Krombacher Kreispokal: SG Massen bietet dem Favoriten Rhynern bis zum Schluss Paroli und gibt sich nur knapp 3:4 geschlagen

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Fußball, Krombacher Kreispokal Männer, Achtelfinale: SG Massen – Westfalia Rhynern 3:4 (1:2). Alle Achtung SG Massen! Der Außenseiter hat dem Oberliga-Spitzenreiter Westfalia Rhynern über die 90 Minuten einen beherzten Kampf geliefert, ihn gefordert und sich am Ende nur knapp geschlagen gegeben. Ja, das Pokal-Aus, aber viel wichtiger war jedoch, dass der gastgebende Bezirksligist neues Selbstvertrauen für die weiteren Ligaspiele tanken konnte. Der Auftritt lässt jedenfalls hoffen.

Bildzeile: Drei Mal Torjubel bei der SG Massen.

Von Beginn an hatte Rhynern das Heft des Handelns in der Hand, hatte viel Ballbesitz, doch Torgefahr verbreiteten die Gäste nicht unbedingt. Massen stand gut gestaffelt, stellte eine gute Defensive hin und machte die Räume eng. Etwas überraschend das 1:0 für die SGM, als Lewin Schinow einen Konterangriff erfolgreich abschließen konnte. Rhynerns Pietryga glich aus und nach einem Foulspiel zeigte der Unparteiische Hendrik Maaz auf den Punkt – den Elfer verwandelte Michael Wiese sicher. 1:2.

Wer nun geglaubt hatte, dass damit der Weg zum Rhynerner Sieg frei gewesen wäre, der sah sich getäuscht. Dem Oberligisten fehlte in Halbzeit zwei so ein bisschen der Zug zum Massener Tor. Wie man zum Torerfolg kommt, das zeigte Philipp Kohlmann, der das 2:2 markierte. Das hatte sich Davin Wöstmann abgeschaut, war danach zwei Mal erfolgreich und stellte das Ergebnis auf 4:2. Alles entschieden? Denkste! Die Köhler-Truppe bekam noch einmal frischen Wind und verkürzte durch Sven Ricke auf 3:4. Bis zum Schluss musste der Favorit um das Weiterkommen bangen, denn Massen blieb am Drücker. Doch ein weiterer Treffer wollte den bis zum Ende engagierten Gastgebern nicht mehr gelingen. Am Ende hat der Favorit zwar gewonnen, aber der Auftritt der Köhler-Truppe war nachhaltig.

Trainerstimmen
Marco Köhler (SGM): Wir alle sind überrascht, dass wir das Spiel über 90 Minuten so offengehalten haben.  Ich weiß aber auch, dass unser Kader Qualität hat. Man muss es nur abrufen. Wir haben so bissig gespielt, so emotional, mit so viel Mentalität und Willen. Wenn wir das so die letzten vier Wochen gemacht hätten, bin ich mir sicher, dann hätten wir den einen oder anderen Punkt mehr auf dem Konto. Wir haben gesehen, die Mannschaft lebt und wir werden uns in der Liga auch rauskämpfen. Ich habe heute nur Komplimente übrig. Das muss man auch erst mal über 90 Minute so durchziehen. Schade, dass wir am Ende so knapp scheitern. Letztlich nehmen wir viel, viel Gutes mit.
Michael Kaminski (Westfalia): Kompliment an Massen. Die haben es bis zum Ende spannend gemacht. Wir haben das 4:2 gemacht, glaubten wir wären durch. Aber es fiel schnell das 4:3. So ein Ergebnis ist immer kriminell, da kann immer mal wieder einer durchrutschen. Dann kriegt der Gegner die zweite Luft. Bis zur 60. Minute haben wir nur einen Schuss draufbekommen und der war drin. Im Pokal zählt einfach das Weiterkommen. Das haben wir geschafft. Das war kein Schönheitspreis. Ich fahre auch nicht zufrieden nach Hause. Das Beste ist wie gesagt, wir sind weitergekommen.

SGM: da Costa, Schnee, Bäcker (72. O’Reilly), Grasteit, (83. Rodriguez) Oscislawski, Dahl (55. Ricke), Üstün, Schinow (55. Oruku), Paschedag, Idczak, Kohlmann (65. Russello).
Westfalia: Teclaw, Schubert, Seber, Zweimann, Onofaro, P. Franke, Pietryga, Antwi-Adjej, Michler, Wiese, Arenz.
Tore: 1:0 (19.) Schinow, 1:1 (28.) Piertryga, 1:2 (39.) Wiese Strafstoß, 2:2 (62.) Kohlmann, 2:3 (70.) Wöstmann, 2:4 (77.) Wöstmann, 3:4 (80.) Ricke.

Bildzeile: Torgefahr im Massener Strafraum. Oberligist Westfalia Rhynern versucht sich hier in Aktion zu setzen.

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