Die Spendenaktion „Glücklich geht einfach“ Sportartikel für Afrika können Dietmar Wurst und Toni Tuklan nicht persönlich zu Ende bringen

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Fußball: Auch der zweite Anlauf hat nicht geklappt. Ende des Jahres waren Dietmar Wurst, Vorsitzender des SuS Rünthe, und Toni Tuklan wieder in Nigeria, um die Spendenaktion „Glücklich geht einfach“ Sportartikel für Afrika – wir berichteten – vollenden zu können. Beide mussten auch dieses Mal das Land wieder verlassen, ohne die ganzen Sachen persönlich ausgehändigt zu haben.

Dietmar Wurst: „Wir sind total traurig, verärgert und auch oft fassungslos gewesen. Es ist zu Differenzen in den Container Register und bei den Behörden in Afrika gekommen. Wir hatten vorher die Aussage, dass alles klar ist und der Container jederzeit am Zielort ankommen kann. Ansonsten wären wir ja gar nicht los geflogen. Leider wurde dies nicht eingehalten. Selbst am Abflugtag in Deutschland wurde uns versichert, der Container wird da sein. Auch wenn die Erklärungen, die wir leider erst vor Ort bekommen haben, zur nochmaligen Verschiebung nachvollziehbar klingen, verstehen wir nicht, dass dies nicht vorher geklärt werden konnte.“

Bildzeile: Dietmar Wurst (Mitte) sah sich bei seinem Besuch in Afrika bestätigt von der Richtigkeit der Aktion „Glücklich geht einfach“ Sportartikel für Afrika. Auch wenn die Enttäuschung groß war, die Sachen nicht persönlich übergeben zu können.

Das Gute: Der Container ist da, wird nach Asaba gebracht. Dort wird sich dann Emmanuel Bazim Chinye  (Executive Chairman Delta State Waste Management Board), ein Cousin und guter Freund von Toni, um die Verteilung kümmern. Dies wird Toni Tuklan dann aus Deutschland mit ihm und Chief Tonobok Okowa (Delta State Bundeslands Sportskommission) koordinieren. Die Spenden werden ihr Ziel erreichen, allerdings ohne die persönliche Anwesenheit von Dietmar Wurst und Toni Tuklan. „In der Sache sind offensichtlich (irgendwo) Fehler gemacht worden“, so Wurst, „wann und wo auch immer, das wird sich nicht mehr im Detail klären lassen.“

Was trotz alledem zu sagen bleibt: Bei jedem Besuch in Afrika, bestätigt sich die Richtigkeit der Aktion. Auch wenn die Enttäuschung bei beiden noch tief in den Knochen steckt, bestätigt sich, dass es goldrichtig war, diese Aktion ins Leben zu rufen. In doppelter Hinsicht: Zum einen, wie wichtig Fußball im Leben der Afrikaner und hier insbesondere der Nigerianer ist. Es ein Lebenselixier und bereitet viel Freude. Und dann auf der anderen Seite, mit welchen Mitteln sie spielen und Sport ausüben.“ Wurst und Tuklan sind nach wie vor unglaublich dankbar, welche tollen Worte sie zu hören bekamen. Und der SuS-Vorsitzende weiter: „Wir haben mittlerweile beide verdammt viel Zeit, Kraft, Energie und auch persönliches Geld dort investiert, da ist es umso wichtiger, diese Bestätigungen zu bekommen.“

Bildzeile: Bei Toni Tuklans Heimatstamm (Onicha Olona) in Nigeria waren einige hundert Zuschauer in dem kleinen Dorf bei einem Turnier anwesend. Es war ein richtiges Event mit Livemusik, Lebensfreude und teilweise tanzenden Zuschauern. Das Fernsehen hat darüber berichtet und Toni Tuklan interviewt.

Ex-Eintracht-Spieler Jay Jay Okocha zu Besuch beim Turnier

In Tonis Heimatstamm (Onicha Olona) in Nigeria waren einige hundert Zuschauer in dem kleinen Dorf bei einem Turnier anwesend. Es war ein richtiges Event mit Livemusik, Lebensfreude und teilweise tanzenden Zuschauern. Das Fernsehen hat darüber berichtet. Sicherlich auch weil ein „alter“ Bekannter aus Deutschland, Jay Jay Okocha, zu Besuch da war. Okocha hat international gespielt, auch bei Eintracht Frankfurt. Er ist im Nachbardorf groß geworden und hat hier das Fußballspielen gelernt. Auch hier sollte ein Teil der Spenden verteilt werden. Wurst: „Ich kenne die Protagonisten in Lagos und in Asaba mittlerweile ganz gut persönlich. Es beruhigt mich, dass dort vertrauensvolle Personen dabei sind. Aber auch umso enttäuschender ist es, dass wir es nicht persönlich erleben werden. Dabei haben wir alles versucht und getan, dass wir das Leuchten in den Augen bei den Empfängern selber sehen. Die Freude spüren. Die Freude der Afrikaner, kann grandios sein, auch dies durfte ich wieder bei dieser Reise erleben.“

Bei einen unsere vielzähligen Besuche in einem anderen Dorf, waren wir auch bei einer Versammlung von Tonis alten Schulkollegen dabei. Da es von offizieller Seite nicht möglich ist, ein Schulhaus für die Lehrer zu bauen, will die  Dorfgemeinschaft dies aus eigenen Mitteln in Eigeninitiative machen. Dieses Projekt haben Toni Tuklan und Dietmar Wurst dann auch wirtschaftlich unterstützt. So konnten sie da zumindest die Freude und den Dank sofort sehen und hören.

Bildzeile: Beim dem Dorfturnier in Toni Tuklans Heimatstamm Onicha Olona war unter den hunderten Zuschauern auch der frühere Bundesliga-Profi Jay Jay Ochocha (2.v.li.) sowie Toni Tuklan (3.v.re.) / Fotos privat.

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