SuS Kaiserau ein etwas glücklicher Derbysieger in der Schumann Arena

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Fußball, Landesliga 3: Königsborner SV – SuS Kaiserau 1:2 (0:1). Nicht wenige unter den rund 350 Zuschauern in der Schumann Arena hatten Gastgeber Königsborner SV vor dem Anpfiff auf den Favoritenthron gehoben. Das Ergebnis zum Meisterschaftsauftakt – 7:0 in Welper –  sprach auch für den Aufsteiger. Der war stets bemüht, hatte auch mehr Spielanteile zu verzeichnen, war aber vor dem Kaiserauer Tor nicht effektiv genug. Am Ende stand nur ein Treffer zu Buche, die Schwarz-Gelben dagegen hatten zwei aufzuweisen – und waren der Derbysieger.

Königsborn begann forsch das Spiel, hatte mehr Ballbesitz und war in der ersten Viertelstunde tonangebend. Christopher Simon, Daniel Duda oder Vali Wettklo hätten durchaus die Führung erzielen können. Alles wartete auf das 1:0, doch das machten die Gäste. In der 15. Minute kam ein langer Ball nach vorne. Den nahm Dylan Pires an, lief einige Meter und bediente dann mit einem Querpass den mitgelaufenen Timo Micarek und der hatte keine Mühe zu vollenden.
Bildzeile: Kaiserau-Kapitän Timo Milcarek (li.) – hier im Wettlauf mit Königsborns Hasan Boulakrhif – erzielte nach einer Viertelstunde die 1:0-Führung.
Der Treffer zeigte Wirkung, denn im weiteren Spielverlauf war der Königsborner Spielfluss gehemmt. Dennoch hatten Vali Wettklo und Leo Mayka noch beste Gelegenheiten auszugleichen. Fabio Bauer im Kaiserauer Tor stellte sich zumeist dagegen. Doch dann fiel kurz nach der Pause doch der Ausgleich: Lutz Radojewski legte sich 20 Meter vor dem Kaiserauer Tor den Ball zum Freistoß zurecht und zirkelte den platziert in die SuS-Maschen. So beflügelt drängte der KSV in den folgenden Minuten auf die Führung. Die blieb ihm verwehrt. Nicht aber Kaiserau. Die 73. Minute: Erneut schlug der Gast einen langen Ball in die Königsborner Hälfte. Dylan Pires konnte die Abwehr der Hausherren überlaufen und schob zum 2:1 ein. Das war der Endstand, wenngleich die Feiler-Truppe bemüht war, das Ergebnis noch zu korrigieren. Christopher Simon hatte in den Schlussminuten die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich, spielte sich durch die Kaiserauer Abwehr, doch Fabio Bauer war Endstation. Am Ende ein etwas glücklicher Sieg der Schwarz-Gelben.

Trainerstimmen
Andreas Feiler (KSV): In der 1. Halbzeit hatten wir mehr Ballbesitz. Nach der Pause haben wir zu hektisch gespielt, falsche Entscheidungen getroffen, ohne vorher die richtige Wahrnehmung gehabt zu haben. Und dann kommt so was raus, wie es gekommen ist. Wir haben Kaiserau ein paar Chancen ermöglicht durch unser Fehlverhalten. Von daher müssen wir das 1:2 auch anerkennen, weil wir es durch unsere Leistung auch nicht verdient gehabt hätten zu gewinnen. Wir haben zu viele Fehler gemacht. Es gilt daraus die Lehren zu ziehen.
Philip Bremer (SuS): Wir nehmen den Sieg heute sehr gerne mit. Wir hatten gerade in den letzten  Spielen zum Schluss hin Spielpech und noch Punkte abgegeben. Letzte Woche haben wir gegen Hombruch zwei Punkte verloren, die wir hätten behalten müssen. Heute haben wir die Punkte etwas glücklich mitgenommen. Ein Unentschieden wäre für Königsborn auch nicht unverdient gewesen. Ich glaube, dass der KSV noch eine sehr entscheidende Rolle in der Landesliga spielen wird. Die sind taktisch sehr gut aufgestellt, haben gute Spieler in den Reihen. Die hatten einen guten Plan. Da konnten wir nach der Halbzeit dann besser dagegen arbeiten, hatten auch ein bisschen umgestellt. Das hat ganz gut geklappt. Die Jungs haben sich durch den Kampf das Glück dann auch erarbeitet. Das nehmen wir gerne mit.

KSV: Mandusic, Val Leander Wettklo, Simon, Radojewski, Kutscher (61. Pagel), Duda, Acar (61. Mushaba), Boulakrhif (90. Kloeter), Mayka (84. Lukas), Marchewka, Akcay (77. Darraz).
SuS: Bauer, Weßelmann, Aydin, Schuster (52. Steffen), Barry (90. Diallo), Pires, Lahr, Hülsmann (82. Herrmann), Friede, Stender (90. N. Wagner), Milcarek (76. Schubert).
Tore: 0:1 (15.) Milcarek, 1:1 (49.) Radojeswki, 1:2 (76.) Pires.

Bildzeile: Kampf um den Ball zwischen dem Königsborner Lennart Kutscher (li.) und dem Kaiserauer Alhusain Barry / Foto KSV.

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