„Das war Körne 2.0“: HSC macht’s nochmal wie vor exakt zwei Jahren

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Fußball: „Unsportlichkeit“ warf Söldes Trainer Marco Nagel nach Abpfiff dem Holzwickeder Sport Club vor. Der HSC hatte beim 3:2-Auswärtserfolg bei Spitzenreiter VfR Sölde seine Reserve mit gleich acht Spielern aus dem Oberliga-Kader verstärkt. Der HSC konterte den Vorwurf mit zwei Argumenten: Zum einen hätten die Oberliga-Kicker dringend Spielpraxis gebraucht, weil sie zuvor in den letzten Tagen und Wochen corona-, verletzungs-, urlaubs- oder studienbedingt ausgefallen waren. Zum anderen brauchte der Tabellenvorletzte angesichts eines Riesenrückstands auf den ersten Abstiegsplatz dringend alle drei Zähler. So war es auch kein Wunder, dass die HSC U23 nach dem zwischenzeitlichen 2:2 alles auf eine Karte setzte, um das Siegtor zu erzielen. Das gelang dann dem Winter-Neuzugang vom TuS Bövinghausen, Pjer Radojcic in der 87. Minute. Ein Remis wäre wohl der fast sichere Abstieg in die Kreisliga A gewesen.

Als dann in der Nachspielzeit der Sölder Fynn Krahn angeblich von HSC-Torhüter Torben Simon bei dessen Abwehr „mit der Faust in den Nacken getroffen wurde und Schiedsrichter Florian Suthues vom SV Herbern keinen Strafstoß für den VfR Sölde pfiff, war es um das Understatement der Dortmunder Vorstädter und dem Großteil der 100 Zuschauer, die zum VfR hielten, geschehen. Als dann noch ausgerechnet der Ex-Holzwickeder Stephen Hutmacher anschließend per Flugkopfball nur den linken Pfosten traf, hatten die Fans den „Kaffee auf“.

Nicht so naturgemäß die verstärkte HSC U23 und ihre Anhänger. Acht Punkte Rückstand sind es auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Am kommenden Sonntag empfängt man den BV Brambauer – eine durchaus machbare Aufgabe, obwohl der BVB am Sonntag die Reserve des SC Aplerbeck mit 2 0 geschlagen hatte. Verstärkungen von oben wird es nicht geben, da die Oberliga-Elf des HSC zeitgleich bei Westfalia Rhynern antreten muss.

Geschichte wiederholt sich: Vor fast genau zwei Jahren gab es das schon mal bei der DJK TuS Körne

Aufmerksamer Beobachter des Spiels in Sölde war übrigens der Ex-Coach der Holzwickeder Reserve, Olaf Pannewig. Für ihn das Match ein „Déja-vu“. Fast genau den Tag vor zwei Jahren am 16. Februar 2020 trat er mit seinem HSC bei der DJK TuS Körne an – einem Team der Bezirksliga 8, das ebenfalls im Meisterschaftsrennen gut lag und Holzwickeder selber um den Klassenerhalt kämpfte. Neun Spieler waren es damals. Und auc hier siegte der HSC – mit 3:1. Die Treffer zielten damals nach einem zwischenzeitlichen 0:1-Rückstand Kerim Acil, Steven Kodra und Nico Berghorst.

Aus dem damaligen Spiel waren noch drei Spieler am Sonntag in Sölde dabei: Dominik Loos auf Seiten des VfR Sölde sowie Rojan Bastian Powilleit und Jan Hoppe auf Holzwickeder Seite. Daher meinte Olaf Pannewig dann auch am Sonntag in Sölde zu sku: „Wenn ich Journalist wäre, hätte ich mit „Körne 2.0“ schon meine Überschrift.“

Bildzeile: Besonders in der zweiten Hälfte hatte das Spiel zwischen Spitzenreiter VfR Sölde und der U23 des Holzwickeder SC echten Derbycharakter.

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