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Montag.20.Apr..2026
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HSC mit zu wenigen „Willigen“




Fußball, Westfalenliga 2: FC Brünninghausen – Holzwickeder Sport Club 1:0 (0:0).
Der DSC Wanne-Eickel hatte mit einer 1:3-Niederlage gegen Disteln negativ vorgelegt. Der Zweite, Horsthausen und Tabellenführer Hordel trennten sich 1:1 – wobei der Ausgleich für Hordel (mal wieder) in der  letzten Minute fiel. Alles war angerichtet für den HSC, der die vermeintlich leichteste Aufgabe gegen den Tabellenletzten Brünninghausen hatte. Doch was sich einige (nicht alle) HSC-Kicker an diesem Sonntag auf dem Kunstrasenplatz der Garandus-Arena erlaubten, trieb nicht nur HSC-Cheftrainer Kurtulus Öztürk die Zornesröte ins Gesicht. Am Ende stand mit dem 0:1 die nächste Auswärtspleite gegen ein Team auf dem Spielbericht, das erst den fünften Sieg bei sieben Unentschieden und zwölf Niederlagen feiern durfte. Der Holzwickeder SC bleibt mit 43 Punkten Tabellendritter und hat zwei Zähler Rückstand auf die SpVgg Horsthausen und bereits stattliche acht auf Tabellenführer Hordel. Von „hinten“ klopft der TuS Erndtebrück als nun Vierter an, der nun nach einem 5:1-Heimerfolg gegen die SpVg Hagen punktgleich mit dem HSC ist.
„Einige spielen nur für die Tribüne“
Der HSC musste auf Luis Weiß verzichten, der privat verhindert war. Ohne den in den letzten Wochen ganz starken Weiß wurde die Angelegenheit nicht einfacher. Der FC Brünninghausen spielte so, wie es zu erwarten war. Ein tiefes 4-1-4-1, abwartend und lauernd auf Konter. Der HSC kam dadurch auf mehr Spielanteile, schien alles im Griff zu haben. Was aber fehlte, war am Ende der richtige Zugriff, die gezielten Pässe in die gefährlichen Zonen – und vor allem der Wille, etwas bewirken zu wollen. Gerade einmal zwei gelbe Karten, je eine auf beiden Seiten, zeigte Schiri Martin Pier. „Einige spielen hier nur für die Tribüne. Einige andere zeigen, dass sie wpollen. In der Summe aber kann das so nicht funktionieren“, fand HSC-Cheftrainer Kurtulus Öztürk klare Worte. Es ging zu, wie bei einem Freundschaftskick, In der 31. Minute hatte dann doch der HSC mit der dicksten Chance des Spiels, die Begegnung auf seine Seite zu ziehen. Lokman Erdogsan zog auf und davon, rannte allein auf Keeper Kerim Senderovic zu, doch schoss am Ende vorbei.
Die „Willigen“ konnten das FCB-Siegtor nicht verhindern
In Hälfte zwei wurde es in einem ganz schwachen Spiel nicht besser. Der FCB tat wenig bis nichts für das Spiel – die „Willigen“ des HSC konnten die Totalausfälle nicht kompensieren. Auch von den beiden Innenverteidigern kamen keine Impulse. In der 61. Minute kam es dann ganz Dicke für den Gast aus Holzwickede. Ein Dribbling im Mittelfeld ging mal so richtig in die Hose. Der FCB konterte – und es war Jongmin Park, der mit seinem vierten Saisontor die Defensivtaktik seines Vereins vergoldete. Es sollte auch das goldene Tor sein. Am Schluss versuchte es der HSC noch mal mit der berüchtigten Brechstange. Vergeblich.
Luis Weiß am nächsten Sonntag wieder dabei – Wesley Ambrose geht nach Leipzig zum Studium zurück – Hoffnung auf Comeback von Dean Müsse und Tom Wonneberger  
Der FCB hat mit dem Heimsieg gegen Holzwickede und den nicht minder überraschenden Auswärtssieg vor einer Woche in Horsthausen im Tabellenkeller wieder Anschluss gefunden, auch wenn man weiter den letzten Platz ziert. Der HSC wiederum hat scher enttäuscht und eine riesige Chance aufgrund der Vorlagen der Konkurrenz nicht genutzt. Was angesichts acht Punkten Rückstand auf Hordel bleibt, ist schon mal den Glückwunschstrauß vorzubestellen und bestenfalls auf eine Relegation der Westfalenliga-Zweiten zu hoffen. Damit aAuf diesem      Damit es aber überhaupt dazu kommt, muss am kommenden Sonntag, 26. April, ein Sieg zuhause gegen den Zweiten, Horsthausen her. Dann wird Luis Weiß wieder an Bord sein. Dafür fehlt dann Wesley Ambrose – er geht wieder zurück zum Studieren nach Leipzig. In zwei bis drei Wochen könnte die Leidenszeit von Kapitän Dean Müsse und Tom Wonneberger beendet sein – ihre langwierigen Verletzungen könnten dann wieder Einsätze zulassen.
Trainerstimme:
Kurtulus Öztürk (HSC): Ich bin maßlos enttäuscht und sauer. Das habe ich den Spielern auch nach Abpfiff im Kreis gesagt. Einige haben nur für die Tribüne gespielt. Das geht gar nicht. Andere haben sich gut eingesetzt, konnten aber die Ausfälle nicht kompensieren. Mich erinnerte das heute an ein Freundschaftsspiel und nicht an zwei Vereine, die um den Auf- und Abstieg kämpfen. Der Sieg von Brünninghausen ist am Ende verdient. Sie haben tief gestanden, auf unsere Fehler gehofft – und den einen Aussetzer dann genutzt. Um es aber auch klar zu sagen: Mir braucht keiner etwas von „Pokalstrapazen“ unter der Woche gegen Rhynern erzählen. Das war bei einigen Spielern heute keine Müdigkeit – sondern Lustlosigkeit und das einzige Ziel, für die Tribüne zu spielen.
Brünninghausen: Kerim Senderovic, Tomislav Ivancic, Melih Akay Celik (58. Marc Radusch), Mourir Azzam, Halil Tok (58. Benedict Mbuko), Branko Vasic (86. Hamza M. Rabti), Jongmin Park, Ousman Diallo (80. Amin Azzofri), Ole Dansczyk, Jonathan Schäfer, Yasin Akman (58. Karim Behlali)
HSC: Felix Hacker, Nils Bartke, Til Busemann (46. Michael Vrlic), Leo Mayka (89. Nick Adamski), Lokman Erdogan (69. Efe Kadir Bozaci), Jan Nielinger, Kerem Keskin (61. Samy Smajlovic), Seydi Keskin (61. Nazarii Kovalenko), Maurice Majewski, Michael Kuhfeld, Wesley Ambrose
Tore: 1:0 Park (61.)
Schiedsrichter: Martin Pier (SV Südkirchen)
Zuschauer: 100
Partystimmung im Ballhaus am Freitag, 24. April
Schlager, Karaoke, Tanzen nach Herzenslust: Wer Lust auf einen unterhaltsamen Abend hat, ist am Freitag, 24. April, zur großen Schlagerparty ins Ballhaus im Montanhydraulik-Stadion (Jahnstraße 7, Holzwickede) eingeladen. Um 19 Uhr geht es los – das Ballhaus öffnet bereits um 18 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos – jeder Musikfan ist eingeladen, unabhängig von einer Mitgliedschaft beim Holzwickeder SC.
Bildzeile: „Zwei bis drei Spieler haben nur für die Tribüne gespielt“: HSC-Cheftrainer Kurtulus Öztürk war nach dem 0:1 beim Tabellenletzten FC Brünninghausen bedient. Obwohl auch andere Teams im Aufstiegskampf patzten, konnte der HSC die Gunst der Stunde nicht nutzen.