HSC-Spieler weiterhin vom Klassenerhalt überzeugt – aber jetzt muss gegen Ennepetal erster Heimsieg her

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Fußball-Oberliga – Abstiegsrunde: Holzwickeder SC – TuS Ennepetal (Sonntag, 15 Uhr, Montanhydraulik-Stadion, Jahnstraße 7, Holzwickede). „Die Spieler sind weiterhin vom Klassenerhalt überzeugt. Klar sind alle von der jetzigen Situation angefasst, keinem gefällt das. Aber im Training sind alle sehr motiviert, keiner lässt sich hängen“, stellt Benjamin Hartlieb seinem Kader ein gutes Charakter-Zeugnis vor dem wohl alles entscheidenden Heimspiel am Sonntag gegen Ennepetal aus.

Nach zehn Niederlagen zuhause und nur zwei Remis muss gegen den TuS unbedingt der erste Dreier her, um dann eine Siegesserie zu starten. Geht das Match verloren, kann bei ganz unglücklichem Verlauf der eigenen und anderen Spiele und vor allem aufgrund des neun Punkte-Rückstands und der schlechten Tordifferenz, die einen weiteren Zähler notwendig macht, am kommenden Donnerstag bei der Hammer Spielvereinigung bereits das Ticket herunter in die Westfalenliga gelöst werden.

Personelle Situation bleibt angespannt

Weiterhin sehr durchwachsen sieht die personelle Situation vor dem Ennepetal-Spiel aus. Andreas Spais (Knie), Pjer Radojcic (muskuläre Probleme), Connor McLeod (erkrankt) und Henri Böcker (Zehenbruch) fallen aus. Enis Delija nach seinem Comeback beim 1:5 der HSC U23 gegen Alstedde am Donnerstag ist hingegen wieder eine Option. Auch Moritz Müller nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung gegen Sprockhövel, Nils Hoppe und Damian Ilic scheinen rechtzeitig wieder fit zu werden. Die Rückkehr von Illlic ist deshalb wichtig, weil Stürmer Philipp Gödde zuletzt in der Innenverteidigung ausgeholfen hat und nun wieder für die Offensive bereitsteht. Ersatztorhüter Torben Simon zog sich im Spiel der U23 am Donnerstagabend eine Halswirbel-Verrenkung zu – auch sein Einsatz „wackelt“, auch wenn Kevin Beinsen erneut im Kasten steht. Maurice Majewski hat sich vor zwei Wochen im Haltern-Spiel die Nase gebrochen – er will aber dabei sein, wenn auch mit einer Spezialmaske. „Aber diese Verletzungsmisere sieht sich ohnehin durch die ganze Spielzeit. Das können und wollen wir auch nicht als Ausrede gelten lassen“, so Hartlieb.

TuS Ennepetal am Donnerstag mit 2:2 gegen SpVg Vreden

Der Gegner TuS Ennepetal war bereits am Donnerstagabend am Ball. Dabei gab es vor 100 Zuschauern ein leistungsgerechtes 2:2 zuhause gegen Vreden. Damit hat der TuS nun zwei Siege und ein Remis in der Abstiegsrunde erreicht. Insgesamt steht man relativ sicher auf Rang vier mit 29 Punkten (elf mehr als der Zehnte, Holzwickede) und 40:46 Tore (HSC: 22:56). Auftrieb hat dem Team der neue Trainer Imre Renji gegeben, der Alexander Thamm vor kurzem abgelöst hatte.

HSC-Co-Trainer Dominic Buchwald hatte das Spiel beobachtet. Fazit: Der TuS ist eine körperbetont spielende Mannschaft, die aus sehr erfahrenen Spielern betrifft, die den Abstiegskampf ebenfalls sehr gut und motiviert angenommen haben. Die Grundordnung ist eher defensiv ausgerichtet, was den TuS aber keinesfalls von ordentlich vorgetragenen Gegenstößen und gefährlichen Kontersituationen abhält. Das alles macht Ennepetal zu einem sehr unangenehm zu bespielenden Gegner. Die Tore gegen Vreden schossen übrigens zum zwischenzeitlichen 1:1 Leon Enzmann (38.) und zum 2:1 Ibrahim Lahchaychi (41.). Der Ausgleich für Vreden zum 2:2-Endstand fiel früh in der zweiten Hälfte durch einen Elfmeter. Anschließend gab es nur noch wenige Szenen, die zu Toren hätten führen können – beide begnügten sich mit dem einen Zähler.

Sieg für Ennepetal im Hinspiel

Das Hinspiel in Holzwickede in der Hinrunde endete mit einem 4:2-Erfolg für den TuS Ennepetal. Die Holzwickeder Tore schossen am 5. September 2021 Moritz Müller und Leon Gensicke.

Journalist leitet das Spiel

Der 26-jährige Leonidas Exuzidis (FC Castrop-Rauxel) wurde mit der Leitung des Spiels beauftragt. Er ist ein sehr erfahrener Regionalliga- und Oberliga-Referee und pfeift auch regelmäßig Spiele der A- und B-Junioren Bundesliga. Wie auch einer seiner Linienrichter, ist er Lehrwart. Vom Beruf her ist er Redakteur mit Studium der Wirtschaft und arbeitet als Wirtschafts-Journalist beim Handelsblatt.

Bildzeile: Moritz Müller war beim 2:4 in der Hinrunde einer der Aktivposten beim HSC gegen Ennepetal (unser Foto). Er erzielte den Anschlusstreffer zum 1:3 (68.). Leon Gensicke (86.) war der weitere HSC-Torschütze. Endstand 2:4.

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