
Fußball, Bezirksliga: Erster gegen Vierter. So heißt das Topspiel am Sonntag am 6. Spieltag. Der Tabellenvierte Mühlhausen empfängt im heimischen HSI-Sportpark den bisher noch ungeschlagenen Tabellenführer RW Unna zum Stadtderby. SuS Kaiserau, den die aktuelle Tabelle ungschlagen auf Platz drei ausweist, ist klarer Favorit gegen Schlusslicht Bockum-Hövel. Beim Kamener SC wird sich im Heimspiel gegen Eving Selimye Spor zeigen, wie man die Geschehnisse um den medizinischen Notfall von Sitki Üstün (wir berichteten) in dieser Woche verarbeitet hat.
SSV Mühlhausen – Rot-Weiß Unna (So. 15.15 Uhr)
Im Lager von Spitzenreiter RW Unna genießt man für eine gewisse Zeit die aktuelle Momentaufnahme. Tabellenführer! „Wir genießen das im Moment“, verriet RWU-Coach Marc Schmitt, „das steigert zweifellos unser Selbstvertrauen.“ Doch dann lief die Vorbereitung auf das Stadtderby an. Hinter Patrick Sacher und Jona Deifuß stehen verletzungsbedingt noch Fragezeichen. Möglicherweise fehlen Urlauber.
Das gute Abschneiden von RWU nötigt SSV-Coach Marc Woller Respekt vor dem Gegner ab. „Die kommen sicherlich mit breiter Brust zu uns. Doch auch wir gehen selbstbewusst in das Derby.“ Dabei verweist er auf den 2:1-Pokalerfolg in dieser ‚Woche gegen den Holzwickeder SC sowie auf den 3:2-Auswärtserfolg zuletzt in der Liga gegen Sölde.
SuS Kaiserau – SG Bockum-Hövel (So. 15 Uhr).
Auch bei den Schwarz-Gelben ist eitel Sonnenschein nach dem 3:1-Erfolg im Pokal gegen Landesligist Hamm. „Wir haben ein brutales Spiel gemacht und verdient gewonnen“, war SuS-Trainer Marc Simon Stender mega stolz auf seine Mannschaft. Nach einem 0:1 drehte man die Partie. Und die neue Erkenntnis: „Auch von der Bank kommt Qualität nach.“ Gegen Schlusslicht Bockum-Hövel soll das auch wieder greifen. Auf jeden Fall will Schwarz-Gelb seiner Favoritenrolle gerecht werden und weiter ungeschlagen bleiben.
Kamener SC – Eving Selimiye Spor (So. 15.30 Uhr).
Beim Kamener muss man abwarten, wie man den medizinischen Notfall von Sitki Üstün verarbeiten kann. Die Anteilnahme war groß. SuS-Trainer Jörg Lange berichtete: „Zahlreich bekundeten Vereine, Trainer und Spieler ihr Mitgefühl.“ Der Schock saß tief beim KSC (wir berichteten) und in dieser Woche wird neben Training auch psychologische Betreuung angeboten. Zum aktuellen Gesundheitszustand von Sitki Üstün wollte sich der KSC noch nicht äußern. Sonntag soll der Kopf wieder frei für den Fußball sein und Eving geschlagen werden.
Bildzeile. Spitzenreiter RW Unna siegte zuletzt 5:1 gegen die Löwen Brackel.





