Fußball-Kreisliga A: Wissenswertes am 16. Spieltag aufgelesen und notiert

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Fußball: Am 16. Spieltag konnte Tabellenführer VfL Kamen in der Kreisliga A1 erstmals nicht gewinnen, trennte sich im Jahnstadion mit einem 0:0 vom TSC Hamm. Mit 6:0 schickte der verstärkte SSV Mühlhausen-Uelzen II den Gast aus Bergkamen nach Hause, holte wichtige Punkte im Abstiegskampf. Wie auch der VfL Kamen II mit einem 2:0 im Heimspiel gegen den SV Bausenhagen. Auch Schlusslicht TSC Kamen II, 2:2 gegen Nachbar BSV Heeren, unternimmt alle Anstrengungen, um den drohenden Abstieg noch entgehen zu können.
sku hat Wissenswertes von den Spielen des 16. Spieltages aufgelesen und notiert. Am kommenden Karnevals-Wochenende hätte eigentlich kein Spielbetrieb stattgefunden, doch es wurden Nachholspiele angesetzt. So kommt das Topspiel SuS Oberaden – Kamener SC in der A2  jetzt am kommenden Sonntag im Römerbergstadion zur Austragung.

Erster Punktverlust in der Meisterschaftsrunde für den VfL Kamen. Im Heimspiel gegen den Tabellenfünften TSC Kamen gab es ein torloses Unentschieden. Dennoch konnte die Aktas-Truppe den Acht-Punkte-Vorsprung wahren, denn Verfolger VfL Mark kam auch nicht über ein 1:1 in Weddinghofen hinaus. Schon im Hinspiel (3:1) hatte sich in den sozialen Medien Stimmung aufgebaut, sodass ein hektisches Spiel zu erwarten war. Dem wollte der VfL vorbeugen, bestellte ein Schirigespann und sicherte sich Polizeipräsenz. In der 58. Minute spitzte sich das Geschehen im Jahnstadion zu – Schiri Frank Perschke schickte den Vfler Mehmet Dikmen nach einem Foulspiel vom Platz und in der selben Minute folgte ihm der Hammer Maleski und auch noch Baskan (90.) mit einer Ampelkarte. „Zu wenig“, beurteilte VfL-Coach Emre Aktas den Spielausgang für sein Team. Positiv: Nach über einem Jahr Verletzungspause spielte Florian Gehrmann erstmals wieder.

Bildzeile: Florian Gehrmann konnte nach über einem Jahr Verletzungspause erstmals wieder für den VfL Kamen auflaufen.

Ein feines Händchen bewies Stefan Feldmann, Trainer beim VfK Weddinghofen. Er wechselte in der 55. Minute Tarik Civak ein. Fünf Minuten später erzielte er den 1:1-Ausgleich gegen den Tabellenzweiten VfL Mark. 1:1 war auch das Endergebnis. Ein wichtiger Zähler im Abstiegskampf.

Mit 6:0 siegte die U23 des SSV Mühlhausen-Uelzen im Mühlbachstadion gegen Bergkamen. Die Slupek-Truppe hatte sich mit Wycisk, Türkkan, Camara, Gretzinger und Paff aus dem Kader der Ersten verstärkt. Schon zur Halbzeit war die Partie mit dem 5:0 entschieden. Manuel Stiepermann traf dreifach, je einmal Ibrahima Camara, Justin Paff und Joschka Mainz. Der fünfte Saisonsieg ließ den SSV auf Tabellenrang elf vorrücken.

„Indiskutabel“, nannte Trainer Christopher Brügmann die Leistung seines FC TuRa Bergkamen bei der 0:6-Niederlage im Mühlbachstadion. Nach der Pause kam seine Mannschaft besser ins Spiel, hatte Chancen, nutzte sie aber nicht. Dass der SSV Spieler von oben aufgeboten hatte, interessierte Brügmann nicht sonderlich, vielmehr ärgerte ihn die Leistung seiner Elf.

Wichtige Punkte gegen den Abstieg fuhr der VfL Kamen II mit dem 2:0  im Heimspiel gegen Bausenhagen ein. Sieben Tage nach dem 3:3 gegen Wethmar II sollte endlich der erste Sieg in der noch jungen Rückrunde gefeiert werden – und das klappte. Patrick Schwarzer erzielte das 1:0 und Christian Freyermuth ließ das 2:0 folgen. Mit vier Punkten aus zwei Partien verbesserte sich zwar die Tabellensituation nicht, jedoch schloss man   punktgleich zu Frömern auf, der auf dem ersten Nichtabstiegsplatz weilt.

Mit dem Handikap, auf Jan Hendricks verzichten zu müssen, trat der SV Bausenhagen in Kamen an. Beim Training verletzte sich Hendriks schwer auf dem Frömerner Kunstrasen, zog sich bei einem unglücklichem Zweikampf einen Bruch von Schien- und Wadenbein zu. Wie sehr der Leader und das Rückgrat der Abwehr fehlte, zeigte sich schon in dem Match in Kamen.

Glück und Pech lagen bei Jannes Krupka im Heimspiel seines SV Langschede gegen Wethmar nah beieinander. Er erzielte in der 85. Minute den 1:1-Ausgleich, sein elfter Saisontreffer, doch zuvor hatte er einen Foulelfmeter vergeben. SVL-Trainer Stefan Kortmann sah kein gutes Spiel seiner Mannschaft an der Ruhrbrücke, bemängelte, dass man zu keinem Zeitpunkt, richtig im Spiel war.

Nur knapp fünf Minuten fehlten der U23 des TuS Westfalia Wethmar, um am Ende eine  Überraschung in Langschede zu schaffen. „Schade, dass es letztlich nicht gereicht hat“, erklärte Trainer Dominik Ciernioch. „Ich bin aber auch mit dem Punkt und vor allem der Leistung der Jungs vollauf zufrieden.“ Erst in der 85. Minute erzielte der klare Favorit gegen eine aufopferungsvoll kämpfende und auch spielerisch überzeugende TuS-Truppe den Ausgleich zum 1:1. Bis dahin hatten die Gäste defensiv-taktisch vollends überzeugt und leidenschaftlich geschlossen verteidigt. Keeper Niklas Dvorak entschärfte Mitte der zweiten Halbzeit sogar den Elfer von Krupka.

Emotionale Ansprache von RWU-Trainer Patrick Kulinski

In dem von beiden Seiten vorwiegend taktisch und Wind geprägten Spiel im Unnaer ETS-Stadion Süd war das Tor von Dogan Okumak aus der 75. Minute entscheidend. Rot Weiß Unna gewann damit 1:0. Das Tor sorgte für Gesprächsstoff, denn der Torschütze soll im Abseits gestanden haben. Insgesamt war es ein Duell auf Augenhöhe. Trainer Patrick Kulinski teile nach dem Spiel in einer emotionalen Ansprache seiner Mannschaft mit, dass er sich entschieden habe, in der nächsten Saison Cheftrainer des SuS Kaiserau zu werden. Der lange Applaus danach zeigt deutlich, dass ihm sein Kreisliga -Team die Chance von Herzen gönnt.  Er will bis zum Saisonende weiter Vollgas für RWU geben und den Verein unterstützen, wo er nur kann, sei es bei möglichen Neuzugängen oder der Suche nach einem neuen Cheftrainer.

Mit Ersatz musste Blau-Rot Billmerich das Stadtduell bestreiten. BRB-Trainer Flurim Ramaj musste daher Spieler aus der 2. Mannschaft hochziehen. So stand Fabian Krysteck für den verletzten Ingvar Busch im Torn.  Ramaj bescheinigte ihm einen guten Job. Das Tor von Okumak konnte er nicht verhindern, wenngleich es nach Abseits roch

Mohamed El Osmann und Christian Döring brachten den SV Frömern 2:0 in Front. Ausdruck einer stärkeren 1. Halbzeit. Das 2:0 reichte aber nicht, denn Overberge hielt drei Treffer dagegen. „Das Spiel hätten wir wir nicht mehr aus der Hand geben dürfen“, ärgerte sich SVF-Trainer Adrian Ruzok. Alexander Heppe hätte noch nach dem 2:3 ausgleichen können, doch im Gegenzug hämmerte er den Ball an die Querlatte.

Mit einem Doppelschlag von Felix Evers machte der FC Overberge den 0:2-Rückstand in Halbzeit zwei wett in Frömern. Es kam noch besser, denn Lennard Buschmann schaffte in der Schlussminuten noch den Siegtreffer. „Glücklich unser Sieg“, resümierte FCO-Trainer Recep Alkan, „er war ein Sieg des Willens.“

Mehr als die erzielten zwei Treffer blieben dem BSV Heeren verwehrt. Zum einen vergab Tim Brech einen Elfer kurz nach der Halbzeitpause, scheiterte am TSC-Torhüter Düzgün. Binnen fünf Minuten konnte Heeren noch ausgleichen. Erst das Eigentor von Akcaböse, dann traf Tim Heberlein zum 2:2. Weitere Treffer von Heberlein und Brech fanden wegen angeblicher Abseitsstellung keine Anerkennung.

Der Tabellenletzte TSC Kamen II schoss drei Tore, musste sich am Ende aber mit 2:2 in Heeren begnügen. Enes Yavuz und Mukremin Uysal brachten ihr Team 2:0 in Führung. Den dritten Treffer markierte Alper Akcaböse, allerdings ins eigene Tor. Eigentor.

Ohne Cheftrainer Fabian Blum, der wegen einer OP  ausfällt, dafür mit Fabian Gollan auf der Trainerbank, lieferte der SuS Kaiserau II in Cappenberg ein schwache Leistung  ab und musste sich 0:3 geschlagen geben. Gollan musste auf wichtige Spieler (Hülsmann, Kolkmann und Piel) verzichten. Ein frühes Gegentor und zwei späte in den letzten acht Minuten besiegelten die Niederlage.

Bildzeile: Ein über weite Strecken ausgeglichenes Stadtduell lieferten sich im Unnaer ETS Stadion Süd Gastgeber RWU und BR Billmerich. Unna gewann 1:0 durch ein Dogan-Tor.

 

 

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