Silber-Medaille für Laura Nolte im Monobob – Nach vier Läufen fehlen vier hundertstel Sekunden auf olympisches Gold




Wintersport/Bobsport: Am Ende fehlten nach vier Läufen hauchdünne vier
hundertstel Sekunden zum Olympiasieg. Die Unnaer Bobpilotin Laura Nolte vom BSC Winterberg musste nach drei Läufen in Führung des olympischen Monobob-Wettbewerbs schließlich die US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor vorbeiziehen lassen.

Die Sportlerin aus dem Bereich des Nordrhein-Westfälischen Bob- und
Schlittensportverbandes, Laura Nolte, ging als Erste in den dritten Lauf. Der
zwischenzeitliche Bahnrekord von 59,15 Sekunden wurde allerdings noch von Lisa
Buckwitz (BRC Thüringen) und den beiden US-Damen Meyers Taylor und Kaillie
Armbruster Humphries, die beide 59,08 Sekunden ins Eis zimmerten, unterboten. 15
Hundertstel Vorsprung verblieben für Nolte vor dem Abschlussdurchgang.
Die Schweizerin Melanie Hasler, die am Ende Fünfte wurde, fuhr im vierten Lauf die
beste Zeit mit 59,37 Sekunden. Meyers Taylor blieb 14 Hundertstel dahinter. Das
reichte, um Nolte zu distanzieren, die mit 59,70 Sekunden die neuntbeste Zeit im
finalen Durchgang erzielte. Bronze gewann Armbruster Humphries vor Buckwitz. Die
dritte deutsche Starterin Kim Kalicki (Eintracht Wiesbaden) wurde 15. bei dem
Olympiasieg der 41-jährigen US-Amerikanerin.

Die 27 Jahre alte Laura Nolte gab sich gefasst nach dem knapp verpasstem Gold und sagte: „Es ist natürlich mega, mit einer Silbermedaille nach Hause zu fahren. Wenn man nach drei Läufen in Führung liegt, will man natürlich Gold holen. Die oberen Kurven haben
im letzten Lauf nicht gepasst.“

Ihre Zweierbob-Partnerin Deborah Levi empfing Nolte im Ziel und tröstete sie. Jetzt steht für Nolte am Freitag und Samstag die zweite Medaillenchance im Zweierbob mit Anschieberin Deborah Levi an. Sie gelten als Topfavoritinnen.

Bildzeile: Bobpilotin Laura Nolte,gewann Silber im Monobob / Foto: Viesturs Lacis | IBSF