HSC scheitert knapp mit 1:2 in der 2. Runde des Westfalenpokals gegen FC Gütersloh

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Fußball, 2. Runde Krombacher-Westfalenpokal: Holzwickeder SC – FC Gütersloh 1:2 (0:0).  Einmal stand die damalige Spielvereinigung Holzwickede in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals. Am 5. August 1978 gab es damals ein 0:5 beim SV Werder Bremen. Es wird vorerst ein einmaliges Erlebnis bleiben. Am Mittwochabend unterlag der heutige Holzwickeder SC mit 1:2 in der 2. Runde des Krombacher-Westfalenpokals, dem Weg in die Hauptrunde des DFB-Pokals, gegen den Oberligisten FC Gütersloh. Damit bleiben Spiele gegen Bayern München, BVB, Schalke oder andere Bundesligisten erst mal ein Traum. Dennoch hatten nur wenige Optimisten dem HSC an diesem Mittwochabend diese bärenstarke Leistung gegen einen FC Gütersloh zugetraut, der mit der „ersten Kapelle“ angetreten war und zu den Top-Favoriten auf den Regionalliga-Aufstieg zählt.

Mit dem schmucken, schwarzen „VIP-Liner“ und dem Logo des FC Gütersloh reisten die Ostwestfalen zur Haarstrang-Sportanlage. Ganz so schmuck war die erste Halbzeit für das Team von Julian Hesse allerdings nicht.

Bildzeile: Schiedsrichter Luca Maurer, HSC-Kapitän Patrick Fischer (l.) und der Kapitän des FC Gütersloh, der Ex-Chemnitzer Kevin Freiberger, bei der Begrüßung und Platzwahl.


HSC vergibt Riesenchancen in der ersten Hälfte

In der 16. Minute gab es eine ganz dicke Chance für den HSC. Til Busemann flankte von rechts und sah in der Mitte Dondre Julijah Robinson. Der lag bei einem tollen Flugkopfball fast waagerecht in der Luft. Daniel Szczepaniewicz im Kasten der Ostwestfalen musste sein ganzes Können aufbieten, um den Ball über die Latte zu lenken. Gefährlich wurde es auch bei der anschließenden Ecke. Maurice Majewski flankte auf Patrick Fischer, dessen Schuss nur Zentimeter am rechten Torpfosten vorbeistrich. In der 18. Minute wurde es vor dem Holzwickeder Kasten brandgefährlich. In zentraler Position an der Strafraumgrenze gab es Freistoß. Matthias Haeder schoss flach in die rechte Ecke – doch Henrik Dißelhoff lenkte das Leder so eben noch um den Pfosten. Es war ein tolles Spiel. David Karantalis bediente von der linken Seite erneut Robinson. Der flog wiederum wunderschön, doch auch dieser erneute Kopfball fand nicht den Weg in den Kasten (33.). Gütersloh war immer brandgefährlich bei Standards wie Ecken und Freistößen. Doch noch fand der Gast aus Gütersloh nicht die Lücke in der Defensive.

Ganz anders der HSC. Erneut war es Robinson, der es lichterloh im FCG-Srrafraum brennen ließ. Dieses Mal versuchte er es mit dem Fuß, doch wieder war Daniel Szczepaniewicz mit seinen Fäusten zur Stelle (39.) Es ging zur Pause mit einem 0:0 und einem HSC, der die besseren Torchancen hatte.

Schock für den HSC: Damjan Ilic wohl schwerer verletzt

Eine bittere Pille musste der HSC in der Pause schlucken. Abwehr-Chef Damjan Ilic musste in der Kabine bleiben. Bei ihm besteht der Verdacht auf eine Meniskusverletzung. Es wird entsprechende MRT-Untersuchungen in dieser Woche geben. Es droht allerdings im schlimmsten Fall eine wochenlange Zwangspause.

FCG in der zweiten Hälfte eiskalt

Viel Geld hat der FC Gütersloh in die Verstärkung seines Teams gesteckt und strebt den Regionalliga-Aufstieg an. Die Halbzeitansprache von Julian Hesse zu seinem Team, das in dieser Saison einmal Remis beim Aufsteiger Delbrück und zuhause gegen Clarholz verloren hatte, saß wohl. Hesse bewies dabei ein glückliches Händchen. Der eingewechselte Ilias Illig legte sich in der 53. Minute kurz vor dem Strafraum halblinks das Leder zurecht. Humorlos schlenzte er das Leder in die kurze Ecke aus Sicht von Keeper Henrik Dißelhoff. War es ein Torwartfehler? Eher nein, denn Dißelhoff war die Sicht versperrt und der Schuss einfach zu platziert.

Bildzeile: Das HSC-Aufsichtsratsmitglied Rolf Unnerstall, Reiner Hoffmann und Heiner Steinhoff (r.) waren aufmerksame Zeugen des Spiels des HSC gegen den FC Gütersloh. Alle drei verbindet eine Gemeinsamkeit: Sie haben alle für den TuS Iserlohn, den heutigen FC Iserlohn, gespielt.

In der 64. Minute schien der „Deckel drauf“ zu sein. Markus Esko vollendete in einer Kontersituation zum 2:0 für den FCG. Der HSC aber zeigte Moral, blieb dran. Als Michele Teofilo in der 88. Minute den Anschlusstreffer aus kurzer Distanz erzielte, keimte noch mal in der 88. Minute Hoffnung auf. Doch der FCG schaffte es, angefeuert durch rund zwei Dutzend sangesfreudige Fans, das Spiel über die Bühne zu schaukeln.

Trainerstimme
Hamza El Hamdi (HSC): Wir haben heute den Weg beschritten, auf dem es weitergehen muss. Auf diese Leistung können und wollen wir aufbauen. Wir können heute erhobenen Hautes nach Hause gehen, auch wenn wir verloren haben. Mein Team hat heute gezeigt, was es heißt für Holzwickede zu spielen. Zum Ergebnis: Da muss ich sagen, dass es nicht ganz gerecht ist, ja vielleicht sogar unverdient ist. Wir hatten gerade in der ersten Hälfte große Chancen. Wir waren nah dran.

HSC: Henrik Dißelhoff, Til Busemann, Patrick Fischer, Andres Gerardo Gomez Dimas (80. Christopher Michael McGhan), Dondre Julijah Dondre (67. Tim Kortenbusch), Jan Nielinger, David Karantalis (58. Eduardo Hiller), Maurice Majewski (75. Kianosh Amiri), Michele Teofilo, Damjan Ilic (46. Maximilian Schettke), Connor McLeod.
Gütersloh: Daniel Szczepaniewicz, Lars Beuckmann (46. Janik Steringer), Dimitrios Nemtsis, Matthias Haeder (46. Ilias Illig), Nico Bartling, Marcel Lücke, Samy Benmbarek, Kevin Freiberger (58. Allan Firmino Dantas)), Markus Esko (67. Tymofi Dymchenko), Aleksander Kandic, Nils Köhler (80. Jannik Enning)
Tore: 0:1 (53.) Illig, 0:2 (64.) Esko, 1:2 (88.) Teofilo.
Schiedsrichter: Luca Maurer (DSC Arminia Bielefeld)
Zuschauer: 120.

Bildzeile: Mit hohen Bällen versuchte Gütersloh wiederholt Torgefahr vor dem Holzwickeder Gehäuse herauf zu beschwören.

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