
Radsport: Die diesjährigen Deutschen Meisterschaften auf der Bahn in Büttgen/Kaarst von Mittwoch bis Sonntag wurden zu Festspielen für den RSV Unna im Nachwuchsbereich der U17-Jugendfahrerinnen und U19-Juniorinnen. Bestens vorbereitet durch intensive Trainingseinheiten in den letzten Wochen und kompletten Wochenenden auf der Bahn, konnte dieser Trainingseifer in Medaillen und Deutschen Rekorden umgemünzt werden.
Die erste Medaille für den Verein sicherte sich Marie Wember in der U19. In der 3000m-Einerverfolgung erreichte sie das kleine Finale und konnte sich dort gegen ihre Kontrahentin durchsetzen und gewann Bronze. In der 4er-Mannschaftsverfolgung über 4000m durfte sie als Gastfahrerin in einem anderen Landesverband starten und hatte großen Anteil daran, dass man sich für das große Finale qualifizierte und schlussendlich Silber heraussprang. Damit noch nicht genug, holte sich Wember noch Silber und damit ebenfalls den Vizemeistertitel im Punktefahren. Aber ihr Medaillenhunger war noch nicht gestillt und sie erfuhr sich noch Bronze im Ausscheidungsfahren. Damit gewann sie in jedem Wettbewerb eine Medaille und gehörte zu den besten U19-Starterinnen.
Die Medaillenflut ging in der weiblichen U17 ungebrochen weiter. Nuria Müller verpasste nur knapp das kleine Finale in der 2000m-Einerverfolgung, fuhr aber eine persönliche Bestzeit. Josefine Wendel war nicht zu bremsen und raste schon im Vorlauf zu einem neuen Deutschen Rekord. Im großen Finale unterbot sie die Zeit abermals und wurde Deutsche Meisterin in der Einerverfolgung und verbesserte den Rekord um 0,5 Sekunden.
Weiter ging es mit der4er- Mannschaftsverfolgung. Das Team NRW bestand mit Müller, Wendel und Mathilde Adden aus drei Fahrern vom RSV Unna und zwei Fahrerinnen vom Gastgeber VfR Büttgen. Adden und Müller wechselten sich im Vorlauf und Finale ab, um das bestmögliche Team zu stellen. Und der Plan ging auf. Zuerst qualifizierte man sich ohne Probleme für das große Finale und dort fuhr man als Team wieder einen neuen Deutschen Rekord ein mit knapp drei Sekunden Vorsprung. Das hieß Gold für die Starterinnen. Im Ausscheidungsfahren sicherte sich Wendel ihre dritte Goldmedaille in Serie und nahm noch an einem Wettbewerb der Sprinter teil. Dort ersprintete sie sich als Ausdauersportlerin gegen die Kurzzeitfahrer noch Bronze.
Als wäre das Ganze noch nicht genug, wollte man im Punktefahren noch einmal möglichst viele Fahrer aus NRW auf das Treppchen bekommen. Der Plan ging auf, da Wendel in den Wertungen die Konkurrenz müde sprintete und Müller danach einen draufsetzte, wegfuhr und Wendel ihrer eigenen Teamkollegin nicht nachsetzte. So sprang am Ende noch Gold für Müller und Silber für Wendel heraus.
Am Ende dieser intensiven Tage standen auf der Habenseite des RSV Unna 6x Gold, 3x Silber und 3xBronze. Damit hat der Verein alle Goldmedaillen in der weiblichen Jugend dieses Jahr bei Deutschen Meisterschaften auf der Straße und Bahn und zwei Deutsche Rekorde geholt. Als einziger Mann des Vereins stand Justin Wolff bei der DM bei den Elite Männern in der 4er-Mannschaftsverfolgung am Start und verpasste im kleinen Finale leider die Bronzemedaille.
Bildzeile: Die erfolgreichen RSV-Mädchen, Marie Wember, Nuria Müller, Mathilde Adden und Josefine Wendel, mit einem Teil ihrer Medaillen..





