Spät, aber noch rechtzeitig markiert SuS-Torjäger Schuster den so wichtigen 2:2-Ausgleich – der Klassenerhalt

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Fußball, Landesliga: SuS Kaiserau – STV Horst-Emscher 2:2 (0:0). Der SuS Kaiserau kann Rückstand wett machen. Vor Wochenfrist in Brackel nach 0:4 ein 6:4. Dieses Mal lag Schwarz-Gelb 0:2 zurück, schaffte das 2:2 – und das in dieser Drucksituation. Eine Niederlage und man wäre abgestiegen. Dagegen stemmte man sich ab Mitte der 2. Halbzeit mit Vehemenz, zeigte Moral und wurde belohnt.

Die Uhr zeigte schon die Nachspielzeit an. Kaiserau kam noch einmal vor das Tor von Horst-Emscher. Felix Hülsmann drängte über rechts nach vorne, schoss auf das Horster Tor, der STV-Torwart wehrte den Ball nach rechts ab, direkt vor die Füße von Marvin Schuster. Der stand am linken Pfosten goldrichtig und beförderte die Lederkugel in die Maschen. 2:2. Ein typisches Schuster-Tor, der damit sein Torkonto auf 31 erhöhte. „Schön, dass ich mich so verabschieden kann“, jubelte er und wurde von seinen Mitspielern fast erdrückt vor Freude. Das war das erlösende Unentschieden, das Kaiserau so sehr zum Klassenerhalt brauchte. Nach den Ergebnissen der Konkurrenz im Keller hätte eine Niederlage den Abstieg bedeutet.

Hülsmann und Schuster die Kaiserauer Torschützen

Es kam zum Glück nicht dazu, wenngleich es lange nicht so aussah. Horst-Emscher war im Spiel, verschenkte nichts und kam nach der Pause zu einer 2:0-Führung. „Oh nein“, einhelliger Tenor unter den 300 Zuschauern, so wie sie Anhänger von Schwarz-Gelb waren. Doch die Gastgeber gaben nicht auf. Lukas Manka und Robin Pfahl kamen ins Spiel, wollten sich in ihrem letzten Spiel für Kaiserau – Manka geht zu TuRa und Pfahl nach Bausenhagen – nicht mit einem Abstieg verabschieden. Sie waren „Triebfedern“ und die Gastgeber drängten. Zwei Mal rettete Horst-Emscher auf der Linie, ein Tor wurde wegen Abseits nicht gegeben. Und doch fielen die erlösenden Treffer doch noch. Erst Felix Hülsmann mit einem platzierten 20m-Schuss und eben Schuster trafen. Der Schlusspfiff ging im Jubel der Kaiserauer Spieler wie Zuschauer unter.  Der SuS Kaiserau spielt in der kommenden Saison weiter in der Landesliga. Auch sehr zur Freude von Neu-Trainer Patrick Kulinski, der während der 90 Minuten mitfieberte.

Bildzeile: Riesenjubel nach dem Abpfiff beim SuS Kaiserau.  2:2 – der eine Punkt reichte zum Klassenerhalt.

SuS-Trainer Robert Kittel: Bei unseren Spielverläufen haben wir immer die Hoffnung, das wir ein Spiel noch drehen können. Der 0:2-Rückstand war natürlich hart. Wir hatten bis dahin auch keine richtige Torchance. Wir waren sehr lethargisch, ein bisschen wie gelähmt. Man hat den Druck unserem Spiel angemerkt. Der Gegner hat auch nichts geschenkt, eine gute Mannschaft. Nach dem 2:1 sind wir ins Laufen gekommen. Ein Tor hat man uns wegen Abseits nicht anerkannt. Ob das wirklich Abseits war, konnte ich aus meiner Position nicht erkennen. Zwei Mal wurde noch knapp auf der Linie geklärt. In der Nachspielzeit typisch Marvin Schuster, der den Ball reinhaut. Er steht halt immer richtig und hat so schon einige wichtige Tore gemacht. Damit hat er sich sehr gut verabschiedet. Wir bleiben in der Landesliga. Am Ende eines brisanten Spiels dann doch noch ein versöhnlicher Abschluss.

SuS: Suhr, Weßelmann, Steffen, M. Schuster, Abdou, Schulz, Richter (61. Manka), Herrmann, Friede (74. Pfahl), Stender (64. Hülsmann), Milcarek (90. Wagner).
Tore: 0:1 (48.) Cengelcik, 0:2 (55.) Bouachira, 1:2 (77.) Hülsmann, 2:2 (90.)M. Schuster.

Bildzeile: Kaiseraus Abwehrchef Uli Steffen (Mitte) hielt es am Ende nicht mehr hinten, er stürmte druckvoll mit, durfte sich am Ende über den Punktgewinn und damit verbunden den Klassenerhalt freuen.

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