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Sonntag.27.Sep..2026
Start ASV Hamm-Westfalen Traumwandlerisch treffsicher – Dresden dominiert ASV mit 43:28

Traumwandlerisch treffsicher – Dresden dominiert ASV mit 43:28




Handball: Mit einem 43:28-Auswärtssieg hat der HC Elbflorenz Dresden am Samstagabend seine Aufstiegsambitionen beim Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen untermauert. Nach den beiden knappen Niederlagen gegen Erstligaabsteiger Leipzig und im Pokal gegen Erstligist Hamburg wurde der haushohe Favorit gegen den ASV in jeder Phase seiner Rolle gerecht.

vcvlljjhfdInsbesondere die Treffsicherheit aus dem Rückraum war bemerkenswert: Ivar Stavast blieb gänzlich ohne Fehlwurf, Julius Meyer-Siebert und Sebstian Greß verpassten nur eine Chance – alle drei trafen traumwandlerisch sicher jeweils sechsmal. Entsprechend ordnete HC-Coach André Haber den Spieltag als „Märchentag“ ein und zollte seiner Mannschaft vor allem wegen der Tatsache Respekt, dass es die dritte Partie in der Woche war und dennoch alle von Anfang bis Ende Tempo gemacht haben. Und nicht nur offensiv beherrschten die Gäste das Spiel, auch in der Defensive fanden die Westfalen gegen den Vorjahresdritten immer wieder keine geeigneten Möglichkeiten.

„Wir haben noch viel Arbeit vor uns“

Auch wenn einige Optionen fehlten, wollte ASV-Coach Jamal Naji die personellen Ausfälle nicht als Grund für die Leistung des Aufsteigers gelten lassen. Man habe nicht das gezeigt, was man sich vorgenommen habe. Entsprechend unzufrieden war Naji trotz aller Anerkennung für die starke Dresdener Leistung mit dem Spiel seines eigenen Teams. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, stellte der Chefcoach des ASV direkt nach der Partie fest.

In der verliefen nur die ersten fünf Minuten einigermaßen ausgeglichen. Die Führung durch Timo Löser gleich Lucas Firnhaber aus, auch in der vierten Minute traf der Linkshänder – dies zur einzigen Führung für die Gastgeber vor 1.867 Zuschauern an diesem Abend. Denn nach diesem 2:1 startete Dresden die erste 4:0-Serie. Skopar, Greß, Löser und Norberg brachten den HC mit 5:2 in Führung.
Und genau dieser Umstand war ein weiterer großer Unterschied an diesem Abend: Während der ASV viel Aufwand für seine Tore betrieben musste, gelangen diese dem HC deutlich schneller – und von verschiedenen Positionen und Spielern. Stück für Stück erhöhte Dresden die Führung, zur Pause war die Partie beim Stand von 13:22 aus Sicht des ASV praktisch entschieden. Zu überlegen waren die Gäste. Spätestens beim 30:17 durch Oliver Seidler in der 40. Spielminute war jedem in der WESTPRESS arena klar: Eine Überraschung wie gegen GWD Minden würde es an diesem Abend nicht geben, der ASV sollte eher das Schicksal von Dormagen, Nettelstedt und Essen teilen, die allesamt rund um die 40 Tore oder mehr kassierten.

Immerhin sammelte Spielmacher Benedikt Kühn, der wegen des Ausfalls von Max Öhler wieder zusammen mit Vincent Kreiselmaier große Last trug, wichtige Spielminuten, die ihn nach seiner Verletzung weiterbringen. Auch der in der späteren Phase eingewechselte Sigurt Leth-Klinge sorgte mit seiner Schnelligkeit und seinem Willen für belebende Impulse. Sein erstes Tor in der Arena im ASV-Dress erzielte zudem Benedikt Bayer, der schon zum Großwallstadt-Spiel reaktiviert wurde und gemeinsam mit Niklas Neumann aus der Reserve die beiden weiterhin verletzten Linksaußen Fabian Huesmann und Ole Machner vertrat, und Adam Horvarth-Garaba. Das täuschte allerdings nicht über die Tatsache hinweg, dass der ASV an diesem Abend auch in der Deutlichkeit mit 28:43 (13:22) als verdienter Verlierer vom Platz ging.

In gut einer Woche reist der ASV dann am Sonntag um 17 Uhr zum aktuell fünftplatzierten VfL Lübeck-Schwartau – erneut als Außenseiter, wieder mit der Hoffnung, eine Überraschung wie gegen Minden zu schaffen.

ASV Hamm-Westfalen – HC Elbflorenz Dresden 28:43 (13:22)
ASV:
Colodeti (1 Parade, 5 Prozent), Budalic (5 P., 18 Proz.) – Gabrielsson (3), Horvarth-Garaba (1), Bayer (1), Böttcher, Neumann (3), Kreiselmaier (4), Voeing, Kühn (2), Mühlhauser (1), Klinge (1), Firnhaber (7, ¾ 7m), Bornemann, Jacobs (4), Coßmann (1).
HCE: Cantegrel (11 Paraden, 34 Proz.), Mallwitz (3 P., 33 Proz.) – Bensch, Meyer-Siebert (6), Norberg (2), Dierberg (4, 2/2 7m), Preußner (2), Bláha (2), Skopár (3), Aktas (3), Stavast (6), Greß (6), Fuhrmann, Thümmler (2), Löser (3), Seidler (4).
Strafen: ASV 6 Min, HCE 4 Min.
Schiedsrichter: Köppen/Preibsch.
Zuschauer: 1.867.

Bildzeile: Vincent Kreiselmaier erzielte vier Tore gegen Dresden / Foto: Wegener