Hart geführtes Derby endet mit einem 3:1-Erfolg des HSC

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Fußball, A-Junioren Bezirksliga 4: Holzwickeder SC – SuS Kaiserau 3:1 (2:0).
Nach dem durch die 1:2-Heimniederlage wohl verpassten Landesliga-Aufstieg vor 14 Tagen gegen die SpVg Beckum hatten die A-Junioren des Holzwickeder SC am Sonntagmittag endlich wieder etwas zu lachen und zu singen. „Derbysieger, Derbysieger“, erklang es nach Abpfiff durch Schiedsrichter Andreas Lehmkuhl (Fröndenberg) und dem damit besiegelten 3:1-Erfolg des HSC gegen den SuS Kaiserau auf der Opherdicker Haarstrang-Sportanlage.

Zuvor hatte es ein Spiel zwischen Holzwickede und Kaiserau gegeben, das von großer Härte und viel Diskussionsfreudigkeit hüben wie drüben geprägt war. Der Unparteiische Andreas Lehmkuhl zückte dann auch insgesamt sieben gelbe Karten und sprach drei fünf-Minuten-Strafen aus. Auch wenn viele seiner Entscheidungen nicht unbedingt immer der Meinung und Sichtweise der Offiziellen beider Teams fanden, so zeigte Lehmkuhl doch Sportgeist. Bei den Zeitstrafen hätte er durchaus auch auf Gelb-Rot oder Rot entscheiden können – aber es hätten eben Spielsperren gedroht. So war es schon okay, wie der Referee handelte, der übrigens ohne Gespann pfiff – es war eben auch ein Derby.

Frühe HSC-Führung durch Nico Stender

Bereits in der 13. Minute musste Kaiseraus Keeper Jacob Quinna das erste Mal hinter sich greifen. Nico Stander hatte zwei Kaiserauer „ausgetanzt“ und eingeschoben. Mehmet Akman, der gegen Beckum noch reihenweise beste Chancen vergeben hatte, fand endlich seine Torgefährlichkeit zurück. Sein 2:0 in der 40. Minute nach Freistoßflanke war auch der Halbzeitstand.

Der SuS kam wie verwandelt aus der Pause zurück. Linus Hagedorn und Justin Körner hatten direkt nach der Pause gute Chancen, den Ausgleichstreffer zu erzielen. Für den Anschlusstreffer aber musste erst ein Elfmeter her. Michele Teofilo hinderte seinen Gegenspieler durch Halten und einen Kontakt am Fuß vom Tor ab – dafür gab es eine Zeitstrafe und eben Elfmeter. Henrik Dißelhoff im Holzwickeder Kasten war am Schuss von Mamadou Sadjo Diallo noch dran, dennoch rutschte er über die Linie (62.).

Eingewechselter Will Ruppert macht in der Nachspielzeit den Deckel drauf

In der Folge aber gab es wieder einen Bruch im Spiel der Gäste. Es gab nur noch wenige, echte Chancen. Stattdessen gab es hüben wie drüben „was auf die Schienbeinschoner“ und muntere Gespräche zwischen allen. Der früh für Nick Adamski in der 37. Minute eingewechselte Will Ruppert machte dann sportlich den Deckel drauf: Sein Schuss aus dem Getümmel heraus in der dritten Minute der Nachspielzeit bedeutete den 3:1-Endstand.

Faire Aktion von TIU Rünthe Betreuer neben der Außenlinie – Hilfe für Tyler Wise

Abseits des Platzes, hinter der Außenlinie, gab es fünf Minuten vor Schluss eine bemerkenswerte Aktion. Der für Holzwickede kurz zuvor ins Spiel gekommene Australier Tyler Wise hatte sich eine Zerrung in der Wade zugezogen und lag genau auf der anderen Platzseite, so dass die Trainer und Betreuer des HSC die Situation nicht richtig einschätzen konnte. Ein Betreuer von TIU Rünthe, die später das folgende Spiel gegen die Dritte des HSC spielen sollten, behandelte den jungen Holzwickeder Spieler sofort. Eben echter Sportgeist und Fairness!

HSC: Dißelhoff, Kubisak, Busemann, Adamski (37. Ruppert), Teofilo, Damian Hoffmann, Stender,  Rebbert (65. Renka), Akman, Haase (46. Havixbeck), Paul .
Kaiserau: Quinna, Ende,Köhler, Schubert, Diallo, Hagemann, Körner, Dogan (62. Hennecke), Gießmann, Waschescio, Jawad Ali (79. Inkmann).
Tore: 1:0 Stender (13.), 2:0 Akman (40.), 2:1 Diallo (62., FE), 3:1 Ruppert (90.+3).
Schiedsrichter: Andreas Lehmkuhl (Fröndenberg)

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