
Tennis: Keine Frage, die Tage bei den diesjährigen Kamen Open powered by GfTD United verlangen den Spielerinnen und Spielern, aber auch den Organisatoren und Helfern alles ab. Bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke fühlt sich jeder Schritt ein Stück beschwerlicher an. Die meisten Profis bekommen das bisher ohne sichtbare Probleme auf dem Platz in den Griff – auch dank des frühen Beginns sowie verlängerter Trink- und Satzpausen.
WTV-Präsident Jörg Hochdörffer brachte es am Mittwochabend bei „Kamen meets Tennis“ mit Bürgermeisterin Elke Kappen, Sponsoren, Mitgliedern des VfL Kamen und zahlreichenZuschauern auf den Punkt: „Die Kamen Open sind in diesem Jahr mit Sicherheit das heißeste ITF-Turnier in Deutschland. Mein Respekt gilt den Profis und der Turnierleitung, die mit Weitsicht und entsprechend den Regularien des Weltverbandes ITF alles dafür tun, den Spielerinnen und Spielern die Bedingungen so erträglich wie möglich zu gestalten. Dazu gehörten ein früherer Beginn am Mittwoch und Donnerstag, längere Trink- und Erholungspausen sowie ein klimatisierter Aufenthaltsraum.“ Für die Zuschauer gab es am Mittwochabend zudem gekühlte Freigetränke. Aus sportlicher Sicht biegen die Konkurrenzen ab Freitag auf die Zielgerade ein, denn dann stehen die Viertelfinals im Einzel und die Halbfinals im Doppel auf dem Programm.
Sah es zuBeginn der Woche noch danach aus, als müssten die favorisierten Spielerinnen und Spieler der Reihe nach die Segel streichen, stabilisierten sich die gesetzten Profis nach und nach. Erfreulich aus deutscher Sicht: Zahlreiche heimische Akteure greifen weiterhin nach dem Titel in Kamen. Bei den Damen sollte man vor allem einen Blick auf Eva Marie Voracek aus Memmingen, die Nordhornerin Josy Daems, die bereits zum dritten Mal in Kamen aufschlägt und 2024 im Doppe ltriumphierte sowie die Hessin Mara Guth werfen. Sie sind an den Positionen 2, 3 und 4 gesetzt.
Bei den Herren haben sich die beiden Topgesetzten Louis Weßels aus Detmold und Adrian Oetzbach früh verabschiedet. Ihre Plätze im Kampf um das Siegerpreisgeld von rund 2.100 Euro und 15 Weltranglistenpunkte nehmen nun der Kolumbianer Daniel Salazar, der bislang in zwei Matches überzeugen konnte, und der Hesse Vincent Marysko ein. Ebenfalls zu den Mitfavoriten zählt Benito Sanchez Martinez. Der 24-jährige Potsdamer war zuletzt der sechstbeste Spieler an US-Colleges und bot bei den Terra Wortmann Open in der Qualifikation dem ehemaligen Top-10-Spieler Roberto Bautista Agut ordentlich Paroli.
Die Viertelfinalpaarungen im Überblick:
Herren
Brian Bozemoj (Q, NED, ATP 1.089) – Daniel Salazar (5, COL, ATP 821)
Benito Sanchez Martinez (WC, GER, ATP 1.122) – Jakup Filip (8, CZE, ATP 849)
Oleksii Krutykh (7, UKR, ATP 633) – Michel Hopp (GER, ATP 881)
Vincent Marysko (6, GER, ATP 818) – Aaron Funk (GER, ATP 984)
Damen
Victoria Pohle (GER, WTA 957) – Kailey Evans (8, USA, WTA 708)
Josy Daems (3, GER, WTA 541) – Arina Gabriela Vasilescu (ROM, WTA 812)
Valentina Ivanov (7, NZL, WTA 623) – Mara Guth (4, GER, WTA 560)
Anastasiia Firman (UKR, WTA 657) – Eva Marie Voracek (2, GER, WTA 457).
Bildzeile: Zu den Mitfavoriten zählt Benito Sanchez Martinez. Der 24-jährige Potsdamer war zuletzt der sechstbeste Spieler an US-Colleges und bot bei den Terra Wortmann Open in Halle in der Qualifikation dem ehemaligen Top-10-Spieler Roberto Bautista Agut ordentlich Paroli / Foto WTV.





