3:3 – Fast 400 Zuschauer sehen emotionales Stadtderby und am Ende wieder keinen Sieger

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Fußball, Bezirksliga 8: Königsborner SV – SSV Mühlhausen-Uelzen 3:3 (2:1). Wie schon im Hinspiel (1:1) gab es zwischen den beiden besten Fußball-Mannschaften in Unna keinen Sieger. Nach turbulenten, spannenden und emotionalen 98 Minuten (inklusive Nachspielzeit) trennte man sich vor fast 400 Zuschauern in der Schumann Arena 3:3. In der Nachspielzeit köpfte Damian Marchewka zum 3:3-Endstand ein. Der Torschütze wurde unter grenzenlosem Jubel von seinen Mitspielern „begraben“. Hochspannung auch noch kurz vor und nach dem Schlusspfiff, wo der Unparteiische zwei SSV-Spieler, Gladkowski und Akdeniz jeweils mit Gelb/Roten Karten vom Platz schickte.

Flutlicht, viele Zuschauer und so kam sofort Derbystimmung auf. So beflügelt legte Königsborn gleich nach dem Anpfiff los, erzielte durch Vali Wettklo die frühe Führung, blieb am Drücker und legte durch Hassan Boulakrhif zum 2:0 nach. Da hatte SSV-Coach Hubert Tadday – er vertrat den erkrankten Chefcoach Tuncay Sönmez – , schon die Befürchtung, dass er mit seinen Mannen abgeschlachtet würde. Er gestand, dass die Pause nach der Verletzung von Mühlhausens Kevin Weiß Mühlhausen zunutze kam. Der Gast sammelte sich und schaffte relativ schnell den Anschluss. Jona Deifuß verwandelte den Elfer zum 2:1. Deifuß war auch für die beiden weiteren Treffer verantwortlich. Nach dem 3:2 hatte der eingewechselte Ibrahima Camara die Riesenchance zum möglichen 4:2, doch er zielte über das Königsborner Tor. Es blieb spannend bis zum Schlusspfiff und trotz Unterzahl – Dinyelu sah kurz vor der Halbzeit Gelb/Rot –  drängten die Gastgeber auf den Ausgleich – und wurden wir berichtet belohnt.

Trainerstimmen
Andreas Feiler (KSV): Es war ein Derby mit allem drum und dran.  Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und gingen auch gleich mit der ersten Chance in Führung. Wir haben nachgesetzt, hatten das Spiel im Griff und machten das 2:0.  Wir konnten Mühlhausen relativ weit von unserem Tor fernhalten. Dann kamen der Elfer und die Gelb/Rote Karte gegen uns. Vor der Pause haben wir den Faden verloren. Durch einen Elfer ist Mühlhausen wieder rangekommen und machte den Ausgleich. Wir blieben am Drücker, aber durch einen Konter hätte Mühlhausen den Lucky Punch setzen können. Dass mit der letzten Aktion der Ausgleich fällt, ist umso schöne für uns. Unter dem Strich ein sehr interessantes Derby, wo die Zuschauer sicher auf ihre Kosten gekommen sind. Es war eine Werbung für den Unnaer Lokalsport.
Hubert Tadday (SSV): Wir alle haben für den erkrankten Trainer Tuncay Sönmez gespielt und für Kevin Weiß, der mit einer Schulterverletzung vom Platz gehen musste ist.  Wir haben es gut gemacht. Nach einem 0:2 zurück zu kommen, al la bonne heure. Wir gingen sogar in Führung und mussten den vierten Treffer setzen. Nach der Gelb/Roten Karte haben wir nur noch reagiert statt zu agieren.  Der Spielverlauf hat meine Erwartungen übertroffen. Es ging hin und her, es sind viele Tore gefallen. Emotionen waren da auf beiden Seiten. Ärgerlich, dass wir in der 98. Minute den Ausgleich kassierten.

KSV: Luncke, Lukas, Wettklo, Dinyelu, Gladysch, Kutsher. Duda, Steinbach, Boulakrhif, Marchewka, Brandt (72. Brandt).
SSV: Mesewinkel-Risse, Wycisk, Deifuß, Schmidt (64. Camara), J. Pfeffer, Salwik, Braun, Prothmann, Akdeniz, Schröder (46. Gladkowski), Weiß (25. Hoffmann).
Tore: 1:0 (2.) Wettklo, 2:0 (36.) Boulakrhif, 2:1 (41.) Deifuß Strafstoß, 2:2 (49.) Deifuß, 2:3 (55.) Deifuß, 3:3 (98.) Marchewka.
Bes. Vork.: Gelb/Rot für Dinyeli (44.); Gelb/Rot für Gladkowski (90), Akdeniz (98.).

Bildzeile: Die Spieler beider Teams schreiten in die Halbzeitpause.

 

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