„Unterirdische“ Leistung der TuRaner – nur Unentschieden gegen Schlusslicht Isselhorst

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Handball, Oberliga Männer-Abstiegsrunde: HC TuRa Bergkamen – TV Isselhorst 23:23 (11:10). Tanzende und ausgelassener Isselhorster Spieler nach dem Schlusspfiff. Frust und Enttäuschung dagegen im Bergkamener Lager. Das spiegelte eigentlich den Spielverlauf in der Friedrichsberg-Sporthalle am Donnerstagabend wieder. Die Gastgeber, vor wenigen Wochen noch 29:21-Sieger über Isselhorst, mussten sich nach einer ganz schwachen Vorstellung mit einem enttäuschenden 23:23-Unentschieden begnügen.

Vier Sekunden vor der Schlusssirene kamen die Gäste aus Isselhorst zum Ausgleich – und das noch in Unterzahl. Da reichte eine 22:19-Führung der TuRaner aus der 55. Minute, die Niklas Domanski erzielte, nicht aus. Auch nach einer Auszeit in der Schlussminute ließ sich die fehlerhafte Vorstellung von Bergkamen nicht mehr korrigieren.

Im Spielverlauf konnte sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen. Nach 13 Minuten hieß es 5:3 für die Rycharski-Truppe. Neun Minuten später lag Isselhorst 9:7 vorne. Für die 11:10-Halbzeit-Führung sorgte Tom Trost. Auch nach der Pause blieb es eng. Ein 17:17 war nach 50 Minuten an der Anzeigentafel in der Friedrichsberg-Sporthalle abzulesen. Leon Fülber schaffte das 19:17 (51.), Niklas Domanski gar das 22:19 (55.) und als Pascal Terbeck für das 23:21 (57.) sorgte, durfte man im TuRa-Lager auf den Sieg hoffen. Weit gefehlt, denn Isselhorst stellte das Endergebnis noch auf 23:23.

Mit dem Punktverlust gegen den praktisch bereits als Absteiger feststehenden Gegner aus Ostwestfalen büßte der HC TuRa einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf ein. Jetzt sind es nur noch vier Begegnungen in der Abstiegsrunde. Bereits am kommenden Donnerstag (28. April) geht es nach Bielefeld/Jöllenbeck und am Samstag (30. April) ist der TuS Brake zu Gast in der Friedrichsberg-Sporthalle.

TuRa-Trainer Thomas Rycharski: Ich bin so ein bisschen sprachlos. Was haben wir für Bälle verworfen, an die 20 Bälle, Siebenmeter nicht genutzt. Da sind noch nicht die technischen Fehler aufgezählt. Unterirdisch. Ob das jetzt daran gelegen hat, dass wir vier Wochen nicht trainieren konnten? Keine Ahnung. Gegen Isselhorst darf man nicht Unentschieden spielen. Wie wir uns präsentiert haben, war das schon sehr erschreckend. Da muss sich jeder Einzelne hinterfragen. Es hat durch die Reihe nicht funktioniert. Jeder hat gespielt, wir haben gewechselt. Es wurde nicht besser. Solche einfachen Fehler, die wir gemacht haben, haben nichts mit Handball zu tun.

HC TuRa: Walter, Banaschak; Nowaczyk, Roßfeldt 3, Terbeck 3, Webers 1, Trost 3, Hoppe 1, Domanski 4, Fülber 4, Honerkamp 1, Saarbeck 3, Rotert.

Bildzeile: An der Abwehrarbeit der TuRaner hat es nicht gelegen, dass am Ende nur ein 23:23-Unentschieden gegen Isselhorst heraus kam, vorne wurden die entscheidenden Fehler gemacht, zu viele Bälle verworfen.

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