Eine zweite Halbzeit zum Vergessen: HSC U23 verliert 1:3 – Tacheles nach Spielschluss

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Fußball-Testspiel: FC Hellas Makedonikos Hagen – U23 Holzwickeder SC 3:1 (1:1). Was sich die U23 des Holzwickeder SC für die zweite Halbzeit vorgenommen oder gedacht hatte, wird wohl auf ewig Geheimnis der Truppe bleiben. Mit Anweisungen der Trainer Claas Hoffmann und des neuen „Co“, Marcel Böhme oder gar gepflegtem Fußball hatte das recht wenig zu tun. Konnte man die ersten 45 Minuten noch ganz okay ausgeglichen mit 1:1 entscheiden, zeigte sich in der zweiten Halbzeit, dass noch ganz viel Arbeit jedes Einzelnen und der Mannschaft vonnöten ist, um den Bezirksliga-Abstieg angesichts eines satten zehn Punkte-Rückstands noch zu vermeiden ist.

Und so gab es auch direkt nach Anpfiff eine zehnminütige Ansprache direkt auf dem Platz in Hagen, die sich gewaschen hatte. Es fehlt an vielem – leider auch an Disziplin auf und abseits des Platzes, zum Beispiel beim Training.

Bildzeile: Marcel Böhme (vorne) ist neuer Co-Trainer bei der U23 des Holzwickeder SC. Er unterstützt Cheftrainer Claas Hofmann (hinten). Böhme ersetzt Claudio Marzolla, der jetzt Trainer der Dritten des HSC ist. Böhme bleibt weiterhin auch Trainer der Frauenmannschaft des Holzwickeder SC.

Doch von Beginn an. „Wir hatten den Gegner in der ersten Hälfte eigentlich gut in Griff. Wir hatten die besseren Chancen, die Grundordnung stimmte und wir haben einfachen Fußball gespielt“, bilanzierte Coach Claas Hoffmann nach Abpfiff. Bereits nach fünf Minuten traf Jan Hoppe zur frühen Führung gegen einen Gegner, der in der Bezirksliga 6 Hagen auf dem zehnten Platz steht und einige gute Techniker in seinen Reihen hat. Von einem jener Dribbelkünstler wird die HSC-Defensive in der Nacht nach dem Spiel wohl träumen. Georgios Ntontos heißt die „Nummer 7“ (in Goldbuchstaben auf weißem Trikot), der den Unterschied ausmachte. In der 43. Minute war er das erste Mal zur Stelle und stellte mit seinem Tor auf 1:1. Das war sogar insgesamt schmeichelhaft für die Hagener.

Auch der Beginn der zweiten Hälfte war noch aus Sicht des HSC akzeptabel. Jan Carsten Gajewski scheiterte am Torhüter (48.), ebenso wie Jan Hoppe, der komplett allein im 1:1 gegen den Keeper diesen nicht überwinden konnte. Das war es dann aber auch mit der HSC-Herrlichkeit an diesem sonnigen Wintertag in Hagen im Schatten der Dortmunder Hohensyburg. Stattdessen ging man bereits im Spielaufbau in Dribblings gleich gegen drei Gegenspieler. Dann ließ man den Ball „ins Nichts fliegen“. Einfacher Fußball? Von wegen. Auch körperlich baute die Elf deutlich ab, konnte sich nicht mehr durchsetzen und lag gefühlte Ewigkeiten auf dem Boden. Taktische Disziplin? Fehlanzeige in Hälfte zwei. Dazu kamen Diskussionen mit Mitspielern und dem Schiedsrichter Ibrahim Battur. Der Referee vom SV Büttenberg zeigte Größe, als er nach einer Diskussion mit Oscar Tobio Lemos nicht auf Gelb-Rot gegen den 41-jährigen „Alt-Internationalen“ des HSC entschied, sondern Trainer Claas Hoffmann empfahl, Tobio Lemos vom Platz zu nehmen – was der auch tat.

Dass Tore gegen die U23 des HSC angesichts des Leistungsabfalls fallen mussten, war zwangsläufig. Georgios Ntontos machte es mit seinen Treffern zwei und drei (70., 81.) klar.

Und während sich der Kader von Hellas Makedonikos nach Abpfiff vor ihrer Garage am Kunstrasenplatz Alexanderstraße das gute Mykomnos-Bier schmecken ließ, war Katerstimmung bei der HSC U23 angesagt. Besser werden soll es am kommenden Sonntag, 6. Februar, um 14.30 Uhr beim A-Ligisten BSV Heeren. Dann geht es am 13. Februar auch schon in der Meisterschaft weiter – beim Bezirksliga-Spitzenreiter VfR Sölde.

 HSC U23: Golisch, Tobio Lemos, Derichs, Mechken, J. Hoppe, Farenbruch, Heiß, Heubel, Pastian, Walden, Ünal. Eingewechselt: Chamdin (46., TW), Gajewski, El Jarroudi.
Tore: 0:1 Hoppe (5.), 1:1 Ntontos (43.),  2:1 Ntontos (70.), 3 :1 Ntontos (81.)
Schiedsrichter: Ibrahim Batur (SV Büttenberg).

Bildzeile: Auf eine bessere 1. Halbzeit folgten schwächere zweite 45 Minuten. Hier zeigte sich, dass noch ganz viel Arbeit vonnöten ist für die U23 des HSC, um den Bezirksliga-Abstieg angesichts eines satten zehn Punkte-Rückstands noch zu vermeiden.

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