ASV erstmals in der heimischen WESTPRESS arena ohne Auflagen für die Zuschauer – Das große Kribbeln

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Handball Bundesliga Hamm Eisenach;Jan Brosch

Handball: Noch drei Heimspiele stehen bis zum letzten Spieltag der 2. Handball-Bundesliga am 11. Juni für den ASV Hamm-Westfalen auf dem Programm. Und wohl noch vor keinem der bisher 16 Heimspiele war die Vorfreude aller Beteiligten so groß, wie vor diesem Freitag, wenn der ASV um 19:15 Uhr den VfL Lübeck-Schwartau empfängt. Denn zum ersten Mal spielen die Westfalen in der heimischen WESTPRESS arena ohne Auflagen für die Zuschauer. „Am Freitag gelten wir uns erstmalig weder 3G noch Maskenpflicht. Dennoch kann natürlich jeder für sich entscheiden, wie er damit umgeht. Aber so langsam kehrt Normalität ein“, freut sich ASV-Geschäftsführer nach vielen Monaten mit teils kurzfristig veränderten Auflagen für die Durchführung auf einen „normalen“ Handballabend.

So ganz normal wird es für die Anhänger der Westfalen an diesem Freitag aber dann doch nicht. Denn aus sportlicher Sicht hat sich die Situation für den ASV erheblich entwickelt: Als Tabellenzweiter der Liga mischt man aktiv um den Aufstieg in das Handball-Oberhaus mit. „Da kribbelt es natürlich bei uns allen, das ist doch klar. Diese Platzierung hat sich die Mannschaft durch eine tolle Saison erarbeitet“, betont Geschäftsführer Lammers. Aktuell liegt der ASV einen Punkt vor der HSG Nordhorn-Lingen, die ihr fehlendes Spiel erst am 31. Mai beim Erstligaabsteiger HSC Coburg nachholen wird.

„Bis wirklich etwas entschieden ist, wird es noch dauern“, so Lammers. Um so wichtiger sei es, in eigener Halle die Punkte zu holen. Und da setzen die Westfalen voll auf den Rückhalt der eigenen Fans: „Die haben uns ja auch schon bei den jüngsten Auswärtsspielen großartig unterstützt. Am Freitag haben wir seit langer Zeit wieder zur „Roten Wand“ aufgerufen. Wir hoffen auf eine tolle Kulisse. Und die kann in unserer Arena bei einem knappen Spiel den Ausschlag geben“, so Lammers, der selbst schon beim ASV in den Genuss der „Roten Wand“ gekommen ist. „Das waren unvergessliche Duelle, das war schon ein großes Kribbeln, bevor es überhaupt losging“, so der ehemalige Rückraumspieler, der für Freitag möglicherweise sogar einen Zuschauerrekord in dieser Saison erwartet. Der liegt aktuell bei 1.790, aufgestellt am 12. November 2021 im Topspiel gegen den VfL Gummersbach, kurz bevor die erneuten Einschränkungen einen höheren Zuspruch unmöglich machten. „Der Vorverkauf läuft wirklich gut. Aber eine Abendkasse für Kurzentschlossene wird es auch noch geben, nur mit Sicherheit nicht mehr mit der ganz großen Auswahl“, so der Geschäftsführer, der auf die Vorverkaufsstellen und den Online-Ticketshop hinweist.

„Wir müssen unsere Stärken bestmöglich auf das Feld bringen“

Nicht nur die Gesamtsituation macht die Partie für die westfälischen Handballfans bedeutend, auch der Gegner verspricht einen brisanten Handballabend. Denn der VfL Lübeck-Schwartau hat in der Rückrunde mit dem VfL Gummersbach, TV Hüttenberg und VfL Eintracht Hagen schon mehrfach Topteams bezwungen, auch bei der HSG Nordhorn-Lingen unterlag man nur knapp mit 31:33. „Es gilt wie schon während der gesamten Saison: Wir müssen unsere Stärken bestmöglich auf das Feld bringen. Wenn wir emotional und handballtaktisch unser Potenzial abrufen, dann kommen wir immer für die Punkte in Frage“, ordnet ASV-Trainer Michael Lerscht die Aufgabe für Freitag ein. „Darum geht es für uns immer, in jedem Spiel. Und dann beschäftigen wir uns aber natürlich auch immer mit dem Gegner, dessen Spielweise und individuellen Dingen. Bei Lübeck-Schwartau sind das in jüngerer Vergangenheit auch immer einige, wie etwa dem Sieben gegen Sechs-Überzahlspiel und die individuell sehr unterschiedlichen Spielertypen, die auf derselben Position andere Aufgaben mit sich bringen“, so Lerscht weiter. Personell gibt es noch einige Unwägbarkeiten, weitere Ausfälle, außer denen von Markus Fuchs und Sören Südmeier, gibt es am Freitag aber möglicherweise nicht. Auch der zuletzt muskulär angeschlagene Vladimir Bozic könnte wieder im Tor stehen, der frischgebackene Familienvater Jan Brosch wird ebenfalls wieder am Kreis spielen können. Lerscht: „Das war natürlich eine freudige Nachricht für uns alle diese Woche. Da nehmen wir alle großen Anteil.“

Anwurf für das Spiel ist am Freitag um 19:15 Uhr, die Abendkasse öffnet um 17:45 Uhr. Wer es nicht in die WESTPRESS arena schafft, kann die Partie live über SportDeutschland.TV oder Radio Lippewelle Hamm verfolgen, beides kostenfrei auch über das Internet abzurufen.

Bildzeile: Der frischgebackene Familienvater Jan Brosch wird am Freitag gegen den VfL Lübeck-Schwartau wieder am Kreis spielen können / Foto ASV.

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