TuRa muss sich in den Schlussminuten in Ferndorf geschlagen geben




Handball, Oberliga Männer: TuS Ferndorf 2 – HC TuRa Bergkamen 29:27 (13:9). Mit einem dünnen Kader mussten die TuRaner die weite Reise nach Ferndorf im tiefen Siegerland antreten. Mit Faber fehlten der zweite Torhüter und im Rückraum zudem einige Spieler. Dennoch konnte man die Partie im gesamten Spielverlauf offen halten.

Louis Hesse, mit acht Toren treffsicherster TuRaner, brachte sein Team in der 2. Spielminute 1:0 in Führung. Ferndorf antwortete, führte nach einer Viertelstunde 7:3 und nach 25 Spielminuten 11:6. Zur Pause lagen die Gastgeber „mit vier“ vorne. Doch das änderte Bergkamen, stellte um und kam nach 41. Spielminuten zum 16:16-Gleichstand, weiter zum 17:17 (41.) und 18:18 (42.), für das Julius Schimanski verantwortlich zeigte. Es blieb spannend: Erneut Schimanski sorgte für das 22:21 (50.), Jan Bernhard für das 23:22 (62.) und danach auch für das 27:26 eine Minute vor Spielende. Ferndorf nahm sich eine weitere Auszeit. Die taktischen Anweisungen fruchteten, während beim HC TuRa aufgrund der dünnen Spielerdecke, und damit verbunden weniger Wechselmöglichkeiten, die Kräfte schwanden. Zudem wurde Max Zyska zuvor disqualifiziert. Vorentscheidend 29:26 hieß es 20 Sekunden vor Schluss für Ferndorf. Hesse gelang der letzte Treffer des Spiels zum 29:27-Endstand. TuRa-Trainer Thomas Rycharski bemängelte in den alles entscheidenden Schlussminuten auch die nötige Coolness seiner jungen Mannschaft.

Mit der Niederlage musste der HC TuRa Sieger Ferndorf in der Tabelle vorbeiziehen lassen auf Platz vier – Bergkamen nimmt Rang fünf ein. Am 21. Februar geht es weiter mit dem Heimspiel gegen TG Voerde.
Torfolge: 0:1, 1:1, 1:2, 3:3, 7:3, 8:6, 11:6, 12:8, 13:9 – 14:9, 16:16, 17:17, 21:18, 21:20. 22:21, 23:22, 26:23, 26:24, 27:24, 27:26, 28:26, 29:27.

HC TuRa: Schwenken 1, Terbeck 3, Zyska 3, Hesse 8, Stolina 1, Walker, Bernhard 7, Litvinov, Honerkamp, Kesper, Keller, Schimanski 4.

Bildzeile: Mit Till Schwenken hatte der HC TuRa nur einen Torhüter aufbieten können – und der erwischte in Ferndorf nicht seinen besten Tag, konnte sich aber einmal in die Torschützenliste eintragen.