
Fußball, Bezirksliga: SSV Mühlhausen – SuS Kaiserau 1:3 (1:2). Mit nur einem Punkt verabschiedete sich Trainer Tuncay Sönmez nicht gerade zufrieden von seinem Kurzzeit-Traineramt. Er betreute den SSV zwei Mal in Abwesenheit des urlaubenden Chefcoach Marc Woller. Gegen den Kamener SC gab es zum Auftakt ein Last-Minute-1:1 und am zweiten Spieltag musste er mit ansehen, wie der SuS Kaiserau mit einem 3:1-Sieg alle drei Punkte aus dem HSI-Sportpark mitnahm. „Nicht unverdient unsere Niederlage gegen Schwarz-Gelb“, sein Statement und seine Glückwünsche an den Gegner. Wie angekündigt war es auch ein Spiel der Torjäger. Für Kaiserau besorgte Tarik Kurt in der 85. Minute das 3:1 per Elfer, sein dritter Saisontreffer. Für Mühlhausen traf Marcel Friede mit Saisontor Nummer zwei zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Auf einen Torjubel verzichtete er aus Respekt gegenüber seinem Ex-Club.
Mit viel Tempo und einem frühen Pfostentreffer gingen beide Teams das Derby an. Ebenfalls das Aluminium traf wenig später Jan Stegemann. Es war also „Pfeffer in der Partie“. Gryfin Cakala brachte die Gäste 1:0 Führung nach einer Viertelstunde – und wiederum 15 Minuten später gelang Friede der Ausgleich. Fast mit dem Pausenpfiff bejubelte Schwarz-Gelb die erneute Führung durch Luca Rebbert – der Halbzeitstand.

Bildzeile: Der SSVer Ahmet Cirak leitet hier eine Offensivaktion
Viele Aktionen auch nach dem Wiederanpfiff. Die Gastgeber waren um den Ausgleich bemüht, Kaiserau trug gefährliche Konterangriffe vor. Heraus kam ein Lattentreffer durch Linus Hagedorn. Das ermunterte den SSV zu einer Schlussoffensive und das Bemühen um den erneuten Ausgleich. Als SSV-Keeper Robin Mesewinkel-Risse den durchgebrochenen Kurt foulte, zeigte der Unparteiische „auf den Punkt“. Diese Chance ließ sich Kurt zum 3:1-Endstand nicht engehen.
Am Sonntag tritt der SSV Mühlhausen wieder mit Woller beim nächsten Landesligaabsteiger SG Bockum-Hövel an. Der SuS Kaiserau empfängt SC Osmanlispor.
Trainerstimmen
Tuncay Sönmez (SSV): Am Ende war das 1:3 enttäuschend und gleich nach Spielschluss fehlen mir ein wenig die Worte. Glückwunsch an Kaiserau, sie waren bissiger und galliger. Wir wussten, dass sie mit langen Bällen operieren und nachrücken. Das haben sie stark gemacht. Das Spiel lebte vom Kampf und von der Leidenschaft.
Marc Simon Stender (SuS): Es war ein schwieriges Spiel. Mühlhausen ist anders aufgetreten als wir es erwartet haben. Der SSV hat uns alles abverlangt. Wir mussten ganz viel leiden. Uns fehlte noch etwas die Sicherheit, setzten aber Spirit und Aggressivität ein. Das 1:0 spielte uns in die Karten und das Spiel beruhigte sich. In diesem Zeitraum fiel das 1:1. In einer Drangphase des SSV gelang uns das 2:1. Mit dem 3:1 war die Partie dann entschieden. Es ist ein Sieg auch für die Moral.
SSV: Mesewinkel-Risse, Hagedorn, Ramsey, Gretzinger, Haase (46. Basyigit), Schuhmacher, Friede, Cirak, Marchewka, Stegemann (66. Antonio), Richter.
SuS: Trebing, Cakala (88. Hülsmann), Lohmann, Steffen, Rebbert (62. N. Stender), Kurt, Cakmak (79. Jamrosy), Suzano, Rodriguez, Herrmann (85. Pebler), Yurdakul (53. Waschescio).
Tore: 0:1 (17.) Cakala, 1:1 (34.) Friede, 1:2 (45.) Rebbert, 1:3 (85.) Kurt.
Bildzeile: Links beobachtet der Kaiserauer Akif Cakmak den Zweikampf seines Mannschaftskameraden Justin Waschescio (re.) und des Mühlhauseners Alexj Schuhmacher.





