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Freitag.17.Apr..2026
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Derby-Finale im Krombacher Kreispokal perfekt: SG Massen gegen Holzwickeder SC




Fußball, 2. Halbfinale: Holzwickeder SC – Westfalia Rhynern 9:8 n.E. (2:2, 0:2).
Die Pokalreise des Westfalenliga-Dritten Holzwickeder SC geht weiter. Nach dem 9:8-Erfolg nach Elfmeterschießen vor 220 Zuschauern am Donnerstagabend im Montanhydraulik-Stadion gegen den Oberliga-Tabellenführer Westfalia Rhynern kommt es im Finale am Donnerstag, 14. Mai (Himmelfahrt, Vatertag) um 17.30 Uhr zu einem reizvollen Nachbarschaftsduell. Der HSC trifft auf den Nachbarn SG Massen. Gespielt wird auf dem Rasenplatz der Sportanlage „Fuchshöhle“ des Hammer SC (Hubert-Westermeier-Straße 4, Hamm). Eine etwas unglückliche, örtliche Ansetzung des Finales aufgrund der engen Nachbarschaft beider Finalteams – doch begründet in den langen Vorplanungen von Verband und Ausrichter Hammer SC. Der Sieger dieses Endspiels wird in die erste Runde des Westfalenpokals einziehen.
Match gegen Rhynern nichts für schwache Nerven
Der erneut stark ersatzgeschwächte HSC spielte eine erste Hälfte, die Cheftrainer Kurtulus Öztürk nach Abpfiff mit „zu lieb“ bezeichnete. Doch auch der Titelverteidiger aus Rhynern war im Vergleich mit dem 3:0-Erfolg am letzten Wochenende gegen Lippstadt den Rotationsmotor an und wechselte auf gleich acht Positionen. Die ersten zehn Minuten hielten die ganz in Grün angetretenen Holzwickeder noch gut mit. Doch dann drehte Rhynern, die längst einen Antrag auf eine Regionalliga-Lizenz gestellt haben, richtig auf. Rhynerns Stürmer Mathis Paschko zielt von der Strafraumgrenze vorbei (11.).  verfehlt das Tor aus rund 18 Metern knapp (11.). Felix Hacker pariert gegen Henrik Koch (13.). Nach 17 Minuten war es soweit: Ausgerechnet der Ex-Holzwickeder Connor McLeod, der im vergangenen Jahr mit seinem, Tor den HSC aus dem Wettbewerb schoss, war es, der auf Kerim Karyagdi flankte, der freistehend zum 1:0 einköpfte. Dann foulte Michael Kuhfeld Mathis Paschko im eigenen Strafraum. Den berechtigten Elfmeter verwandelte Henrik Koch um 2 : 0 (38.). Damit ging es in die Pause – und wohl niemand der Besucher, die es mit dem Holzwickeder SC gut meinten, hätte noch einen Cent auf ihr Team gesetzt.
Bildzeile: Eng ging es in den Zweikämpfen zu. Hier wird Nils Bartke richtig gefordert.
Systemumstellung beim HSC passte – Rhynern kam mit „Raute“ nicht mehr zurecht
Wer geglaubt hätte, dass sich der HSC in Hälfte zwei ergibt und „Körner“ sparen würde für das wichtige Meisterschaftsspiel am kommenden Sonntag in Brünninghausen, sah sich getäuscht. Das Erfolgserlebnis stellte sich schnell ein. Seydi Keskin traf in der 50. Minute in den Winkel zum Anschluss. Rhynern kam nun so gar nicht mit der erfolgten Systemumstellung beim HSC auf „Raute“ klar. In der 51. Minute verpasste Seydi Keskin einen Pass von Maurice Majewski haarscharf. Rhynern kam gegen stark aufspielende Holzwickeder zu keinem vernünftigen Aufbau mehr. Nahezu folgerichtig war der vielumjubelte 2 : 2-Ausgleich durch den in den letzten Wochen immer stärker werdenden Luis Weiß – wenn auch spät in der 87. Minute. Dabei blieb es. Direktes Elfmeterschießen ohne Verlängerung nach zwei komplett unterschiedlichen Hälften.
Elfmeter-Drama – Fabian Brall verschießt für Rhynern – alle Holzwickeder mit starken und unhaltbaren Elfern  
Das Elfmeter-Duell wurde dann zu einem echten Krimi. Alle angetretenen Holzwickeder trafen. Felix Brall hieß dann der unglücksrabe auf Seite von Westfalia Rhynern, der verschoss. Der HSC gewinnt das Elfmeterschießen mit 7 : 6. Der Endstand lautet damit 9:8 für den Holzwickeder SC Der Holzwickeder SC steht im Krombacher Kreispokal-Finale.
Hoffen auf Wiederholung von 2022 beim damaligen Kreispokalsieg gegen die SG Bockum-Hövel
Zuletzt stand der Holzwickeder SC 2022 im Kreispokal-Finale. Damals gab es ein klares 3:0 gegen die SG Bockum-Hövel.
Trainerstimme
Kurtulus Öztürk (HSC): In der ersten Halbzeit waren wir viel zu lieb. Das war zu passiv und auch mit zu großem Respekt. Aber in der Kabine haben wir eindeutig gesagt, dass wir uns hier nicht abschießen lassen. Hätten wir nämlich so weitergemacht wie in den ersten 45 Minuten, wäre genau das passiert. Die Systemumstellung auf „Raute“ war die Folge. Rhynern hatte damit große Schwierigkeiten. Elfmeterschießen haben wir übrigens im Vorfeld nicht geübt. Aber es war schon stark, wie wir alle unsere Elfer verwandelt haben.
HSC: Felix Hacker, Nils Bartke, Leo Mayka (82. Samy Smajlovic), Lokman Erdogan )80. Wesley Ambrose), Luis Weiß, Jan Nielinger, Nazarii Kovalenko (46. Til Busemann), Kerem Keskin, Seydi Keskin (82. Efe Kadir Bozaci), Maurice Majewski, Michael Kuhfeld
Rhynern: Christopher Sander, Philipp Ratz, Henrik Koch, Kerim Yüksel Karyagdi, Semih Tirgil, Patrick Franke, Fabian Brall, Mathis Paschko, Connor McLeod, Eliias Kourouma, Georges Arthur Baya Baya
Tore: 0:1 Karyagdi (17.), 0:2 Koch (38., Strafstoß), 1:2 S. Keskin 50.), 2:2 Weiß (87.).
Elfmeterschießen:
1 : 0 S. Keskin
1 : 1 Johannes Thiemann
2 : 1 Bozaci
2 : 2 Wladimir Wagner
3 : 2 Majewski
3 : 3 Baya (vergibt den ersten Versuch, doch HSC-Keeper Felix Hacker hatte die Linie zu früh verlassen. Der zweite Versuch „sitzt“).
4 : 3 Smajlovic
4 : 4 Patrick Franke
5 : 4 Nielinger
5 : 5 McLeod
6 : 5 Weiß
6 : 6 Kourouma
7 : 6 Kuhfeld
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Julian Schmucker-Siepmann (BSV Heeren): gute Leistung.
Bildzeile: Viel Arbeit gab es in der Defensive für Nils Bartke (vorne) und Nazarii Kovalenko (Hintergrund).