
Fußball, Westfalenliga 2: Holzwickeder Sport Club – SV Germania Salchendorf 0:0. 78 Zuschauer, eine Minuskulisse für ein Westfalenliga-Spiel des HSC, sahen ein am Ende leistungsgerechtes torloses Remis zweier Teams, die in dieser Form das untere Ende der Tabelle bereichern werden. Nein, bei aller Neutralität, das war gar nichts, was die beiden Mannschaften da auf den gut bespielbaren Rasenplatz des Montanhydraulik-Stadions „zauberten“.
Der Holzwickeder SC steht nun auf dem zwölften Rang mit drei Punkten und zwei Toren Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den der SSV Buer (2:0-Sieger gegen Obersprockhövel) belegt. Zur Einordnung: Auf den ersten Platz, den der Aufsteiger FC Roj belegt, sind es exakt zwölf Punkte – und damit exakt die Zählerzahl, die der HSC bisher bei drei Siegen, drei Remis und vier Pleiten erreicht hat. Auch wenn es niemand, der es mit dem HSC hält, gerne hört: Wer die Tabelle umdreht, hat mehr Freude.
Modrzik und Czarnecki mit einzigen Chancen in Hälfte eins
Bereits in der ersten Halbzeit war das kulinarische Angebot des Ballhauses die bessere Alternative zu den Darbietungen auf dem Rasenplatz. Nach einem Pass auf Modrzik trifft dieser den Ball nicht richtig, sodass er am langen rechten Eck vorbeigeht. Salchendorf erzielt ein klares Abseitstor (32.). Tom Wonneberger legt auf Denis Czarnecki, der aus kurzer Distanz das Leder in die Wolken jagt. Leon Palaj dachte sich: „Das kann ich auch“, und schoss für seine Salchendorfer Farben daneben. Nein, das war nichts für Fußball-Ästheten.
Hälfte zwei: Defensive stand – HSC-Offensive vergab beste Chancen – Latte rettete den Aufsteiger aus Salchendorf
Die zweiten 56 Minuten waren aus Sicht der HSC-Offensive nur zum Haareraufen. Beste Chancen wurden liegengelassen. Maurice Modrzik zog am Tor vorbei (53.). Denis Czarnecki scheiterte mit einem Kopfball an Salchendorfs Keeper Dustin Lohmann (63.). Maurice Modrzik ging über die rechte Seite, passte auf Maurice Majewski, der beim Reinrutschen das Leder nicht traf (70.). Maurice Modrzik selbst traf freistehend vor Dustin Lohmann nur die Latte. Am Ende geriet der HSC dann bei einer Reihe von Ecken und Standards noch unter Druck – aber auch Salchendorf hatte nicht die Mittel, den Ball über die Linie zu drücken.

Bildzeile: Manöverkritik nach dem 0:0 gegen Salchendorf: HSC-Cheftrainer Kurtulus Öztürk, HSC-Ehrenvorsitzender Rolf Unnerstall (Mitte) und HSC-Präsident Karl Lösbrock (re.).
Keine Karten, keine bösen Worte, Wohlfühlatmosphäre im Montanhydraulik-Stadion
Was nach dem zehnten Spieltag bleibt, ist ein Match gegen Aufsteiger Salchendorf, bei dem der gute und unter Beobachtung stehende Schiedsrichter Fabian Bernschein (RW Germania 11/67) ohne Karten auskam, es keine harten Zweikämpfe gab und eher „Kaffee und Kuchen“ bei beiderseits sehr überschaubaren Leistungen auf dem Feld geboten wurden. Keine Frage, dass sich die Gäste das verdiente „Post-Match-Bier“ gönnten und es auch genießen konnten, während sich die Holzwickeder im Rekordduschen übten.

Bildzeile: Statt eines Pressegesprächs gab es nach dem 0:0 gegen Salchendorf einen HSC-Talk mit den beiden „Neuen“ beim HSC, Amine Bazzani und Kheir Eddine Zaher (re.). Moderiert wurde die Runde von Harald Jelinek (li.).
Weichenstellung bei Jahreshauptversammlung des HSC am Montag, 12. Oktober
Die Weichen für die kommenden Monate sollen bei der Jahreshauptversammlung am Montag, 12. Oktober, um 19 Uhr im Wintergarten des Ballhauses im Montanhydraulik-Stadion gestellt werden. Neben Vorstandswahlen und Berichten aus den Abteilungen steht eine geplante Beitragserhöhung auf der Tagesordnung.
Traditionsderby am kommenden Sonntag in Wanne-Eickel
Wie die Nummer weitergeht – erste Hinweise wird es am kommenden Sonntag, 18. Oktober, geben. Um 15.30 Uhr trifft der HSC auf dem Rasenplatz der Mondpalast-Arena auf den Tabellenneunten DSC Wanne-Eickel, der mit 14 Zählern als Neunter zwei Punkte mehr auf dem Konto hat als der HSC. Die Schwarz-Gelben aus dem Herner Vorort verloren am Sonntag 0:3 in Wiemelhausen und zeigten sich dabei von guten Leistungen ebenso weit entfernt wie der HSC.
Trainerstimme:
Kurtulus Öztürk (HSC): Ich bin nicht zufrieden. Wir hätten das Spiel ziehen müssen. Schade, dass das Erfolgserlebnis ausgeblieben ist. Uns fehlt die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Insgesamt war das zu wenig.
HSC: Felix Hacker, Michael Vrljic, Nick Adamski, Lokman Erdogan, Denis Czarnecki, Luis Weiß, Felix Niklas Höttemann, Nazarii Kovalenko, Tom Wonneberger (70. Leo Meyka), Maurice Majewski (70. Kheir Eddine Zaher), Maurice Modrzik (85. Lasse Schiedel)
Salchendorf: Dustin Lohmann, Max Bauer, Jan-Philipp Gerber, Fynn Werthenbach (90.+1 Moritz Klass), Gezim Berisha (66. Deivit Cela), Ilias Houta, Jonathan von Fugler, Eliezer Ngyombo, Marcel Rigau Badenas, Mourice Grohs (85. Enrico Nuo)
Tore: Fehlanzeige
Zuschauer: 78
Schiedsrichter: Fabian Bernschein (RW Germania 11/67): sehr souverän.
Bildzeile: Felix Hacker, Keeper des Holzwickeder SC, war auch beim 0:0 gegen Salchendorf ein sicherer Rückhalt des Holzwickeder SC.





