Königsborner SV lässt verstärkte Holzwickeder SC U23 keine Chance und gewinnt hochverdient

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Fußball-Bezirksliga 8: Königsborner SV – U23 Holzwickeder SC 4:1 (2:1). Der Königsborner SV darf nach einer feinen Leistung weiter von der Meisterschaft und dem Landesliga-Aufstieg träumen. Für die U23 des Holzwickeder SC wird es nach dem 1:4 beim Tabellenzweiten eng. Vor allem, da es erneut zahlreiche Verstärkungen von der spielfreien „Ersten“ gab, die aber nach dem samstäglichen Testspiel gegen die A-Junioren des MSV Duisburg in der zweiten Hälfte von Minute zu Minute „platter“ wurden und keine Akzente mehr setzten.

Torhüter Kevin Beinsen, Tomislav Ivancic, Lavdrim Jusufi, Maurice Majewski, Damjan Illic, Mathieu Bengsch und Connor McLeod: Diese sieben Spieler aus dem erweiterten Oberligakader sollten nach dem 3:  bei Spitzenreiter VfR  Sölde auch beim Verfolger Königsborner SV dreifach punkten – was gründlich misslang.

Bildzeile: Kevin Jagusch und Tobias Retzlaff – dick vermummt – vertraten den privat verhinderten Cheftrainer Andreas Feiler.

Der Königsborner SV trat nicht „in voller Kapelle“ an. Kevin Jagusch und Tobias Retzlaff vertraten den privat verhinderten Trainer Andreas Feiler. Marcus Sobala, Luca Steinbach, Marcel Kalwey waren erkrankt. Darius Ruzok hat noch Trainingsrückstand.

HSC U23 geht in Führung – und verliert komplett den Faden

KSV-Kapitän Damian Marchewka zeigte gleich mal in der 3. Minute, wo es langgeht. Seinen Schuss konnte Kevin Beinsen noch so eben um den Pfosten drehen. Es begann die beste Phase der Gäste aus Holzwickeder, auch weil Königsborn zurückhaltend agierte. Mathieu Bengsch, der nach seiner langwierigen Armverletzung Spielpraxis benötigt, bekam bei einem Schuss aus zehn Metern nicht genug Druck hinter den Ball (5.). Lavdrim Jusufi verzog (10.). In der 16. Minute ging die Holzwickeder Reserve in Führung. Connor McLeod setzte sich über die linke Seite gut durch, durfte recht unbedrängt in die „Box“ eindringen und zum 1:0 ins lange Eck abschließen.

Es schien für den HSC zu laufen und das 2:0 nur eine Frage der Zeit  – aber es ging genau in die andere Richtung, vielleicht auch, weil sich von Minute zu Minute unerklärliche Fehler bei den Holzwickedern einschlichen. Anlaufen, den Gegner unter Druck setzen? Fehlanzeige. Hannes Gladysch konnte auf seiner rechten Seite unbedrängt auf und davon spazieren – Kevin Beinsen rettete (23.). Val-Leander Wettklo, der bis zu diesem Punkt schon 22 Mal getroffen hatte, hatte niemand so auf der Rechnung, trotz vorheriger Warnung von HSC Coach Claas Hoffmann. Der mächtige Schuss von Wettklo touchierte die Latte (25.), da wäre Beinsen machtlos gewesen.

Zwei Hallo-wach-Aktionen für die immer stärker abbauenden Holzwickeder? Von wegen. Nach einem Einwurf von der rechten Seitenlinie stimmte die Zuordnung im Strafraum so gar nicht und Val-Leander Wettklo konnte ungestört zum Ausgleich einnicken (28.). Der Tiefschlaf der Holzwickeder ging weiter. Wettklo fand zunächst nach einem Schuss seinen Meister in Kevin Beinsen. Den Abpraller nahm der komplett blank stehende Leon Lukas dankend an und staubte zum 2:1 ab (38.). Königsborn hatte das Spiel entscheidend gedreht. Es kam nichts mehr von Holzwickede in den restlichen Minuten der ersten Hälfte. Es gab sogar eine weitere Schwächung für den HSC. Stürmer Andreas Heiß verletzte sich und wurde durch Jan-Carsten Gajewski ersetzt (38.).

Auch nach fünf Minuten „Extrapause“ zur Halbzeit keine Verbesserung im Holzwickeder Spiel 

Fast fünf Minuten mussten die Königsborner nach der Halbzeit auf ihren Gegner warten – denn dort in der Kabine gab es mächtig Redebedarf. Geholfen hat es wenig bis nichts. Man merkte förmlich, wie jeder Holzwickeder konditionell und auch vom Willen her immer schwächer wurde. Klar hatten die wackeren Sieben „von oben“ am Samstag noch gespielt, doch ein klein wenig „mehr“ wäre okay gewesen. Und auch einige der regulären Zweiten merkten, was schon oft kritisiert wurde, dass man bereits Trainingseinheiten engagierter bestreiten sollte und auch an der persönlichen Fitness mehr arbeiten muss.

Es folgten Chancen für die immer überlegener wirkenden Königsborner fast im Minutentakt. Hassan Boulakhrif scheiterte an Kevin Beinsen (47.) wie auch der Ex-Holzwickeder Junior Mushaba in der 51. Minute mit einem abgefälschten Schuss. Auch Val-Leander Wettklo war das Schussglück in der 71. Minute nicht hold. Und der HSC? Tomislav Ivancic nahm einen netten Pass von der rechten Seite direkt und jagte das Leder knapp über das Tor (73.). Es sollte die einzige nennenswerte Gelegenheit bleiben, doch wäre das immerhin das, wenn auch glückliche 2:2 gewesen. Doch der KSV war und blieb weiter dominierend.

Entscheidung zugunsten des Königsborner SV erst kurz vor Schluss

Die Entscheidung fiel dann in der 75. Minute. Leon Lukas tankte sich durch, wobei er auch nicht ernsthaft attackiert wurde. Er sah Val-Leander Wettklo, der zum 3:1 vollendete.  Drei Zeigerumdrehungen später war es dann Leon Lukas selber, der mit dem 4:1 alles klar machte (78.). Bei diesem auch in der Höhe verdienten 4 : 1 für den Königsborner SV blieb es.

Trainerstimmen
Kevin Jagusch (Co-Trainer Königsborn): Der Sieg war auch in dieser Höhe verdient. Wir hätten das Spiel allerdings viel früher entscheiden können und müssen. Wir haben eine sehr gute, geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt.
Claas Hoffmann (Holzwickede): Der Sieg des Königsborner SV war verdient. Der KSV hat sehr abwartend begonnen. Die erste Hälfte bis zum Tor haben wir dominiert. Was dann überhaupt nicht geklappt hat? Die entscheidenden Pässe, gerade in Umschaltsituationen, kamen nicht an. Die Spieler aus dem Kader der Ersten wurden zudem nach dem gestrigen Spiel gegen die A-Junioren des MSV Duisburg, die sie zum Teil über 90 Minuten bestritten haben, immer müder. Die Jungs haben es versucht, vergeblich.

Beide Teams mit richtungsweisenden Spielen am kommenden Wochenende

Der Königsborner SV ist gut gerüstet für den „Kracher“ in der Bezirksliga 8 am kommenden Sonntag, 13. März, um 15 Uhr beim Spitzenreiter VfR Sölde. Für die U23 des Holzwickeder SC geht es in einem weiteren Abstiegs-Endspiel um 15.15 Uhr am 13. März zuhause gegen den TSC Kamen. Bei diesem Spiel wird es keine Verstärkungen aus der Ersten geben, da das Oberliga-Team ebenfalls ein Heimspiel hat – und zwar das Derby gegen den SC Aplerbeck.

KSV: Bastian Luncke, Leon Lukas, Val-Leander Wettklo (76. Kadir Arslan), Junior Mushaba (63. Tobias Wittwer), Chikwuo Francis Dinyelu, Lennart Kutscher, Hannes Richard Gladysch (76. David Tomby Pagel), Daniel Duda, Hassan Boulakhrif, Damian Marchewka, Eric Brandt
HSC: Kevin Beinsen, Tomislav Ivancic (82. Selim Mechken) , Oscar Tobio Lemos, Lavdrim Jusufi, Maurice Majewski (68. Ayoub Belabbes), Daniel Farenbruch, Damjan Illic, Mathieu Bengsch (72. Alec Derichs), Connor McLeod, Andreas Heiß (38. Jan-Carsten Gajewski), Faruk Ünal
Tore: 0:1 McLeod (16.), 1:1 Val-Leander Wettklo (28.), 2:1 Lukas (38.), 3:1 Val-Leander Wettklo (75.), 4:1 Lukas (78.)
Schiedsrichter: Niklas Jo Neumann (SG Massen).

Bildzeile: Trotz einiger Ersatzgestellung kam der Königsborner SV zu einem verdienten 4:1-Heimsieg gegen eine verstärkte U23 des Holzwickeder SC.

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