
Fußball, Westfalenliga 2: FC Brünninghausen – Holzwickeder Sport Club (Sonntag, 19. April, 15.30 Uhr, Garandus-Arena, Am Hombruchsfeld 71, Dortmund-Brünninghausen).
Den Schwung aus den Siegen am Donnerstag im Elfmeterschießen gegen den Oberliga-Spitzenreiter Westfalia Rhynern (9:8) und letzten Sonntag gegen den BSV Schüren (2:1) möchte der HSC liebend gerne mitnehmen. Am Sonntag geht es zum Tabellenletzten FC Brünninghausen. Das Team von Trainer Carsten Droll hat fünf Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz und eine miserable Tordifferenz. Doch das Team zu unterschätzen, wäre fatal, ja sogar fahrlässig.
Vorsicht vor FCB – starker Kantersieg Sieg beim Tabellenzweiten Horsthausen – Hordel trifft auf Horsthausen – Relegation möglich
Der FC Brünninghausen, viele Jahre Stammgast in der Ober- und Westfalenliga und auch beim Aplerbecker Hecker-Cup (bei dem sie in diesem Jahr keine Einladung mehr erhielten), besiegte am letzten Sonntag völlig überraschend den Tabellenzweiten SpVgg Horsthausen auf deren Anlage in Herne mit 5:2. Das war ein starkes Zeichen aus dem Tabellenkeller und Indiz, dass man sich in Dortmund noch lange nicht aufgegeben hat. Zudem treffen am Wochenende Hordel (1.) und Horsthausen (2.) im direkten Duell aufeinander. Auch das eröffnet dem HSC alle Möglichkeiten – aber nur im Falle eines eigenen Dreiers. Und dass es dann sogar noch mit immer größerer Sicherheit zu einer Relegation der Westfalenliga-Zweiten kommen kann, lässt viele ohnehin träumen.
Brünninghausen mit großen Defensivschwächen
Der FC Brünninghausen hat ohne Zweifel ein Abwehrproblem. 50 Mal schlug es bereits ein – nur Herne ist mit 53 Gegentreffer schlechter. Im Angriff brachte das Heimteam auch deutliche Schwächen zutage, was sich an den nur 33 geschossenen Treffern erkennen lässt. Nur einmal ging der FC Brünninghausen in den vergangenen fünf Partien als Sieger vom Feld. Der Blick auf die Torschützenliste zeigt, auf wen der HSC sich besonders „liebevoll“ kümmern muss. Da wäre zum einen der mit elf Treffern beste Schütze (damit ein Drittel!), der Ex-Holzwickeder Tomislav Ivancic. In Horsthausen traf er zweimal. Ousmann Diallo (2) und Yasin Akman (1) waren in Horsthausen ebenfalls erfolgreich und wissen, wo die „Bude“ steht. 15 Duelle gab es bislang zwischen dem HSC und FCB – zehn Siege für den HSC, drei Remis und zwei FCB-Siege sind die bisherige Bilanz. Im Hinspiel gewann der Holzwickeder SC zuhause durch ein Tor von Luis Weiß mit 1:0. Nette Statistik am Rande: Mit zwölf Siegen waren die Gäste aus Holzwickede genauso häufig erfolgreich, wie der FC Brünninghausen in dieser Spielzeit verlor.
HSC erneut mit kleinem Kader – weiterhin beste Defensive der Liga
Der Holzwickeder Sport Club nimmt mit 43 Punkten den dritten Tabellenplatz ein. Beim HSC greift die alte Fußballweisheit, wonach der Angriff Spiele gewinnt, die Abwehr aber Meisterschaften. Mit gerade einmal 19 Gegentoren stellt das Team von Coach Kurtulus Öztürk die beste Defensive der Westfalenliga 2. Personell sieht es wie in den letzten Wochen aus: Gerade noch 15 gesunde Spieler umfasst der Kader. Die gute Nachricht: Im Pokalspiel gegen Rhynern verletzte sich niemand. Freitag und Samstag war Schonung beim HSC angesagt – trainiert wurde nicht mehr. Verständlich angesichts der Pokalstrapazen und den wenigen noch zur Verfügung stehenden Spielern.
Erfahrener Routinier Martin Pier „an der Pfeife“
Schiedsrichter der Begegnung wird Martin Pier vom SV Südkirchen sein. Er pfiff bereits je ein Spiel beider sonntäglicher Kontrahenten: Das 0: 0 des HSC in Wiemelhausen und das 3 : 2 von Westfalia Herne gegen Brünninghausen.
Bildzeile: Lokman Erdogan (li.), hier im Zweikampf beim 1:0-Erfolg des HSC im Hinspiel gegen Brünninghausen. Erdogan spielt eine ganz starke Saison beim HSC und ist nicht zu ersetzen.





