Fußball-Bezirksliga: Rückblick auf den 1. Spieltag

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Fußball: Freud und Leid gleich am ersten Spieltag bei den heimischen Bezirksligisten. Während der SSV Mühlhausen-Uelzen nach dem 5:2-Derbysieg obenauf war und auch der VfL Kamen frohlockte, war die Stimmung bei den Verlierern Holzwickeder SC U23 und SG Massen verständlicherweise mau.

Ratlosigkeit im Lager der U23 des Holzwickeder SC. Was waren die Ursachen für diese hohe 1:6-Heimniederlage zum Saisonauftakt gegen BW Alstedde? Alles wolle man sich noch einmal anschauen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen, so ließ sich HSC-Trainer Claas Hoffmann nach Spielschluss ein. Nach 15 Minuten stand es schon 0:4 – wobei das letzte Tor durch Kevin Schröder ein Eigentor war. Daniel Sandu sah zu allem Unglück noch Rot nach einer Tätlichkeit (28.). Der Auftritt erinnerte ganz stark an die Startphase der Mannschaft in der letzten Spielzeit, wo der HSC in eine Negativspirale geriet und lange um den Klassenerhalt kämpfte. Das 1:6 bedeutete den vorletzten Tabellenplatz am 1. Spieltag.

Bildzeile: Nur zwei Mal ließ SSV-Torhüter Robin Mesewinkel-Risse von Massen überwinden. Seine Vorderleute setzten fünf Tore dagegen.

Das Torjägerduell David Bernsdorf gegen Connor O’Reilly ging klar den den Mühlhausener. Er traf drei Mal, der Massener ging dagegen leer aus. Bernsdorf war es auch, der damit auch das Unnaer Stadtduell SSV Mühlhausen-Uelzen SG Massen fast alleine entschied. Seine drei Treffer und zwei Mal Jona Deifuß bedeuteten am Ende einen 5:2-Sieg. Die Gastgeber waren über die 90 Minuten gesehen auch spielerisch das bessere Team. Die Entscheidung zeichnete sich schon nach knapp einer halben Stunde ab, als Bernsdorf binnen zwei Minuten für einen 2:0-Vorsprung sorgte. SGM spielte anfänglich mit, aber das 0:2 hinterließ nachhaltig Spuren und eine Wende tat sich nicht mehr auf. SSV-Trainer Tuncay Sönmez war stolz auf den Derbyerfolg, während sein Gegenüber Marco Köhler gar von einer Lehrstunde sprach. Sonntag geht es weiter für den SSV beim TuS Eichlinghofen, während Massen an der Sonnenschule Neuling Eving Selimiye Spor empfängt

Aufsteiger VfL Kamen machte im ersten Saisonspiel in der Bezirksliga 7 da weiter, wo er in der Vorbereitung aufgehört hatte. Er siegte – und das 3:1 gegen TuS Freckenhorst, dem letztjährigen Vizemeister. Auf das gesamte Spiel bezogen ein verdienter Dreier. Und das ohne Ex-Profi Mehmet Kara sowie 74 Minuten ohne Torjäger Engin Duman. Beide hatten nach ihrem Urlaub noch Trainingsrückstand. Dafür taten sich vor allem die Youngster Abdulhai Aljouk und Nico Kollakowski hervor. Ein Manko: Mehmet Dikmen ermöglichte Freckenhorst mit einem katastrophalen Rückpass den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Nach einer Stunde dezimierte sich Freckenhorst, als der Unparteiische ein Foul an VfL-Keeper David Hellebrandt mit Rot ahndete. Am Sonntag tritt der VfL beim TuS SG Oestinghausen, der zum Start 0:5 in Heessen verlor.

Ein paar Sekunden haben TuS Westfalia Wethmar zum Auftakterfolg gefehlt. Bis tief in die Nachspielzeit führten die Grün-Weißen gegen den Geisecker SV mit 2:1, ehe Geiseckes Tim Finkhaus die Westfalia ins Mark traf und es hieß am Ende 2:2. „Aufgrund vieler Ausfälle – zehn an der Zahl, davon sieben potentielle Stammspieler – hätten wir den Punkt vor dem Spiel sofort unterschrieben“, zog Westfalia-Trainer Steven Koch trotz des unglücklichen Ausgleichstreffers ein zufriedenstellendes Fazit, fühlte sich bei beiden Gegentoren allerdings vom Schiedsrichter benachteiligt.

Bildzeile: Geglückter Start für den VfL Kamen in die Bezirksliga 7. 3:1 besiegte man den letztjährigen Vizemeister TuS Freckenhorst. Im Bild kann die VfL-Abwehr per Kopfball Torgefahr abwenden.

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