Ersatzgeschwächte Kaiserauer schießen vier Tore, kassieren aber auch fünf

Fußball, Landesliga 3: BW Langenbochum – SuS Kaiserau 5:4 (3:3). Punktemäßig kein guter Start in das neue Jahr für den SuS Kaiserau. Das fing schon vor dem Anpfiff bei der Aufstellung an. Einige Stammspieler standen nicht auf dem Platz und kurzfristig fielen auch noch Robin Pfahl und Lukas Manka aus. Immerhin vier Treffer erzielte der heimische Landesligist. Normalerweise hätte das für ein besseres Ergebnis reichen müssen. Das war nicht der Fall, denn man kassierte im Nachholspiel im Sportzentrum Herten-Nord am Sonntag einen Gegentreffer mehr – und das fünf Minuten vor dem Abpfiff. Absolut enttäuschend!

In dieser 85. Minute flog ein Freistoß vor das Kaiserauer Tor, wurde verlängert. Die SuS-Abwehr stand nicht richtig zum Ball, konnte nicht klären und so den fünften Gegentreffer nicht verhindern. 5:4, das Spiel war verloren. Gemessen am Spielverlauf und an den Chancen wäre ein Remis der gerechtere Spielausgang gewesen. Doch die sich für die Gäste bietenden Kontermöglichkeiten wurden trotz der vier Tore nicht konsequent genug genutzt. Beim Stande von 3:2 war das 4:2 möglich. Auch Volkan Yildirim hatte das 4:3 auf dem Fuß. Eine Hereingabe von Timo Milcarek erreichte den eingewechselten Marvin Schuster, doch der scheiterte aus vier Metern an dem gut reagierenden Torhüter der Gastgeber. Milcarek wurde bei einem weiteren Konter im Langenbochumer Sechzehner umgestoßen, was auch einen Elfer zur Folge hätte haben können. Am Ende waren die drei Zähler futsch.

Eigentlich begann es gut für die Schwarz-Gelben: Marcel Friede sorgte für das 0:1 und Barry legte zwei Treffer zum zwischenzeitlich 1:3 nach. Doch diesen Vorsprung gab man wieder her und musste sich bis zur Halbzeit mit einem 3:3 begnügen. Drei Minuten nach der Pause konnte SuS-Schlussmann Lukas Beßmann das 4:3 für die Gastgeber nicht verhindern. Kaiserau zeigte Moral, glich in  Person von Marvin Schuster zum 4:4 aus, der seinen 17. Saisontreffer markierte. Danach stand die Kaiserauer Abwehr eigentlich besser, ließ zunächst nichts mehr zu. Bis auf die verhängnisvolle 85. Minute, wo Langenbochum zum 5:4 kam. Enttäuschend!

SuS-Trainer Jörg Lange: “Verschenke Punkte”

SuS-Trainer Jörg Lange: Das waren auf jeden Fall heute verschenkte Punkte. Aufgrund der Chancenverhältnisse wäre ein Remis für beide Mannschaften angemessen gewesen.  Natürlich hatten wir bei der 3:1-Führung und einem 5:4 die Chance gehabt, die Konter besser abzuschließen und alle drei Punkte einzufahren. Vertan. Wir haben es es an einigen Stellen auch zu naiv verteidigt. Und dann darf man sich bei fünf Gegentoren am Ende nicht wundern, wenn man mit leeren Händen da steht. Was Einsatz- und Spielfreude angeht, kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat sich nach hinten heraus nicht aufgegeben. Wir haben vieles auch gut gemacht, auch nach vorne hin. Vier Tore sind ein Wort auswärts, aber fünf Gegentore sind einfach zu viele. Man kann in der Offensive keine hundert Prozentquote haben, aber wir müssen dringend daran arbeiten, in der Abwehr konzentrierter zu werden. Wir haben dem Gegner die Tore hergeschenkt, weil wir teilweise zu naiv und zu nachlässig waren. Personell mehr Zahnfleisch geht allerdings nicht.  Deshalb ist es umso ärgerlicher, dass die Mannschaft sich für ihren aufopferungsvollen Kampf nicht belohnt hat.

SuS: Beßmann, Schmidt (58. Abdou), Steffen, L. Schuster, Barry (46. M. Schuster), Hülsmann (1. Stender), Stöwe, Schulz, Yildirim (87. Kowalski, Friede, T. Milcarek.
Tore: 0:1 (8.) Friede, 1:1 (10.) Matena, 1:2 (15.) Barry, 1:3 (20.) Barry, 2:3 (32.) Matena, 3:3 (40.) Aussem, 4:3 (48.) Sialo, 4:4 (61.) M. Schuster, 5:4 (85.) Siala.

Bildzeile: Alhusain Barry war zweifacher Kaiserauer Torschütze in Langenbochum.

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