Krombacher-Kreispokal: HSC ohne Gomez Dimas und McLeod im „Bonusspiel“ gegen Westfalia Rhynern

Fußball, Krombacher-Kreispokal, Viertelfinale: Holzwickeder SC – SV Westfalia Rhynern (Mittwoch, 19. Oktober, 19.30 Uhr, Montanhydraulik-Stadion, Jahnstraße 7, Holzwickede). Es ist das vorweggenommene Endspiel der beiden verbliebenen ranghöchsten Vereine im Viertelfinale des Krombacher Kreispokal im Kreis Unna/Hamm. Am Mittwochabend treffen der Vierte der Westfalenliga 2, der Holzwickeder SC auf den Zweiten der Oberliga Westfalen, den SV Westfalia Rhynern. „Wir freuen uns auf dieses Bonusspiel. Um es aber auch klar zu sagen: Der Fokus liegt, gerade in der aktuellen Situation, klar auf den Ligabetrieb“, sagt HSC-Chefcoach Benjamin Hartlieb. Dennoch sei es auch ein Derby – und das habe seinen eigenen Reiz.

„Rhynern klarer Favorit“ – Westfalia mit superstarker Defensive

Die Favoritenrolle liegt klar bei Westfalia Rhynern. Das Team von Michael Kaminski ist in der Oberliga Westfalen als einziges Team bei sechs Siegen und vier Remis noch ungeschlagen. Bei einem Punkt Rückstand auf Spitzenreiter TuS Bövinghausen ist man auf Schlagdistanz zum „Platz an der Sonne“. Zuletzt gab es durch ein Tor von Tim Neumann ein 1:1 gegen den SC  Preußen Münster II. Davor besiegte man den Sc Aplerbeck mit 1:0. Die Tordifferenz von 16:5 Toren zeigt, wo eine der Stärken der Westfalia liegt: die Defensive.

Rhynern hat viele individuell hochkarätige Spieler, die als Team genau wissen, was man tun muss, um erfolgreich zu sein. Total stimmig in der Taktik, sehr gut und aggressiv in der Defensive, ein herausragendes Gegen-Pressing, sie wissen nach Balleroberungen, wie man schnell zum gegnerischen Tor kommt, nutzen Fehler aus und beschlafen Schlafmützigkeiten gnadenlos. Dazu kommt ein großer Kader, so dass auch viele Spieler zum Einsatz kommen können. Aufgrund der Erfolge wird man auch selbstbewusst in Holzwickede auftreten. Knacken kann man die Westfalia nur, wenn man sich selbst nicht knacken lässt.

Knacken kann man Rhynern nur, wenn man sich selbst nicht knacken lässt

Und da kommt das Problem des HSC auf den Tisch: Man lässt sich mit nun 20 kassierten Gegentoren in zehn Begegnungen in der Meisterschaft viel zu oft knacken. Dazu kam das 1:5 nach einer grottenschlechten Leistung am letzten Sonntag gegen den Aufsteiger SC Obersprockhövel. Die Zahl der kassierten „Buden“ ist einfach viel zu hoch. „Obersprockhövel hat gefühlt viermal aufs Tor geschossen und fünf Tore erzielt“, meinte Benny Hartlieb süffisant nach der heftigen Klatsche gegen den SCO. Viel Zeit hatte man nicht auf die intensive Vorbereitung auf das Kreispokalspiel. Dennoch verrät der Coach: „Wir werden auch Spielern eine Einsatzmöglichkeit geben, die zuletzt nicht so viele Spielanteile hatten.“

Ohne Torjäger Gomez Dimas und McLeod

Verzichten muss Hartlieb auf Andres Gerardo Gomez Dimas und Connor McLeod. Gomez Dimas hatte sich im Obersprockhövel-Spiel am Rücken verletzt. Hier wird es noch weitere ärztliche Konsultationen geben. Für Rhynern ist er allerdings keine Option. Ausfallen wird auch der an der Schulter verletzte Australier Connor McLeod.

Wiedersehen mit Lucas Arenz – zuletzt Sieg für Rhynern

Ein Wiedersehen geben wird es beim Match gegen die Westfalia aus Rhynern mit dem Ex-Holzwickeder Lucas Arenz. Rhynern wird’s allerdings auch weitere Hochkaräter im Kader haben wie Kapitän Michael Wiese, Lennard und Jan Kleine oder Gianluca Di Vinci in der Offensive.

Am 9. März 2022 standen sich Rhynern und der HSC noch in der Oberliga gegenüber. Damals besiegte die Westfalia den Holzwickeder SC mit 2:0.

Schiri aus Hamm – HSC mit keinen guten Erinnerungen

Niklas Erkeling aus Hamm wird das Spiel am Mittwochabend leiten. An den Unparteiischen haben die Holzwickeder nicht die allerbesten Erinnerungen. Erkeling zückte im HSC-Achtelfinalspiel beim Königsborner SV gleich zwei Rote Karten gegen Torhüter Henrik Dißelhoff und Michele Teofilo.

Bildzeile: In der letzten Saison gab es nach dem Auswärtssieg in der Oberliga in Clarholz noch Applaus von „Ultra“-Chef Winfried Kirchhoff (vorne) und Heinz Hemmerich (rechts) für Lucas Arenz. Im Pokalspiel gegen Rhynern am Mittwochabend gibt es ein Wiedersehen mit dem Ex-HSCer.

 

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