
Fußball, Bezirksliga 8: Rot-Weiß Unna – SuS Kaiserau 2:2 (0:2). Es gab keinen Sieger im Topspiel nach spannenden und abwechslungsreichen 90 Minuten. Zur Halbzeit sahen die rund 750 Zuschauer in der Unnaer Eitzert-Immobilien-Arena den Tabellenführer Kaiserau mit 2:0 vorne, doch Jona Deifuß ließ nach dem Wechsel zwei Mal sehenswerte Distanzschüsse „vom Stapel“ und es heiß 2:2 – der Endstand. Damit bleiben beide Teams weiter ungeschlagen. Schwarz-Gelb behauptet Platz eins und mit einem Punkt Abstand folgt RWU als Zweiter.
Die Partie begann zunächst ausgeglichen mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Für das 1:0 sorgte Kaiseraus Tarif Kurt, als er eine Flanke von Luca Rebbert ins Unnaer Tor verlängerte (24.). Rebbert erhöhte auf 2:0 – der Halbzeitstand mit Vorteilen für die Gäste. Und hätte Kurt nach dem Wiederanpfiff das mögliche 3:0 erzielt, wäre die Begegnung wohl frühzeitig zu Gunsten von Kaiserau entschieden gewesen – er traf aber nur den Pfosten.

Bildzeile: Rund 750 Zuschauer verfolgten das Bezirksliga-Topspiel.
Vor dem 2:1 eine strittige Szene, als Torschütze Deifuß seinen Gegenspieler Cakmak zu Boden riss und weiterlief. Der Unparteiische ahndete die Szene nicht und der Weg war frei für den 2:1-Anschlusstreffer (51.). Vier Minuten später ließ Deifuß den 2:2-Ausgleich folgen. Kurz vor Schluss bot sich sogar die Chance auf ein 3:2 – Elfmeter für Kaiserau. Doch Felix Hülsmann scheiterte am RWU-Tohüter Lennart Holtschulte.
Stimmen zum Spiel
RWU-Co-Trainer Robin Czaja: Am Ende war es ein leistungsgerechtes Unentschieden. Wir waren deutlich besser in der Partie als Kaiserau, hatten eine starke Anfangsphase und alles unter Kontrolle. Aus dem Nichts fiel das 0:1. Da hat man gesehen, dass Kaiserau besser im Spiel war. Es folgte nach einem unfassbaren Sonntagsschuss von Deifuß das 2:0. Wie die Mannschaft dann in der 2. Halbzeit zurückgekommen ist und auch näher am 3:2 war, war das 2:2-Ergebnis am Ende auch in Ordnung. Es war das vierte Unentschieden in Folge, wir treten auf der Stelle. Aber dieses Unentschieden nach einem 0:2 und einem Elfmeter macht mich stolz auf die Mannschaft. Das war eines der besseren Unentschieden. Der Elfmeter war aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt. Zum Glück ging er nicht rein, unser Keeper parierte großartig.
SuS-Trainer Marc Simon Stender: Wir sind schwer reingekommen in die Partie, machten aber gefühlt mit der ersten Chance das Tor. Danach haben wir das Spiel dominiert, hatten mehr Torchancen, hätten höher führen müssen. Dann wäre die Partie früh entschieden gewesen. Beim 2:2 griff der Schiri entscheidend ins Spielgeschehen ein – das klare Foul vor dem Torerfolg hätte der Schiedsrichter sehen und ahnden müssen. Dass wir den Elfer nicht verwertet haben, macht es nicht einfacher, das Ergebnis zu akzeptieren. Erst einmal überwiegen die Emotionen und die Enttäuschung, nicht drei Punkte geholt zu haben. Am Ende bin ich über das Ergebnis enttäuscht, aber nicht über unsere Leistung. Aber morgen werden wir hoffentlich wieder das Gefühl haben, die bessere Mannschaft gewesen zu sein.
Patrick Kulinski (früher Trainer beim SuS Kaiserau und RW Unna): Es war ein super schönes Topspiel. 2:2 und für Bezirksliga-Verhältnisse mit einem super Tempo. Ich hatte auch auf ein gutes Spiel gehofft, nicht so ein typisches Geplänkel, das 0:0 oder 1:1 ausgehen würde. Die Partie hatte alles, vier Tore, viele Zuschauer, eine gute Atmosphäre und ein hohes Tempo für Bezirksliga-Verhältnisse. Ich habe es mit beiden Mannschaften gehalten, fifty fifty.
RWU: Holtschulte, Guhse, Ernst, Krupka (46. Gnatowski), Appelhoff, Böhne (69. Eismann), Buschhaus, Oxe (58. Sickmann), Hoffmann, Deifuß, Beckerling (46. Czaja).
SuS: Beßmann, Lohmann, Steffen, Kurt (79. Hülsmann), Rodriguez(59. Waschescio), Rebbbert (68. Pebler) Cakmak, Wiemers, Herrmann, Cakala (74. Jamrosy), Yurdakul (90. Pospiech).
Tore: 0:1 (24.) Kurt, 0:2 (32.) Rebbert, 1:2 (51.) Deifuß, 2:2 (55.) Deifuß.
Bes. Vork.: Rote Karte für Cakmak (89.) – grobes Foulspiel.
Bildzeile: Hier die Torjäger beider Teams im Zweikampf – links Jona Deifuß, der zwei Mal traf, und in der Mitte Tarik Kurt, der mit dem 1:0 seinen elften Saisontreffer markierte / Fotos Sascha Skroblin.





