Erlangen bestraft hohe Hammer Fehlerquote

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Handball: So richtig souverän war er nicht, der 32:29-Gästesieg des HC Erlangen am Samstagabend beim Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen. Verdient war der vierte Sieg im vierten Spiel für die Mannschaft von Trainer Raul Alonso gleichwohl, die die zu zahlreichen Fehler der Westfalen konsequent bestraften.

Wie in den ersten drei Partien stemmten sich die Westfalen mit allem gegen die drohende Niederlage, wussten mit mutigem Handball die 2.086 Zuschauer in der WESTPRES arena und auch Gästetrainer Alonso zu überzeugen: „Das war eine tolle Atmosphäre hier, das war unglaublich viel Druck in der Arena. Hier werden es viele Mannschaften schwer haben“, so Alonso, der dem ASV ein „ideenreiches“ Spiel bescheinigte. In den entscheidenden Momenten leistete sich der Aufsteiger aber zu viele Fehler, um den HC richtig in Bedrängnis zu bringen. Möglichkeiten dazu gab es gegen den Tabellenfünften, der den besseren Start erwischte und bis zur 5. Minute gleich mit 4:0 vorlegte, tatsächlich reichlich.

ASV läuft von Beginn einem Rückstand hinterher

Denn auch wenn die Gastgeber von Beginn an einem Rückstand hinterherliefen, sie kämpften sich nach und nach in die Partie. Während es offensiv dank Savvas Savvas und Stefan Bauer im ersten Abschnitt immer besser lief, ließen sich beim HC vor allem Rückraum Simon Jeppsson und Kreisläufer Tim Zeckel von der ASV-Deckung nicht stoppen. Zwar brachte Kapitän Fabian Huesmann die Hausherren in der 16. Minute auf 6:8 heran, in der Folge bestrafte Erlangen aber jeden Fehler konsequent und zog wieder auf 7:13 (20.) davon. Bis zur Pause änderte sich wenig, die Gäste lagen mit fünf Treffern vorn (15:20).

In die zweite Halbzeit erwischte der ASV den perfekten Start. Marian Orlowski und Tim Wieling verkürzten innerhalb von 62 Sekunden auf 17:20. In der nächsten Szene kassierte Markus Fuchs eine Zwei-Minuten-Strafe, der HC nutzte dies für drei Treffer in Folge. Ähnliches wiederholte sich: Die Westfalen arbeiteten sich auf drei oder vier Treffer heran, leistete sich dann aber wieder Ballverluste und Erlangen zog wieder davon, wie beim 25:28 (50.) oder beim 27:30 (53.). So gingen die Gäste am Ende mit einem 32:29 als Sieger vom Feld.

17 technische Fehler und sechs freie Torgelegenheiten vergeben

„Wir leisten uns zu viele Ballverluste: 17 technische Fehler und 6 freie Torgelegenheiten. Der Druck der Halle war da, wir wollten noch mehr Stress erzeugen. Aber dafür waren es zu viele Fehler, um hier für Punkte in Frage zu kommen“, erklärte ASV-Coach Michael Lerscht. „Wir müssen das einfach abstellen. Das war unbefriedigend heute, weil mehr drin war.“ Entsprechend zufrieden zeigte sich der Gästetrainer, der mit seinem HC zunächst an die Tabellenspitze der LIQUI MOLY-HBL vorrückte, mit dem Spiel: „Wir haben gut begonnen, habe sehr genau das Tempospiel umgesetzt. Gegen das Sieben gegen Sechs fehlten uns die Lösungen, erst mit der Umstellung auf eine 5:1-Abwehr haben wir ein paar Bälle gewonnen, die uns in der entscheidenden Phase dann wieder eine höhere Führung ermöglicht haben.“

ASV Hamm-Westfalen – HC Erlangen 29:32 (15:20).
ASV:
Hertlein (1 Parade), Bozic (7) – Huesmann (4), Fuchs, Patrail (1), Schulze (1), Pretzewofsky, Bornemann, Orlowski (4), Meschke, Dayan, Savvas (6), von Boenigk (5), Wieling (6), Bauer (2).
HCE: Obling (3 P.), Ferlin (8) – Heiny, Sellin, Bialowas (1), Zehnder (3, Firnhaber (2), Büdel (5), Bissel (5), Metzner, Link, Jeppsson (5), Steiner (1), Kurch, Olsson (2), Zechel (8)
Schiedsrichter: Christian Hanners, David Hannes.
Zuschauer: 2.086.

Bildzeile: Der ASVer Savvas Savvas wirft sich in dieser Szene in den Zweikampf. Er war sechsfacher Torschütze / Foto Wegener/ASV.

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