Beste Werbung in eigener Sache




Handball: Beste Werbung in eigener Sache hat der ASV Hamm-Westfalen auch im dritten Testspiel der Vorbereitung betrieben. Im Rahmen des Jubiläumsspiels beim Partnerverein SG Ruhrtal unterlagen die Westfalen gegen den klassenhöheren TBV Lemgo nach einem umkämpften Spiel mit 26:31 (14:13) und gewann dabei aber die erste Halbzeit. Die rund 300 Zuschauer in der restlos besetzten Oeventroper Ruhrtalhalle bedankten sich bei beiden Teams mit stehenden Ovationen für einen äußerst unterhaltsamen Handballabend.

Auch aus sportlicher Sicht gab es von beiden Seiten nicht allzu viel zu beanstanden. Selbstverständlich fanden beide Trainer Punkte, die es in den nächsten Einheiten aufzuarbeiten gibt, wie etwa die Abschlussgenauigkeit, „aber genau darum geht es ja in diesen Tests“, meinte ASV-Trainer Michael Lerscht, dem wie gegen Hagen Jakob Sterba und Marian Orlowski fehlten. Lemgos Florian Kehrmann fehlten zwar auch Akteure, immerhin konnte der TBV aber 16 Spieler aufstellen – die allerdings am Morgen schon eine Intervalleinheit absolviert hatten. „Die ersten 40 Minuten sind wir sehr gut unterwegs. Dann fehlte die letzte Konsequenz etwas, wir konnten die Intensität nicht recht aufrechthalten“, so der Coach weiter. Insgesamt zeigten die Westfalen aber eine engagierte Leistung gegen die klassenhöheren Ostwestfalen. In der ersten Hälfte erwischte Lemgo zwar den besseren Start nach torlosen vier Minuten spielte sich der ASV aber in die Partie und übernahm dank einer guten Abwehrleistung mit 3:2 die Führung. Das 6:7 aus der 14. Minute sollte längere Zeit die letzte Führung des TBV sein. Mit einer durchaus verdienten 14:13-Führung für den ASV ging es in die Pause.

Hamm muss viel investieren, um zu Toren zu kommen

In der zweiten Halbzeit legten die Westfalen dann sogar noch nach: Der eingewechselte Marcos Colodeti parierte gleich die ersten drei Bälle, vorne traf der erneut starke Yonatan Dayan zum 16:13, der ersten Drei-Tore-Führung für den ASV an diesem Abend. Lemgo schloss aber insgesamt seine Angriffe schneller ab, Hamm musst viel investieren, um zu Toren zu kommen. Dieser Umstand machte sich im Spielverlauf bemerkbar. Zudem war Rückraum Tim Suton mit neun Toren beim TBV ebenso überragend wie dessen ebenfalls zur Pause eingewechselte Torwart Urh Kastelic, der dafür sorgte, dass Lemgo das Torwartduell unter dem Strich für sich entschied. Nach dem 23:23 in der 47. Minute gelangen dem Erstligisten vier Treffer in Serie. Zwar bemühte sich der ASV bis zum Ende, näher als auf 26:29 kam er aber nicht mehr heran. „Wir kämpfen uns gut in das Spiel, verteidigen in der zweiten Halbzeit besser. Unter dem Strich können wir zufrieden sein mit dem Test“, befand TBV-Coach Kehrmann.

ASV Hamm-Westfalen – TBV Lemgo Lippe 26:31 (14:13)

ASV: Hertlein, Colodeti – Schulze 1, Stüber 1, Jungemann 1, Dayan 7, Zintel 1, Huesmann 2, Bornemann 6, von Boenigk 1, Bauer 5, Fuchs, Artmeier 1.
TBV:  Zecher, Kastelic – Zehnder 6, Brosch, Simak, Laerke 4, Tomashevskyi, Carstensen 2, Suton 9, Zerbe 2, Versteijnen 3, Houtepen 2, Petrovsky, Hasenkamp, Runge 3
Spielfilm: 0:2 (4.), 3:2 (6.), 6:7 (14.), 9:8 (18.) 12:10 (26.), 14:13 (Halbzeit), 16:13 (34.) 18:18 (38.), 21:20 (42.), 21:22 (44.), 23:23 (47.), 23:27 (52.), 26:29 (57.) 26:31 (Endstand).

Bildzeile: Marcos Colodeti (li.) und Felix Hertlein hüteten gegen Lemgo das ASV-Tor / Foto Kottmann.