Fußball-Kreisliga A: „Zerstückelter“ erster Spieltag – Rückblick

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Fußball: „Zerstückelt“ lief der erste Spieltag in der Kreisliga A ab. Los ging es am Donnerstag in der A2 mit der Partie FC Overberge – GS Cappenberg, die die Gäste mit 2:1 siegreich gestalten konnten (wir berichteten). Am Freitag gewann der SV Bausenhagen „auf der Alm“ 2:0 gegen SuS Kaiserau II (wir berichteten). Komplettiert wurde der Spieltag am gestrigen Mittwoch an der Langscheder Ruhrbrücke, wo sich Gastgeber SVL und Aufsteiger TuS Niederaden 3:3 trennten (wir berichteten).

Erstmals nach seiner Umgruppierung ging der SV Frömern in der Kreisliga A1 bei Eintracht Werne an den Start. Paul Homann, Julius Meierjohann und Samuel Peixoto legten nach einer halben Stunde drei Tore vor zum 3:1. Werne drehte die Partie zum 4:3, doch erneut Peixoto glich zum 4:4 aus. Am Ende entschied ein Werner Doppelschlag in Minute 86 und 89 noch für den Werner 6:4-Sieg. Pech für Frömern, dass der Schiedsrichter ein klares Handspiel eines Werner Spielers übersah und nicht den eigentlich fälligen Elfer gab. Da stand es noch 4:4. Für SVF-Coach Adrian Ruzok war es ein schwacher Trost, dass man mit der Topmannschaft Werne mithalten konnte.

Bei der IG Bönen gilt jetzt allein das Interesse der zweiten Mannschaft, die von Trainer Gültekin Ciftci betreut wird. Die musste sich zum Auftakt dem TuS Uentro, einem der Meisterschaftsfavoriten, im Schulzentrum mit 1:4 geschlagen geben. Enes Yavuz konnte den Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:3 herstellen (80.). Vom Kader der ehemaligen ersten Mannschaft steht wie berichtet kein Spieler zur Verfügung. Evren Karka, zuletzt Co-Trainer der Ersten, hilft dagegen in der Reserve aus.

Cengiz Güner, Trainer der SpV Bönen, hatte mit Kevin Garske, Onur Demiroglu, Batuhan Gür und Sametcan Ersan vier Neuzugänge für die Startelf gegen FC Pelkum aufgeboten und wollte mit drei Punkten starten. Wunschdenken, es kam anders. Pelkum gewann 2:0 und nahm die drei Zähler vom Rehbusch mit. Die Entscheidung mit dem Pelikumer 2:0 fiel in der Nachspielzeit.

Mit einem Schützenfest endete das Kamener Derby an der Heerener Straße. Gastgeber BSV Heeren bekam eine 8:0-Klatsche gegen den Kamener SC. Anfänglich konnte der BSV noch mithalten, doch nach dem 2:0 durch Kamens Canel Can war Heeren „von der Rolle“ und kassierte noch in regelmäßigen Abständen sechs weitere Treffer. „Desolat“, nannte BSV-Trainer Christoph Golombek den Auftritt seiner Mannschaft. Kein Zweikampfverhalten, keine Laufbereitschaft, man ließ alles vermissen. Anders der KSC, der laut Geschäftsführer Bernd Schimanski auch in der Höhe verdient siegte. Neuzugang Nico Zebrowski traf vierfach, in der zweiten Halbzeit machte er binnen 20 Minuten er einen Hattrick perfekt.

Eine schwache erste Halbzeit legte der SuS Oberaden in Bork hin. Die Quittung: Ein 1:2-Rückstand. SuS-Trainer Birol Dereli reagierte in der Pause, stellte um und es wurde in den zweiten 45 Minuten wesentlich besser. Binnen zwölf Minuten war die Partie zum 4:2 gedreht am Ende stand es nach sehenswerten Toren noch deutlich 6:2.

Bildzeile: Mit einem 2:1-Sieg nahm RW Unna die Hürde im Billmericher Waldstadion.

An das Stadtduell am Sonntag im Billmericher Waldstadion werden sich zwei Spieler wahrscheinlich sehr ungern erinnern. Billmerichs Bent Schmidt zog sich bei einem Luftduell eine Platzwunde am Kopf zu, musste ins Krankenhaus gebracht und genäht werden. Später folgte ihm auch Levin Overhage von RWU nach einem Foulspiel. Die erste Diagnose: Gebrochenes Sprunggelenk und gerissene Bänder. Tore fielen aber auch. Schon nach sieben Minuten traf Jonas Eckhoff zum 1:0 für BR Billmerich. Noch vor der Pause glich Matthias Lage aus und Jonas Appelhoff machte nach einer halben Stunde den 2:1-Endstand für RW Unna perfekt.

Drei Tore von Spielertrainer Manuel Stiepermann bescherten seiner U23 des SSV Mühlhausen-Uelzen einen 6:2-Heimsieg im Mühlbachstadion gegen den TSC Kamen. Ausdruck von Spielfluss, viel Ballbesitz und vielen Torchancen. Beim SSV war man zufrieden. Weniger verständlicherweise der TSC, der sich mit seiner Mannschaft weiter im Findungsprozess befindet. Auffällig bei der Mannschaft, die mit einigen Altherrenspielern spielt, dass sehr schnell der Akku leer war.

Trainer Dominik Ciernioch, Trainer von Westfalia Wethmar II, war trotz der 1:3-Heimniederlage gegen Bergkamen nicht unzufrieden. „Ich kann unseren Jungs nur ein dickes Lob zollen. Es hat fast alles gestimmt: Intensität, Wille, Leidenschaft – nur das Ergebnis ist natürlich bescheiden. Trotz der Niederlage war das ein richtig starker Auftritt und ein echter Schritt in die richtige Richtung.“
Niklas Pella brachte Wethmar nach zwei Minuten 1:0 in Führung, doch Elyesa Dumanli glich schon zwei Minuten später zum 1:1 für den FC TuRa Bergkamen aus. Hasan Kopar zeichnete für das 2:1 verantwortlich und Denis Akyol machte in der vorletzten Spielminute mit dem 3:1 alles klar für die TuRaner. TuRa-Coach Chris Brügmann sprach am Ende von einem Arbeitssieg.

Bildzeile: Evren Karka (2.v.li.), zuletzt Co-Trainer der ersten Mannschaft, lief für die IG Bönen II auf, konnte die 1:4-Heimniederlage gegen Uentrop aber auch nicht verhindrn.

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