
Radsport: Kaum ist die Deutsche Meisterschaft vorbei, stehen schon wieder Straßenrennen für die Fahrer des RSV Unna an. So ging es am Freitag in das westliche Münsterland nach Stadtlohn. Hier fand das traditionelle Nachtuhlenrennen statt, das am späten Nachmittag beginnt und bis in die Nachtunter Leuchtpilzen stattfindet. So entsteht eine für Radrennen ungewöhnliche Atmosphäre, wenn die Fahrer durch halbdunkle Straßen rasen und durch die Scheinwerfer der Begleitfahrzeuge erhellt werden.
Zuerst standen die U19Junioren, Amateure und die Masters 2 am Start. Es musstenbis zu 51 Runden mit über 60km zurückgelegt werden. Hier konnten direktzwei Fahrer des Vereins auf das Podium steigen. Jonathan Müller konnte sich als einziger Juniorenfahrer beim Kriterium gegen die älteren Fahrer Punkte sichern und stand verdientermaßen ganz oben auf dem Treppchen. Linus Claußmeyer musste mit Lungenproblemen aus dem Rennen gehen. Martin Brechmann, Geschäftsführer des Vereins, konnte sich bei den Masters 2 den dritten Rang sichern. Lasse Schenkmann und Luca Jordan verpassten bei den Amateuren knapp das Podium. Aber nicht nur Kriteriumspunkte konnte manbei den Sprintwertungen kassieren, sondern es wurden auch diverse Geldprämien im Laufe des Rennens ausgelobt.
Josefine Wendel gewinnt von acht Sprints fünf
Josefine Wendel musste in der U17w zeitgleich mit den Elite Frauen starten. Sie konnte hier zwar keine Punkte im Kriterium sammeln, da dies der Elite vorbehalten war, aber sie durfte auf die Geldprämien sprinten. Hier zeigte sie ihre ganzen Sprintqualitäten. Von acht Sprints gewann sie fünf gegen die Elite Frauen und belegte zudem dreimal den zweiten Platz. So gewann sie nicht nur mit mehreren Runden Vorsprung vor der nächsten Jugendfahrerin das Rennen, sondern strich sich auch ein dickes Taschengeld ein.
Jonah Thielemeier musste bei den Elite Männern vorzeitig das Rennen beenden.
Merlin Lauer und Tom Wendel gingen in Luxemburg bei der 4-Länder-Meisterschaft der U23 an den Start. Dies ist ein Zusammenschluss der nationalen Meisterschaften von Luxemburg, Österreich, der Schweiz und Deutschland. So gab es fast 200 Starter aus den vier Nationen, wobei Deutschland mit knapp 90 Startern den größten Anteil hatte. Leider verpasste Lauer schon früh nach zwei rasanten Abfahrten den Anschluss ans Feld und wurde aus dem Wettbewerb genommen. Wendel, einer der jüngsten Fahrer im Feld mit drei Jahren Unterschied, konnte sich bis zur Rennmitte behaupten, bevor seine Gruppe ebenfalls aufhören musste. Zu dem Zeitpunkt lag er ungefähr auf Platz 70gesamt und auf Platz 40 im Deutschland-Ranking. Wendel war mit seiner Leistung zufrieden, da größtenteils nur Fahrer aus Kontinental- oder World-Teams im Rennen waren, die den Radsport teils hauptberuflich ausüben. Es kamen nur ein Drittel der Fahrer ins Ziel.
Bildzeile: Luca Jordan (li.) und Jonathan Müller glücklich vereint nach der Zielankunft.





