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Sonntag.04.Okt..2026
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HSC will Disteln piesacken




Fußball, Westfalenliga 2: SV Vestia Disteln – Holzwickeder Sport Club (Sonntag, 4. Oktober, 15.30 Uhr, Kunstrasenplatz, Fritz-Erler-Straße in Herten). In beiden Spielen der letzten Saison 25/26 zeigte der SV Vestia Disteln seine Stacheln. Bei der 0:2-Hinspielpleite in Disteln am 16. November 2025 gab es ebenso einen „Nuller“ wie am 31. Mai 2026 am letzten Spieltag daheim im Montanhydraulik-Stadion. In vier Spielen stehen zwei Siege für Disteln, ein Remis und eine Niederlage bei 5:5 Toren – das Team aus dem Stadtteil von Herten ist alles andere als ein Lieblingsgegner des Holzwickeder SC.
Zehnter (HSC) gegen den Elften (Disteln) – das wird mal wieder ein richtungsweisendes Spiel für den HSC, aber auch für den Gastgeber. Gerade fünf Pünktchen steht Holzwickede noch vor dem ersten Abstiegsplatz, den der SSV Buer belegt. Eine Niederlage könnte unangenehme kommende Wochen bedeuten.
Bildzeile: Niklas Höttemann, seit drei Monaten beim Holzwickeder SC und davor bei der U19 von Westfalia Soest, winkt gegen Vestia Disteln am Sonntag weitere Spielzeit.
Nur ein Dreier für Disteln in den letzten fünf Spielen
Letzte Woche siegte der SV Vestia Disteln gegen den ambitionierten und vor der Saison hoch eingeschätzten BSV Schüren mit 3:1. Somit belegen die „Roten“ mit zehn Punkten den elften Tabellenplatz. Damit ist man dem Holzwickeder Sport Club ganz dicht auf den Fersen, denn das Team von Cheftrainer Kurtulus Öztürk hat mit elf Punkten nur einen Zähler mehr auf dem Konto und steht auf dem zehnten Platz. Beide Teams fuhren in dieser Saison bisher drei Siege ein.
Auf eine sattelfeste Defensive können die Mannen von Vestia bislang noch nicht bauen. Die bereits 22 kassierten Treffer zeigen deutlich, wo Coach Thomas Gerner den Hebel ansetzen muss. Die volle Punkteausbeute sprang für Vestia in den letzten fünf Partien lediglich einmal heraus. Überhaupt Trainer Thomas Gerner: Wenn einer den Ruhrgebietsfußball gut kennt, dann ist das der 56-jährige Gerner. Als aktiver Spieler war er bis 2007 aktiv, zuletzt als Mittelstürmer bei seinem Stammverein SV Schermbeck. Weitere Stationen vor Disteln waren der VfB Westhofen, Mengede 08/20, Westfalia Wickede, der VfB Annen, Concordia Wiemelhausen, der Werner SC und der FSV Witten.
Gerner wird auf seine starke Offensive setzen. Die Stürmer treffen aktuell im Schnitt mehr als zweimal pro Match. Übrigens ist die Begegnung auch das Spiel des 14. der Heimtabelle (ein Sieg, ein Remis, zwei Niederlagen bei 6:9 Toren) gegen den HSC als Vierten der Auswärtstabelle mit zwei Siegen, einem Remis und einer Pleite bei 10:6 Toren.
Personalsorgen beim Holzwickeder SC werden nicht weniger – eher sogar größer
Seit Wochen ist die Personalsituation beim Holzwickeder SC schlecht – zuletzt sogar fast dramatisch. Vorweg: Großartig besser wird es auch in Disteln nicht. Die guten Nachrichten: Nach MRT-Untersuchungen stellte sich die Verletzung von Felix Hacker am Knöchel als gar nicht so schlimm heraus. Er wird spielen können. Nick Adamski wird in den Kader zurückkehren – sein Einsatz ist nicht ausgeschlossen. Der für die Abwehr so wichtige Ex-Hombrucher Christian Bernhard musste am Freitagabend das Training vorzeitig beenden – es sieht nicht so gut aus. Definitiv fehlen werden Nils Bartke, Dean Müsse, Nils Kleine, Jan Nielinger, Marek Kulczycki und Amine Bazzani. Dazu gesellt sich als Ausfall Maurice Majewski, der aus privaten Gründen fehlen wird.
„Sehe keine dünnen Bretter in der Westfalenliga 2“
Nach drei Siegen in Serie gab es für den Holzwickeder SC mit dem 2:4 daheim gegen den FC Iserlohn und dem 1:2 am letzten Sonntag bei Concordia Wiemelhausen zwei Niederlagen in Folge. „Es gibt keine dünnen Bretter in dieser Liga“, sagt dann auch Cheftrainer Kutte Öztürk. Disteln und seinen HSC sieht er auf Augenhöhe. „Beide Teams haben bislang in der Defensive Schwächen gezeigt. Wir müssen uns aber auf uns und unsere Baustellen konzentrieren und in den richtigen Situationen mutige, richtige und gute Entscheidungen treffen“, so Öztürk.
Schiedsrichter aus dem Kreis Olpe ist topfit
Es wird ein umkämpftes Spiel geben – denn wer erinnert sich nicht an das Spiel in der vorletzten Saison, als der nun fehlende Nils Bartke das Spielfeld vorzeitig verlassen musste? Ein erfahrener Referee muss also her. Das wird Marcel Kaufmann (26) vom SV BW Hillmicke aus dem Kreis Olpe sein. Er ist seit 2015 Unparteiischer. Zur Saison 24/25 gelang ihm der Aufstieg von der Bezirks- in die Landesliga. Nach zwei erfolgreichen Jahren in der Landesliga folgt nun der nächste Karriereschritt. Im Kreis Olpe leitete Kaufmann unter anderem das Kreispokalendspiel 2025. „Auf dem Platz überzeugt er durch seine starke Präsenz, seine kommunikative Spielleitung und eine hervorragende körperliche Fitness“, heißt es vonseiten der Schiedsrichter des Kreises Olpe.
Bildzeile: Maurice Majewski (re.) wird dem Holzwickeder SC am Sonntag beim Gastspiel beim SV Vestia Disteln fehlen.