HC TuRa zeigt in Mennighüffen ein Zeichen für guten Oberliga-Handball

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Handball, Oberliga-Abstiegsrunde: VfL Mennighüffen – HC TuRa Bergkamen 27:24 (12:14). Diese Niederlage beim Tabellenführer der Abstiegsrunde tat nicht mehr weh. Vielmehr hat man ein Zeichen gesetzt, dass man doch guten Oberliga-Handball spielen kann. TuRa war ja schon vorher nach der 22:24-Heimniederlage gegen Brake abgestiegen. Aber, hätte man gegen Brake oder auch schon vorher gegen andere vermeintlich schwächere Teams solche Leistungen geboten wie am Sonntag in Mennighüffen, hätte TuRa durchaus den Abstieg vermeiden können. Diese Leistungsunterschiede bereiten den TuRa-Trainern nach wie vor Kopfzerbrechen.

In Mennighüffen zeigte sich das Bergkamener Team wieder von der besseren Seite. Es wurde guter Handball gespielt und die Partie (fast) bis zum Ende offen gehalten. In der 54. Minute markierte David Honerkamp das 22:23, doch dann fehlten offensichtlich die Körner und man musste sich „mit drei“ geschlagen geben. Selbst der Trainer von Menninghüffen lobte den TuRa-Auftritt. „Dafür dass ihr abgestiegen seid, habt ihr uns das Leben noch richtig schwer gemacht“, seine Aussage.

Nach einer Niederlage sah es, wie gesagt, lange nicht aus. Nach 22 Minuten brachte Pascal Terbeck seine Mannschaft 12:7 in Front. 14:12 hieß es zur Halbzeit. Kevin Saarbeck erhöhte nach der Pause sogar auf 15:12 (33.). Bis zum 17:17 (43.) war die Rycharski-Truppe mit dem Favoriten auf Augenhöhe. Erst in den letzten fünf Minuten bog Menninghüffen auf die Siegerstraße ein.

TuRa-Trainer Thomas Rycharski: Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, haben mit der 6:0-Deckung gut agiert und sind aggressiv aufgetreten. Wir konnten uns auf fünf Tore absetzen. Zur Halbzeit lagen wir auch noch vorne. Wenn wir abgezockter aufgetreten wären, hätten wir zur Halbzeit auch noch höher führen können. Bis zur 45 Minute haben wir gut gespielt, aber dann fehlen die Körner, es kamen Fehlwürfe und Fehler. Mennighüffen, sicher auch von der Qualität besser als andere Gegner, hat das gnadenlos ausgenutzt. Wir verwarfen auch noch zwei Siebenmeter. Dann ist es das auch nicht einfach, aus Mennighüffen was mitzunehmen. Die Mannschaft hat heute gekämpft, gebissen. Es war ein Zeichen, dass die Jungs auch Handball spielen können und wollen. Diese unterschiedlichen Leistungen. Das ist das, was uns Trainer so viel Kopfzerbrechen bereitet. Warum geht das gegen solche Mannschaften und nicht gegen Isselhorst oder Brake? Oder vorher auch schon gegen Ferndorf II und Haltern, wo wir auch entscheidende Spiele verloren haben?. Das muss man einfach hinterfragen.

HC TuRa: Walter, Nowaczyk 1, Roßfeld 6, Terbeck 2, Hoppe 8, Webers, Trost 1, Domanski 1, Honerkamp 1, Wefing 3, Rotert, Saarbeck 1.

Bildzeile: TuRa-Trainer Thomas Rycharski bescheinigte seiner Mannschaft eine gute Leistung in Mennighüffen. „Warum nicht immer so“, seine Frage.

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