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Montag.24.Aug..2026
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HSC schlägt sich mit Eigentor selbst




Fußball, Westfalenliga 2: Holzwickeder Sport Club – SV Wacker Obercastrop 0:1 (0:0).
Der HSC und einige Akteure auf dem Rasen sind noch nicht in der Westfalenliga und in der Spielzeit 26/27 angekommen. Auch nach dem dritten Spieltag bleibt der Club sieglos und musste nach zwei Remis zuhause gegen Schüren (2:2) und in Finnentrop (4:4) mit 0:1 gegen Wacker Obercastrop die erste Heim- und Saisonniederlage hinnehmen. Das bedeutet nun Rang elf mit zwei Pünktchen. Während „oben“ die Post abgeht und sich Teams wie Iserlohn, Roj (beide neun Punkte) sowie Erndtebrück und Finnentrop (beide sieben) frühzeitig absetzen, muss der HSC von hinten das Feld aufrollen. Damit es aber überhaupt dazu kommt, sind Baustellen zu bearbeiten.
Maurice Modrzic fällt kurzfristig aus – HSC gibt Obercastrop immer wieder Luft
Vorweg: Die Niederlage war komplett unnötig. Die Gäste aus Obercastrop spielten wie im Kreispokal gegen den Landesligisten Herne-Süd ordentlich, brav und unspektakulär in einem 4-4-2. Das aber reichte gegen einen HSC, um die ersten 45 Minuten über die Runden zu bekommen. Was früh auffiel: Bereits in der vergangenen Woche hatte HSC-Cheftrainer Kurtulus Öztürk kritisiert, dass einige Spieler aktuell nicht die erwartete Leistung bringen. Und so war es dann auch gegen Obercastrop. Liefen die Gegner gefühlt zehn Meter, lief man auch genau jene Zehn-Meter-Distanz, machte aber nicht mehr. Fußballerische Entscheidungen wurden zu spät getroffen. Auch wenn es phasenweise fußballerisch passabel lief, wurde am Ende doch nicht konsequent gegen den Ball und den Gegner gearbeitet. Unter der Woche war das beim Training angesprochen worden – und auch direkt umgesetzt worden. Doch die „Trainings-Weltmeister“ brachten es am Ende gegen Wacker nicht auf den Platz. Das führte zu der Portion Extraluft beim Gegner, statt ihm eben jene Luft zu nehmen. Das Zentrum des HSC konnte dem Spiel ebenfalls keinen Stempel aufdrücken (Öztürk: „Wobei das Zentrum von vorne bis hinten reicht, also viele Spieler beteiligt sind“). Dazu kam, dass mit Maurice Modrzic kurzfristig ein Top-Stürmer aus privaten Gründen gefehlt hatte.
HSC-Großchancen durch Marek Kulczyki und Nils Kleine erst nach dem 0:1
Lange blieb es beim 0:0. In der 60. Minute stellte der Holzwickeder Sport Club personell um: Per Doppelwechsel kamen Tom Wonneberger und Denis Czarnecki für Maurice Majewski und Luis Weiß auf den Platz. Das sollte Schwung nach vorne geben – und ging doch nicht auf. Mohammed El Gourari fällt irgendwie der Ball vor die Füße. Er wollte wohl den zentralen Christian Bernhard anspielen. Doch statt zum Hombrucher Neuzugang ging das Leder geradewegs ins eigene Netz – ein geradezu klassisches Eigentor (62.). Der HSC zeigte Reaktion. Marek Kulczyki ballerte das Leder an die Latte (67.). Wieder fünf Minuten später war es Nils Kleine, der Obercastrops Keeper Jaimy Niclas Wientzek zu einer Parade zwang – der Ball ging dann an den Pfosten. Das war es: 0:1 unglücklich verloren. Jetzt gilt es, nicht in einen Negativ-Flow zu kommen. Denn solche Ergebnisse und Spiele schleppt man womöglich die Saison mit sich, sodass Siege am Ende schwerer werden.
Bildzeile: Besseres Arbeiten gegen den Ball, Gegenpressing, klügere Entscheidungen mit dem Ball und ein besseres Zentrumspiel fordert HSC-Cheftrainer Kurtulus Öztürk von seinem Team.
Kein HSC-Kreis nach dem Spiel – Aufarbeitung beim Training am Dienstag und Donnerstag – nächsten Sonntag beim SSV Buer
Seit sehr langer Zeit gab es seitens des HSC nach dem Obercastrop-Match keinen Kreis. „Wir werden das Spiel am Dienstagabend im Montanhydraulik-Stadion hart aufarbeiten. Dabei können wir dann auch auf dem Platz direkt zeigen, an welchen Positionen und Stellen es Defizite gegeben hat“, so Kurtulus Öztürk. Auch das Training am Donnerstag wird kein Zuckerschlecken werden. Weiter in der Meisterschaft geht es am Sonntag, 30. August, um 15.30 Uhr beim SSV Buer. Da war doch was? Genau: Dort, wo das Vereinslied lautet „Auf Kohle geboren“, zeigte man in der letzten Saison beim 0:0 eine äußerst schwache Vorstellung. Das soll und muss sich nun ändern.

Trainerstimme:
Kurtulus Öztürk (HSC): Der Auftritt heute hat mich negativ überrascht. Was sich letzte Woche in Finnentrop bereits abgezeichnet hat, wurde heute fortgesetzt. Wir haben dem Gegner nicht unser Spiel aufgezwungen und ihm immer wieder Luft gegeben. Fußballerische und taktische Entscheidungen auf dem Platz wurden falsch oder gar nicht getroffen. Das Spiel gegen den Ball und den Gegner war nicht ausreichend. Einige meiner Spieler werden sich strecken müssen. Das reicht so keinesfalls aus und ist auch bei vielen in bestimmten Szenen kein Erwachsenenfußball. Ich bin gespannt, wer sich in dieser Woche im Training richtig anbietet und aufzwingt.
HSC: Felix Hacker, Nils Bartke, Christian Bernhard (85. Felix Niklas Höttemann), Marek Kulczyki (48. Finlay Sube), Lokman Erdogan, Luis Weiß (60. Denis Czarnecki), Efe Kadir Bozaci, Nazarii Kovalenko (75. Lasse Schiedel), Mohammed El Gourari, Nils Kleine, Maurice Majewski (60. Tom Wonneberger)
Obercastrop: Jaimy Niclas Wientzek, Stefan Siepmann, Luca Erdelkamp (82. Serhat Can), Uriel Kyrill von Kralik, Salih Olgunsoy (88. Mick Nabrotzki), Elvis Shala (78. Lance Karl Demski), Furkan Yilmaz (58. Aggelos Nikolaos Meselidis), Lukas Steinrötter, Jeremi Hagenau (90. Ioakim Lemonis), Kevin Meckel, Efecan Akin
Tore: 0:1 El Gourari (62.9 Eigentor.
Zuschauer: 147
Schiedsrichter: Maik Echelmeyer (SV Teuto Riesenbeck).
Bildzeile: Jan Nielinger (beim Kopfball) und Leo Mayka (re.) fehlen dem Holzwickeder SC in der aktuellen Lage. Zumindest Leo Mayka wird am kommenden Sonntag in Buer wieder zum Kader zählen.