlauf sowie ein Zeichen für die Zukunft sollte auch die Vertragsverlängerung mit ihm und die laufenden Gespräche mit dem restlichen Trainerteam geben. Der HSC setzt hier auf Kontinuität.

Andreas Spais erzielte zwei Treffer für den HSC im Hinspiel und avancierte damit zum Brünninghausen-Schreck. Er wird genauso dabei sein wie HSC-Top-Torjäger Andres Gerardo Gomez Dimas. Gegen Obercastrop hatte er sich mit dem Toreschießen trotz bester Einschussmöglichkeiten noch zurückgehalten – jetzt will der gebürtige Kolumbianer endlich wieder treffen. Nicht dabei sein kann weiter nach seiner Oberschenkelverletzung Dondre Robinson. Wieder auflaufen werden aber der Australier Connor McLeod. Und auch der für seine Standards durch Ecken und Freistößen brandgefährliche Finn Jona Heinings wird mit von der Partie sein und die Offensive mächtig unterstützen.

Derby-Zeit – und auch das Umfeld „stimmt“ mit Festtagsbraten, Tippspiel und einem Blick auf den neuen Wintergarten

Der HSC hofft bei diesem Match auf einen großen Zuschauerzuspruch – und weitaus mehr als die 82 Fans am letzten Sonntag im Heimspiel gegen Obercastrop. Der HSC und das Ballhaus-Team wollen das letzte Heimspiel noch mal besonders machen. So gibt es neben den üblichen Stadionwürstchen und Pommes dieses Mal auch einen Krustenbraten von Ballhaus-Wirt Torsten „Toto“ Potyka. Wer Fußballexperte ist, kann bei „Kiki“ das richtige Ergebnisse tippen. Und auch das neue Bauwerk im Stadion wird Blicke auf sich ziehen: der Wintergartenanbau des Ballhaus, architektonisch schon besonders.

Schiedsrichter aus Ostwestfalen   

Benno Verhaag vom FC Gütersloh heißt der Unparteiische, der die letzte Begegnung des HSC in diesem Jahr leitet. Im Hauptberuf ist er Projektleiter bei einem bekannten Haushalts- und Gewerbegeräte-Hersteller aus Gütersloh. Ein HSC-Spiel hat er zuletzt nicht geleitet.

Bildzeile: Das Hinspiel in Brünninghausen im August (unser Foto), war beim 3:4 aus Sicht des HSC hart umkämpft. Die Holzwickeder konnten dabei einen zwei Tore-Vorsprung nicht über die Ziellinie bringen.

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