Der neue Punkte- und Torhunger der HSC U23: Und doch muss erst eine Standpauke zur Halbzeit her

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Fußball, Bezirksliga 8: Westfalia Wethmar – Holzwickeder SC U23 2:5 (1:0). 9:1 gegen ETuS/DJK Schwerte, 6:0 gegen TSC Kamen und nun ein 5:2 bei Westfalia Wethma. Die U23 des Holzwickeder SC entdeckte in den letzten drei Spielen die Lust auf Punkte und Tore. Und doch musste erst eine gewaltige Standpauke in der Halbzeit her, um den dritten hohen Sieg in Folge perfekt zu machen.

HSC U23 wurde zu Beginn am Cappenberger See nass gemacht

Dort wurde zunächst mal der HSC auf dem Kunstrasenplatz am Cappenberger See so richtig nass gemacht. Angereist mit Spielern aus dem Kader der spielfreien Ersten wie Torben Simon, Maurice Majewski, Robin Schultze, Henri Böcker, Lavdrim Jusufi, Pjer Radojcic, Connor McLeod und Seongsun You war auf dem Spielberichtsbogen der Gast aus Holzwickede sicherlich, trotz großen punktemäßigen Rückstands auf die Lüner Gastgeber in der Tabelle, ganz leichter Favorit.

Doch Überraschung: In den ersten Minuten stürmte einzig Gastgeber Wethmar. Nachdem er bereits zuvor zwei gute Chancen hatte, schlug Torjäger Nico Sonnen in der 14. Minute zu. Nach einem Querschläger in der HSC-Defensive nahm er den Ball auf, zog davon und ließ mit einem eleganten Heber HSC-Keeper Torben Simon keine Chance. Jason Jäger scheiterte in der 20. Minute frei vor Torben Simon. Bei Maximilian Streckers Schuss in der 21. Minute fehlten Zentimeter. Und der HSC? Der hatte zwar viel Ballbesitz, doch die Pässe waren nicht gut – und Richtung 16er ging wenig. Erst mal. In der 26. Minute nahm sich Connor McLeod ein Herz und startete im Strafraum ein Solo. Vier Spieler tanzte der Australier elegant aus – dann war Torhüter Marceau Adamsky als „letzte Instanz“ im Weg. In der 38. Minute visierte Kossi Aaron Logah den rechten Pfosten an. Das war viel Pech.

Gute Schiedsrichter-Leistung: Bei zwei möglichen Strafstößen lag Referee in seiner Entscheidung richtig

Dann musste Schiedsrichter Michael Wellmeier vom SV Mesum zwei knifflige Situationen kurz vor der Pause klären. Erst kam Jason Jäger bei einem Duell mit Kossi Aaron Logah im Strafraum zu Fall. Wellmeier entschied auf „kein Strafstoß“ (42.). Dann stürzte Henri Böcker in der „Box“ der Westfaia – und auch hier blieb die Trillerpfeife des Unparteiischen stumm. Beides waren richtige Entscheidungen. So blieb es bei der knappen Halbzeitführung der Westfalia von 1:0.

In der Pause fand HSC-Trainer offensichtlich die richtigen Worte. Denn seine HSC U23 hatte sich so gar nicht an die ausgegebene Strategie gehalten. Statt klugem Spiel über die Außen und einer soliden Grundordnung war es viel zu oft „weit und hoch nach vorne mit den besten Wünschen für die Offensiven“ gegangen. Präsenz auf dem Platz: Fehlanzeige trotz mehr Ballbesitz. Die Predigt von Claas Hoffmann und Marcel Hoffmann in der Halbzeitpause zeigte schnell Wirkung.

Schneller HSC-Ausgleich nach der Pause als „Dosenöffner“

Aus dem Gewühl im Strafraum heraus erzielte Lavdrim Jusufi das schnelle 1:1 (47.). Ein ganz wichtiges Tor für Holzwickede und viel Selbstvertrauen, das plötzlich wiederkam. Der HSC war nun vor 90 Zuschauern gegen immer stärker, auch konditionell abbauender Gastgeber, klar überlegen. Ja, es war ein Rausch, in den sich die Holzwickeder von der 70. bis 84. Minute spielten und damit an die letzten Spiele anknüpften.

Das war auch für den Referee zu schnell: Henri Böcker mit dem entscheidenden 3:1

Maurice Majewski mit einem tollen Schuss aus zwölf Metern in den Winkel (70.) und Henri Böcker nach Vorlage von Pjer Radojcic in der 73. Minute stellten das Resultat auf 3:1. Bemerkenswert: Auch für Referee Michael Wellmeier ging das wohl zu schnell – er notierte Pjer Radojcic als Torschützen zum 3:1 – es war aber ganz klar Henri Böcker nach Pass von Pjer Radojcic. Dennoch: Der Referee vom SV Mesum zeigte eine gute Leistung.

Bildzeile: Nach der Pause machte der HSC aus dem 0:1 noch einen 5:2-Erfolg in Wethmar.

„Schuhputzer“ Laurens Kruse

Der eingewechselte und zuvor in zwei Spielen gesperrte Laurens Kruse erhöhte auf 4:1 (78.) nach Vorlage des guten Pjer Radojcic – und machte sich beim anschließenden Torjubel zum „Schuhputzer“ von HSC-Betreuer Heiner Heil. Lavdrim Jusufi stellte dann auf 5:1 (84.) und belohnte sich für eine gute Gesamtleistung. Ein schöner Distanzschuss des erst wenige Minuten zuvor ins Spiel gekommenen Maurice Niklas Adamsky zum 2:5 in der 89. Minute aus Sicht von Westfalia Wethmar bedeutete das Ende eines unterhaltsamen Kicks am Cappenberger See.

HSC-Trainer Claas Hoffmann: In der ersten Halbzeit gab es viel zu viele Fehlpässe. Es gab keine klaren Ideen oder gute Tiefenläufe. Das hatten wir im Vorfeld ganz anders besprochen. Wir hätten auch 1:3 oder gar 1:4 zurückliegen können. Wir haben den Spielern dann in der Pause eine klare Ansage gemacht. Statt hoher, langer Bälle in die Spitze wollten wir mehr über die Außen, insgesamt mehr über das spielerische Element kommen. Das ist uns gut gelungen. Insgesamt war es okay.

Westfalia Wethmar: M. Adamsky, Strecker, Voß, Wehner, Jäger (81. N. Adamsky), Schöpf,  Markowski, Nagel, Sonnen (85. Mark), Jansen (85. Simsek), Osterholz.
HSC U23: Simon, Jusufi, Majewski, Schultze, Powilleit, Logah (61. Heubel), Radojcic, Heiß (69. Derichs), McLeod, You, Böcker (72. Kruse)
Tore: 1:0 Sonnen (13.). 1:1 Jusufi (47.), 1:2 Majewski (70.), 1:3 Böcker (73.), 1:4 Kruse (78.), 1:5 Jusufi (84.), 2:5 M. N. Adamsky (89.).

Bildzeile: Der Holzwickeder Seongsun You treibt hier den Ball auf das Tor von Wethmar.

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