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Montag.06.Apr..2026
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Trauer beim SSV Mühlhausen und BVB – Reinhold Wosab verstorben




Fußball: Wenn beim SSV Mühlhausen-Uelzen von alten Zeiten geschwärmt wird, fällt immer wieder der Name Reinhold Wosab. Vor wenigen Wochen ereilte den Verein jedoch die traurige Nachricht, dass „Zange“, wie er damals genannt wurde, verstorben ist. Er wurde 87 Jahre alt und löste nicht nur beim SSV, auch beim BVB, große Trauer aus. Der Tod des früheren Dortmunder Profis wurde sku erst jetzt bekannt.

Anfang der 80iger Jahre schrieb Reinhold Wosab mit seinem SSV Mühlhausen Schlagzeilen in der heimischen Fußballszene, da schoss er den SSV mit in die Verbandsliga. Damit leitete er die Blütezeit der Mühlhausener ein, erzielte in jeder Spielzeit über 30 Tore. Lang, lang ist’s her. Und Franz Kampmann, der Ehrenvorsitzende des Clubs, bekommt immer noch glänzende Augen, wenn der Name Wosab fällt. Er hatte eine besondere und freundschaftliche Beziehung zu Wosab, beide wohnten auch nicht weit voneinander im Unnaer Stadtteil Mühlhausen. Nach seiner Zeit in Mühlhausen zog es Wosab in das Alzeyer Land, nach Rheinland Pfalz, wo er jetzt in Bad Kreuznach auch verstarb. In Heimersheim, einem Stadtteil in Alzey, übernahm Reinhold Wosab die Firma Goly-Pokale. Dort verkaufte er dank seiner guten Verbindungen zur FIFA, UEFA und zum DFB Sporttrophäen. Nationale und internationale Artikel, wie der Goldene Schuh für den WM-Torschützenkönig.

In den Ruhrpott indes zog es ihn immer wieder. Nach Unna, wo er Franz Kampmann zu dessen 80. Geburtstag persönlich beehrte. Und natürlich nach Dortmund, zum BVB. Dort wo er von 1961 bis 1971 198 Pflichtspiele bestritt und dabei 60 Tore erzielte. Der am 25. Februar 1938 geborene Westfale gehörte zum Kader der 66er-Europapokalsieger-Mannschaft. Seine größten Spiele lieferte der Rechtsaußen im Landesmeister-Wettbewerb 1963/64 gegen Benfica Lissabon beim sensationellen 5:0-Triumph und beim 4:0 bei Dukla Prag, wo er sich jeweils in die Torschützenliste eintragen konnte. 1963 wurde er mit dem BVB Deutscher Meister, bekleidete später ein Vorstandsamt und war Ehrenmitglied. Fast zu jedem Heimspiel seiner Borussia machte er sich auf den Weg zum Signal-Iduna-Stadion, fieberte mit, traf Freunde, Bekannte, alte Weggefährten. BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke würdigte ihn als „großartigen Borussen“ und betonte die Anteilnahme der schwarz-gelben Gemeinschaft.

Bildzeile: Reinhold Wosab lebte einige Jahre in Unna und engagierte sich beim SSV Mühlhausen / WR-Bild.