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Montag.01.Juni.2026
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Nach 2:3 gegen Disteln landet HSC am Ende auf Rang fünf in der Westfalenliga




Fußball, Westfalenliga 2: Holzwickeder Sport Club – SV Vestia Disteln 2:3 (0:2).
Mit der Heimniederlage gegen SV Westfalia Disteln beendete der HSC die Westfalenliga-Saison 25/26 mit 45 Punkten auf den fünften Rang. Aufsteiger Hordel kam auf 66, der Zweite, Horsthausen, auf 60, der Dritte, Wanne-Eickel auf 54 und der TuS Erndtebrück auf 48 Zähler. Der Holzwickeder Sport Club kam damit auf insgesamt zwölf Siege, neun Remis und neun Niederlagen. In den letzten sieben Spielen gab es für den HSC keinen Sieg in der Meisterschaft – und damit eine lange Durststrecke mit sieben Spielen ohne „Dreier“ zum Saisonende und allgemeiner Erleichterung, dass die „Quälerei‘“ nun ein Ende hat.
Erste Halbzeit zum Vergessen
Die ersten 45 Minuten waren vor der Minuskulisse von gerade 73 Zuschauern zum Vergessen. Gerade fünf Zeigerumdrehungen waren gespielt, als Kevin Marc Kenzlers den Innenpfosten anvisierte, von wo das Leder über die Linie trudelte. Es wurde nicht besser. Nazarii Kovalenko hatte wohl noch ein bisschen Lust auf Seiten des HSC – und scheiterte mit einem Schuss an Distelns Keeper Lukas Krekeler (9.). In der Folge stellte der HSC das Spielen ein. In der 40. Minute konnte HSC-Torhüter Orlando Stockhecke noch prima parieren. Nach insgesamt 6:1-Chancen für den Gast in Hälfte eins schlug es dann noch einmal im Holzwickeder Kasten vor der Pause ein: Louis Pogrzeba netzte zum 2:0 für die Gäste noch vor der Pause ein. Nein, da war wenig bis nichts in der ersten Halbzeit aus Sicht des Holzwickeder SC – eine ganz schwache Leistung.
HSC gleicht in der zweiten Halbzeit erst aus – und schläft dann doch beim 2:3 nach einer Ecke
In der zweiten Hälfte wurde es torreicher – aber spielerisch nicht besser. Ein Schuss von Luis Weiß aus rund 20 Metern wurde sichere Beute des eingewechselten Torhüters von Disteln, Jonas Weeke. Für frischen Wind sorgte HSC-Einwechselmann Leo Mayka, dem HSC-Chefcoach Kurtulus Öztürk das Vertrauen schenkte (58.). In der 61. Minute wurde der HSC-Stürmer im Strafraum unsanft von den Beinen geholt, Elfmeter. Es war ein großer Moment des Spiels, denn Philipp Gödde, der bereits vor dem Spiel seinen Rücktritt erklärt hatte, lief an. Er verwandelte in der 63. Minute sicher um 1:2 in der 63. Minute. In der 67. Minute gelang dem Gastgeber, was zur Pause in weiter Ferne war: der Ausgleichstreffer durch Mayka. Doch was kam, war ein Spiegelbild der Saison. Als vieles auf einen Sieg des HSC deutete, war es Lukas Krekeler, der mit seinem zweiten Treffer nach einer Ecke zum entscheidenden 3:2 für Disteln einnetzte (77.). Unter dem Strich nahm der SV Vestia Disteln beim Holzwickeder Sport Club einen nicht unverdienten Auswärtssieg mit.
Holzwickeder SC mit bester Defensive der Westfalenliga 2: 30 Gegentore in 30 Spielen
Das große Potential des Holzwickeder Sport Club blitzte in dieser Spielzeit häufig auf. Bringt man Konstanz in die Leistungen, wird im kommenden Fußballjahr mit dem Holzwickeder Sport Club zu rechnen sein. Die Hintermannschaft des HSC glänzte in den vergangenen 30 Spielen häufig und stellte mit nur 30 Gegentoren, einem Top-Wert, die beste Defensive der Westfalenliga Staffel 2 in dieser Saison.
Bildzeile: Vor dem Spiel verabschiedete der HSC eine Reihe von Spielern
Abgänge beim HSC – und Maurice Majewski neuer Rekordinhaber
Vor dem Spiel verabschiedete und ehrte der HSC eine Reihe von Spielern. Seydi und Kerem Keskin wechseln zum Oberligisten SC Verl II. Til Busemann (wie Philipp Gödde seit 2020 beim HSC!) wechselt zum Königsborner SV. Michael Kuhfeld geht zum VfR Sölde, Samy Smajlovic zum FC Sarajevo-Bosna. Ebenso nicht mehr dabei sein wird 26/27 Physio Pascal „Kalli“ Börner, der sich aufgrund der Verletzungen der HSC-Keeper auch immer wieder als Ersatztorhüter zur Verfügung gestellt hatte. Neuer Redkordspieler beim HSC ist nun mit 128 Spielen Maurice Majewski. Er löst den bisherigen Rekordinhaber Moritz Müller (126) ab.
Philipp Gödde mit bemerkenswerten Schlussworten
Jeder der 73 Zuschauern, die es mit dem HSC hielten, hatte an jenem schwülwarmen Sonntag mit Holzwickede hielten, hatte das Gefühl, dass es bei diesem ganz schwachen Sommer-Kick weniger um den sportlichen Erfolg als eher um Abschiede und Veränderungen ging. Beispiel Philipp Gödde: Der hielt nach dem Abpfiff noch eine bemerkenswerte Rede an alle Besucher. „27 Jahre habe ich nun Fußball gespielt, mich gequält bei Training und Spielen bei Wind und Wetter. Ich kann es nur sagen: Wenn die Welt sich ein Beispiel am Fußball nimmt, würde es eine bessere Welt sein. Ein Wort zu unseren Ultras: Ich habe sie immer gefeiert und ziehe meinen imaginären Hut.“
Dienstag letzter Trainingstag mit Fußballtennis
Noch einmal trifft sich der HSC am Dienstsagabend zum letzten Training vor der Sommerpause. Hier steht allerdings der Spaß im Vordergrund: Es wird erst Fußballtennis gespielt – und dann in der Kabine ein wenig gefeiert.
Trainerstimmen
Kurtulus Öztürk (HSC): Das war ein Sommerkick hoch zehn. Dazu passten die drei Gegentore. Ich hatte das Gefühl, dass die Verabschiedungen und das Saisonende an diesem Sonntag wichtiger waren. Ein kurzer erster Saisonrückblick: Nach diesem Verlauf und den vielen Verletzungen und Misslichkeiten ist der fünfte Platz am Ende okay. Wir haben in 30 Spielen nur 30 Gegentore bekommen. Das ist ein Top-Wert.
Daniel Koseler (Disteln): Wir haben eine sehr gute erste Hälfte gespielt und das Spiel beherrscht. Die Mentalität meiner Truppe hat mich sehr gefreut. Aus den 6:1-Chancenverhältnis in der ersten Hälfte haben wir allerdings viel zu wenig gemacht. Es war ein verdienter Sieg für uns. Für mich geht es nun in die U19 des FC Schalke 04. Meinem Nachfolger Thomas Gerner wünsche ich alles Gute.
HSC: Orlando Stockhecke, Nils Bartke, Michael Vrljic, Til Busemann (87. Michael Kuhfeld, Philipp Gödde (72. Timo Hellmann), Luis Weiß, Jan Nielinger, Nazarii Kovalenko, Kerem Keskin (90.+3 Nick Adamski), Seydi Keskin (58. Seydi Keskin), Maurice Majewski
Disteln: Lukas Krekeler (46. Jonas Weeke), Mohamedi Assatoutti, Luis Barlage (62. Niklas Trakowski), Tom Röttger, Kevin Marx Kenzlers, Sven Hahnenkamp, Philipp Müller (81. Jan Philipp Schramm), Alexander Zuk, Max Michalak, Aaron Kloth, Louis Pogrzeba (70. Thomas Jonathan Kühlkamp)
Tore: 0:1 Kenzlers, 0:2 Pogrzeba (45.), 1:2 Gödde (Strafstoß, 63.), 2:2 Mayka (67.), 2:3 Kenzlers (77.)
Schiedsrichter: Hüseyn Sahin (SuS Ennigerloh)
Zuschauer: 73.
Bildzeile: Ein bewegender Moment: In der 77. Minute wurde Philipp Gödde bei seinem letzten Spiel für den HSC ausgewechselt. Sein Team stand Spalier.