Paula Rumpf holt sich wieder den Titel der Westfalenmeisterin

Tennis: Paula Rumpf, früher TC Methler und jetzt TC Union Münster, und Nino Toto (TC Südpark Bochum) heißen die Sieger des letzten großen WTV-Turnieres im Jahr 2022. Sie setzten sich in den Damen- und Herren-Endspielen der Westfalenmeisterschaften gegen die jeweils an Nummer zwei gesetzten Gegner durch.

1:4-Rückstand wettgemacht

Keines der Matches dauerte in den Halbfinals länger als ein Fußballspiel. So setzte sich die Topgesetzte Paula Rumpf im Halbfinale mit 6:4, 6:0 gegen die an Position 4 gesetzte frühere Vereinskollegin Anne Elisa Zorn (TC RW Stiepel) durch. Anfänglich geriet Titelverteidigerin Rumpf dann im Endspiel 1:4 gegen Eva Bennemann (TC Deuten) in Rückstand. Anschließend schaltete sie zwei Gänge hoch und hielt dieses Tempo auch bis zum Ende des Matches bei. Elf der restlichen 12 Spiele wanderten zum 6:4, 6:1 auf ihre Seite. Der Titel bei den Herren ging an Nino Toto (TC Südpark Bochum, der sich gegen Luca Matteo Sobbe (TuS Ickern) mit 7:6, 5:7, 12:10 durchsetzen konnte.-

Die Sieger der Senioren-Konkurrenzen

Damen 30
Wer drei Gruppenspiele siegreich bestreitet, der hat den Titel Westfalenmeisterin auch verdient. Mareike Müllers (TC Kamen-Methler, links) Schlüssel zum Sieg war der 7:6, 6:3-Erfolg gleich zu Beginn der Gruppenphase gegen die Zweitplatzierte Tamara Dalibor (TC 22 Rheine, rechts).

Bildzeile: Mareike Müller (li.) holte sich die Westfalenmeisterschaft bei den Damen 30.

Damen 50
In einer 4er-Gruppe setzte sich Kirsten Gödde (TC Lössel-Roden) vor Katja Geißler (Hagener TC BG) souverän und ohne Probleme mit drei Siegen durch. Es ist in diesem Jahr schon ihr zweiter Coup auf WTV-Ebene. Mit der Damen-Mannschaft ihres Vereins holte sie im September bereits den WTV Vereinspokal bei den Damen 40.

Damen 60
Ebenso klar durfte Karin Koehle (Suderwicher TC) in einer 3er-Gruppe vor Uschi Steigleder (PSV Gelsenkirchen) jubeln. Lediglich zwei abgegebene Spiele in zwei Matches sprechen Bände.

Damen 65
Etwas mehr Arbeit auf ihrem Weg zum Titel hatte Elisabeth Hammelstein (ATV Dorstfeld, links) zu verrichten. Zunächst setzte sie sich, wie auch ihre Finalgegnerin Ulrike Kaluza (TV RW Bönen, rechts) in einer 3er-Gruppe durch. Das Endspiel wurde dann am Ende zu einer spannenden Angelegenheit zugunsten der Dortmunderin Hammelstein – 3:6, 6:2, 10:5.

Bildzeile: Nach drei umkämpften Sätzen musste sich Ulrike Kaluza (re.) bei den Damen 65 im Endspiel geschlagen geben.

Herren 30
Neuauflage des Vorjahresfinals, anderer Sieger! Carlo Bückmann (1. TC Hiltrup, links) konnte sich für die Niederlage gegen Manuel Alves (TC Unna GW, rechts) erfolgreich revanchieren. Beim 6:2, 6:2 ließ er seinem Gegner mit klugem und gefühlvollem Spiel kaum eine Chance.

Bildzeile: In einer Neuauflage des Vorjahresfinals bei den Herren 30 musste sich dieses Mal Manuel Alves (re.) geschlagen geben.

Herren 40
Sieg vom Lokalmatador! Andreas Thivessen (TV Espelkamp-Mittwald), Mitglied des TC BW Werne, hat es sich nicht nehmen lassen, erneut in seiner Heimat zu triumphieren. Allerdings stand sein Sieg schon in der Gruppenphase durch die Niederlage gegen Andre Hagenjürgen (TC GW Westerholt) auf wackeligen Füßen. Lediglich drei gewonnene Spiele mehr katapultierten ihn ins Finale gegen Andre Siemes (TV Erwitte). Über 20 Minuten dauerte ein Spiel im 2. Satz. Danach war der Bann gebrochen und Thivessen zog zum 6:2, 6:1 davon.

Herren 45
Mit Michael Thiemann (SV Münster) ging ein guter Bekannter im WTV ungesetzt in das Turnier und marschierte bis zum Finale durch. Dort musste er allerdings, einem ebenso bekannten Gesicht auf Westfalens Tennisplätzen, Björn Berg vom TC GW Paderborn zum 6:3, 6:3-Sieg gratulieren.

Herren 50
Titel verteidigt! Michael Schmidtmann (TC GW Lippstadt) spielte sich mit Übersicht und Händchen durch das Turnier, gab insgesamt in seinen drei Matches nur zehn Spiele ab. Im Finale gegen den ungesetzten Peter Lenz (TC Union Münster) waren es nur derer drei – 6:1, 6:2.

Herren 55
Laut eigener Aussage hat Lutz Rethfeld (THC Münster) schon über 30 Titel bei Westfälischen Meisterschaften eingesammelt. Dass in diesem Winter eine weitere hinzukam, ist seinem kühlen Kopf im Finale beim Stand von 4:3 im 2. Satz gegen Uwe Schröder (TC Kaunitz) zu verdanken. Beide kämpften in diesem Spiel lautstark um jeden Punkt. Mit dem besseren Ende für Rethfeld, der wenig später jubeln durfte – 6:0, 6:3.

Herren 60
Peter Keßner heißt der Sieger bei den Herren 60. Der Senior des TuS 59 Hamm hatte alles in allem wenig Mühe in seinen drei Matches. Im Finale gegen Michael Piepenstock (Hagener TC BG) wurde es beim 6:0, 6:4 nur am Ende nochmal etwas brenzlig.

Herren 65
Mit Jürgen Ackermann (TG Gahmen) siegte nicht nur der Topgesetzte, sondern auch ein bekanntes Gesicht in der westfälischen Tennisszene. Für seinen Titel brauchte er im Halbfinale gegen Volker Brinkhoff (TC BW Castrop) und im Finale gegen Thomas Profazi (TC St. Mauritz) zwei Mal gute Nerven. Beide Matches entschied er jeweils mit 10:7 im Matchtiebreak. Im Endspiel lag er bereits mit 3:7 zurück, ehe ihm sieben Punkte in Folge gelangen. Das Ergebnis scheint ihm zu liegen. Auch 2021 spielte er sich mit 10:7 zum Titel.

Herren 70
Fast identisches Bild wie im Vorjahr, mit nur einer Nuance Unterschied. Entschied Antonius Warmeling (TC SG Hagen) das Finale 2021 gegen Wilfried Siwitza (TG Gahmen) mit 6:3, 6:1 für sich, lautete das Endspiel-Resultat bei der diesjährigen Ausgabe genau anders herum – 6:1, 6:3.

Herren 75
Eine weitere Titelverteidigung! Heiner Eymer (TC GW Lippstadt), im letzten Jahr noch für den Ruderverein Rauxel am Ball, lieferte sich mit Klaus Schneider (SF Sennestadt) ein spannendes Finale. In den entscheidenden Momenten hatte Eymer das bessere Ende zum 7:5, 6:4 für sich.

Herren 80
Zum 80. Geburtstag machte sich Lokalmatador Franz Stüer (TC BW Werne) selbst ein Geschenk und heimste erstmals den Titel ein. Dazu reichte ein 6:3, 6:2 im Gruppenspiel gegen Wolfgang Brunotte (TC GW Lippstadt), weil der dritte im Bunde, Hans Koller (TV Espelkamp-Mittwald), nicht antreten konnte.

Bildzeile: Die topgesetzte Kamenerin Paula Rumpf (links) wurde Damen-Westfalenmeisterin. Sie besiegte Eva Bennemann in zwei Sätzen (6:4, 6:1) und trat danach die Reise zu den Deutschen Meisterschaften nach Biberach an. Dort erreichte sie das Achtelfinale / alle Fotos WTV.

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